Ausgabe Nummer 7 (2004)
Die Welt und wir
Immer wieder werden wir mit globalen Themen konfrontiert, sind es politische Spannungen, Hunger, die Vogelgrippe in asiatischen Ländern, WEF, WTO-Verhandlungen usw. Manchmal möchte man dies alles nicht wissen oder hören. Aber wären dann die eigenen Probleme kleiner? Nein, ich jedenfalls glaube, dass man sich immer Probleme schaffen könnte. Im Gegenteil: Es lernt uns auch, das eigene Umfeld zu schätzen und zufriedener zu sein. Wenn man die ganze Welt betrachtet, scheinen die eigenen Ansprüche auf einmal nicht mehr so wichtig
Eines unserer Kinder brachte einmal einen spannenden Text von der Schule nach Hause.
Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren würden, aber auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten, dann würde dieses Dorf so zusammengestellt werden: 57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Amerikaner (Nord und Süd), 8 Afrikaner.
52 wären Frauen.
48 wären Männer.
70 Nichtweisse.
30 Weisse.
70 Nicht/Anti-Christen.
30 Christen.
89 Heterosexuelle.
11 Homosexuelle.
Sechs Personen würden 59 Prozent des gesamten Weltreichtums besitzen, und alle sechs Personen kämen aus den USA. 80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse. 70 wären Analphabeten. 50 wären unterernährt. Einer (1) würde sterben. Zwei (2) würden geboren. Einer (1) hätte einen PC. Einer (nur einer) hätte einen akademischen Abschluss. Wenn man die Welt aus dieser Sicht betrachtet, wird jedem klar, dass das Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit, Verständnis, Akzeptanz und Bildung notwendig ist. Denke auch darüber nach: Falls du heute morgen gesünder als kränker aufgewacht bist, bist du glücklicher als eine Million Menschen, welche die nächste Woche nicht erleben werden. Falls du nie einen Krieg erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten oder Hunger gespürt hast, dann bist du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt. Falls du in die Kirche gehen kannst, ohne die Angst, dass dir gedroht wird, dass man dich verhaftet oder dich umbringt, bist du glücklicher als drei Milliarden Menschen der Welt. Falls sich in deinem Kühlschrank Essen befindet, du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf und ein Bett zum Hinlegen hast, bist du reicher als 75 Prozent der Einwohner dieser Welt. Falls du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie und etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel, gehörst du zu den acht Prozent der wohlhabendsten Menschen auf dieser Welt. Falls du dies liest, bist du doppelt beschert worden, denn:
Jemand hat an dich gedacht und
du gehörst NICHT zu den zwei Milliarden Menschen, die nicht lesen können.
Einer hat irgendwann einmal gesagt:
Arbeitet, als würdet ihr kein Geld brauchen.
Liebt, als hätte euch noch nie jemand verletzt.
Tanzt, als würde keiner hinschauen.
Singt, als würde keiner zuhören.
Lebt, als wäre das Paradies auf der Erde.
Viel Motivation bei der Arbeit und ab und zu einen Blick in die weite Welt wünscht Ihnen
Agnes Greminger, Bio-Bäuerin und
Vorstandsmitglied im Thurgauer Bauernverband, Stehrenberg.
