Ausgabe Nummer 4 (2010)

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Die Seuchenlage in der Schweiz ist gut

Gemäss den Ausführungen von Dr. Christian Griot ist die Seuchenlage der Schweiz gut. Der Direktor des Institutes für Virusforschung und Immunprophylaxe (IVI) in Mittelhäusern, Bern, wies in seinem Vortrag im Agrarzyklus der Volkshochschule Weinfelden aber auch darauf hin, dass beispielsweise für die Maul- und Klauenseuche gegenwärtig auf der Welt siebzig aktive Seuchenherde bekannt sind. So können Seuchen immer wieder, auch unbemerkt, eingeschleppt werden.

Für Christian Griot sind eine klare Gesetzgebung sowie die Prävention und die Krisenvorsorge wichtige Grundlagen für die gezielte Seuchenbekämpfung. Mit modernen Methoden in der Diagnose und mit der Impfstofftechnologie könne die Bekämpfung erfolgreich sein. Allerdings müssen Prioritäten gesetzt werden, auch in der Forschung. Zudem sei zu beachten, dass immer wieder neue Seuchen entstehen, auch solche, die unter besonderen Umständen auf den Menschen übergehen können. Die besonderen Massnahmen, die im Seuchenfall getroffen werden müssen, sind immer mit Risiken behaftet und somit für die Gesellschaft immer spektakulär und interessant für die Medien. Die Bilder von Massentötungen von erkrankten Tieren sollten jedoch der Vergangenheit angehören. Diese Form der Seuchenbekämpfung sei ethisch, ökologisch und ökonomisch nicht länger akzeptabel.

Volkshochschule Weinfelden, Martin Huber