Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Dieben einen Riegel schieben

Ausgabe Nummer 6 (2015)

Diebe suchen sich in der letzten Zeit im Kanton Thurgau vermehrt Bauernhöfe für ihre Beutezüge aus. Dies in der Gewissheit, dass die Häuser vielfach auch bei Abwesenheit der Bewohner unverschlossen sind. Die Kantonspolizei Thurgau bittet deshalb um Vorsicht und hat Tipps, wie man den Gaunern die «Arbeit » erschweren kann.

Alleine seit Anfang Jahr haben die Diebe bei sechs Bauernhöfen zugeschlagen. Die Vorgehensweise der Täter ist in allen Fällen ähnlich. Sie betreten das Wohnhaus durch den unverschlossenen Haupteingang oder eine Seitentür, während die Bewohner im Stall oder an einem andern Ort an der Arbeit sind. In der Wohnung durchsuchen sie in aller Ruhe Schränke, Taschen und Portemonnaies nach Bargeld und anderen Wertsachen. Wenn sie durch heimkehrende Bewohner überrascht werden, flüchten sie durchs Fenster oder einen Hinterausgang.
Was bleibt, ist nicht selten ein grosser Schaden. «In den letzten Fällen, die der Kantonspolizei Thurgau gemeldet wurden, liegt der Wert der Beute nicht selten im vierstelligen Frankenbereich» erklärt Daniel Meili vom Fachbereich Prävention der Kantonspolizei Thurgau.
Im Gegensatz zu Einbrechern, die sich mit Gewalt Zugang zu Häusern verschaffen müssen, haben es die Einschleichediebe einfacher. Sie betreten die Objekte durch die nicht abgeschlossene Tür oder ein offenstehendes Fenster, verursachen dadurch keinen Lärm und fallen auch sonst kaum auf. Und gerade auf Bauernhöfen ohne direkte Nachbarn ist ihr Risiko gesehen zu werden nochmals kleiner.

Für die Geschädigten sind Diebstähle ärgerlich und mühsam. Die Diebe hinterlassen oft ein grosses Durcheinander. Die Vorstellung, dass ein Wildfremder die persönlichen Sachen durchwühlt hat, kann ein ungutes Gefühl hinterlassen. Man fühlt sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. Dazu kommt, dass alleine der Ersatz von gestohlenen Ausweisen und Kreditkarten eine Menge Zeit in Anspruch nimmt und schnell mehrere hundert Franken kostet.
«Das muss nicht sein», sagt Meili. «Es gibt viele einfache Massnahmen, mit denen man den Dieben die Arbeit gewaltig erschweren kann.»
– Türen und Fenster sollten auch bei kurzen Abwesenheiten immer
   geschlossen und verriegelt werden. Schräg gestellte Fenster
   können leicht geöffnet werden.
– Das gleiche gilt auch für Lagerräume, wo wertvolle oder teure
   Geräte und Maschinen aufbewahrt werden.
– Bargeld, Portemonnaies und andere Wertsachen bitte nicht offen
   herumliegen lassen, sondern sicher verstauen.
– Grosse Bargeldbeträge sollten nicht zu Hause aufbewahrt werden.
– Wertgegenstände bitte nicht in Fahrzeugen liegen lassen.
Bei verdächtigen Feststellungen steht die Kantonspolizei Thurgau rund um die Uhr über die Notrufnummer 117 zur Verfügung. Die Alarmierung sollte sofort und lieber einmal zu viel als einmal zu wenig erfolgen. Für eine sofortige polizeiliche Fahndung sind Hinweise zum Signalement (Grösse, Alter, Aussehen, Fahrzeuge usw.) sowie zur Fluchtrichtung sehr wertvoll.
Mehr Infos und Tipps zum Thema Einbruchdiebstahl respektive Einschleichediebstahl sind auf jedem Kantonspolizeiposten oder im Internet unter www.kapo. tg.ch/einbruch zu finden.


Kantonspolizei Thurgau




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