Ausgabe Nummer 1 (2006)

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Dreikönigstag

Ernährung und Rezepte

Dreikönigstag

Heute ist Dreikönigstag. Alle freuen sich auf den feinen Dreikönigskuchen und sind gespannt, wer dieses Jahr Königin oder König wird. Wer die im Kuchen versteckte Figur findet, ist für einen Tag Königin respektive König und muss nicht abwaschen, darf länger aufbleiben oder geniesst sonstige Vorzüge.
In der Schweiz wurde das Dreikönigsfest in den Zünften nachweislich schon vor siebenhundert Jahren gefeiert. Dabei diente eine im Dreikönigskuchen versteckte Bohne als Königssymbol, und wer sie fand, war dann König für einen Tag (siehe Beitrag «Die Heiligen Drei Könige und was das zu bedeuten hat»).


Die drei Könige waren ursprünglich Magier,
Weise respektive Sterndeuter aus dem
Morgenland. Fotoquelle: Salome Preiswerk Guhl

Eine Million Dreikönigskuchen

Der Brauch wurde erst vor etwa einem halben Jahrhundert wiederbelebt, als Max Währen aufgrund seiner Recherchen nach dem Krieg auf diese alte Tradition stiess und von der Fachschule für Bäcker einen modernen Königskuchen entwerfen liess. Die Bäcker nahmen den alten Brauch 1952 wieder auf. In der Schweiz werden jedes Jahr etwa eine Million Kuchen abgesetzt.

Weihnachten in Russland

In Russland und einigen GUS-Staaten wird am heutigen Tag das Weihnachtsfest gefeiert, weil in diesen Ländern noch nach dem Julianischen Kalender gerechnet wird. Dort tritt an die Stelle des Christkinds oder Weihnachtsmanns das «Väterchen Frost» unterstützt vom «Snegorotschka», dem Schneeflöckchen.

Bräuche und Wetterregeln

Bis zur Festsetzung des Neujahrstages im Jahr 1691 durch Papst Innozenz XII. auf den 1. Januar galt in weiten Teilen Europas der 6. Januar als Jahresbeginn. Dieser Termin markierte das Ende der winterlichen Erstarrung und zugleich den bevorstehenden Aufbruch in die Vegetationsperiode. So wurden und werden auch heute noch zum Beispiel am heutigen Tag Wohnräume und Stallungen mit Weihrauch von bösen Wintergeistern
gereinigt. Die Wetterregeln für heute lauten:

  • Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Weinjahr.
  • Ist bis Dreikönig kein Winter, folgt keiner dahinter.

Dreikönigskuchen mit Rosinen

Zutaten
1⁄2 Würfel Hefe
2 1⁄2 dl Milch
50 g Butter
500 g Mehl
1 KL Salz
5 KL Zucker
1 Ei
100 g Rosinen
1 Stück Schokolade
1 verklopftes Eigelb
1 EL Rahm

Zubereitung

Die Hefe zerbröckeln und mit einem Esslöffel Milch flüssig rühren. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, Milch dazugiessen und Pfanne vom Herd nehmen. Mehl und Salz in einer Schüssel mischen und dann die Butter-Milch-Mischung, angerührte Hefe, Zucker und das verquirlte Ei dazugeben. Die Masse zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Die Rosinen unter den Teig kneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort auf das Doppelte aufgehen lassen. Aus einem Viertel des Teigs eine Kugel formen und in die Mitte einer eingefetteten Springform mit 22 cm Durchmesser legen. Aus dem restlichen Teig kleinere und mittlere Kugeln formen. In einer der Kugeln die Schokolade verstecken. Die grösseren Kugeln rund um die zentrale Kugel in der Springform anordnen und die kleineren dann jeweils in die entstehenden Vertiefungen legen. Den Teig mit einer Mischung aus verquirltem Ei und Rahm bestreichen und für 20 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 200 °C vorheizen. Den Dreikönigskuchen während zirka 30 Minuten bei 200 °C backen. Wer die Schokolade findet, wird König für einen Tag. Tipp: Nach dem Bestreichen des Dreikönigskuchens Mandelplättchen darüberstreuen.

LBBZ Arenenberg, Assistentin Hauswirtschaft, Salome Preiswerk Guhl