Ausgabe Nummer 47 (2006)
Durch Tierschutz Marktchancen verbessern?
Die Vernehmlassungsantwort des Regierungsrates zur Totalrevision der Tierschutzverordnung kann unter dem Titel "Durch Tierschutz Marktchancen verbessern" zusammengefasst werden, was von den Medien auch so aufgenommen wurde.
In seiner Vernehmlassung unterstützt der Regierungsrat die Verschärfung der Tierschutzverordnung mit der Begründung, dass die damit verbundene bessere Qualität und ein besserer Ruf der Schweizer Produkte die Marktchancen der Tierhalter im hart umkämpften Markt erhöhen wird. Er befürwortet deshalb u.a. auch die in der Vernehmlassung vorgeschlagene Übernahme von Labelvorschriften in die Tierschutzverordnung um damit allen Tierhaltern mehr Marktchancen zu bieten. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass wir in der Schweiz das schärfste Tierschutzgesetz in Europa haben - was der Bundesrat in seiner Vernehmlassungsbotschaft ausdrücklich erwähnt. Dazu kommt, dass die über das Tierschutzgesetz hinaus erbrachten Mehrleistungen der Landwirte per Gesetz zum neuen Standard erklärt wird. Diese Thematik ist Bestandteil der einfachen Anfrage, die Andreas Binswanger, Präsident Thurgauer Bauernverband am letzten Mittwoch einreichte.
Der Thurgauer Bauernverband und Vertreter aus der Viehwirtschaft führte mit Regierungsrat Kaspar Schläpfer zu dieser Sachlage ein Gespräch, an dem die strittigen Punkte zur Sprache kamen. Die Diskussion war intensiv und konstruktiv. Man konnte sich etwas annähern, in der Frage, wie weit sich der Staat in den Markt einmischen soll und darf, blieben aber Differenzen bestehen. Im Zusammenhang mit der vorgeschlagenen Totalrevision der Tierschutzverordnung befürchtet die Landwirtschaft eine Verteuerung der Produktion und dadurch einen Konkurrenznachteil. Wenn Sonderleistungen per Gesetz zum Standard erklärt werden, so wird kaum jemand bereit sein, diese Leistungen abzugelten.
Hermine Hascher, Geschäftsführerin Thurgauer Bauernverband
In seiner Vernehmlassung unterstützt der Regierungsrat die Verschärfung der Tierschutzverordnung mit der Begründung, dass die damit verbundene bessere Qualität und ein besserer Ruf der Schweizer Produkte die Marktchancen der Tierhalter im hart umkämpften Markt erhöhen wird. Er befürwortet deshalb u.a. auch die in der Vernehmlassung vorgeschlagene Übernahme von Labelvorschriften in die Tierschutzverordnung um damit allen Tierhaltern mehr Marktchancen zu bieten. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass wir in der Schweiz das schärfste Tierschutzgesetz in Europa haben - was der Bundesrat in seiner Vernehmlassungsbotschaft ausdrücklich erwähnt. Dazu kommt, dass die über das Tierschutzgesetz hinaus erbrachten Mehrleistungen der Landwirte per Gesetz zum neuen Standard erklärt wird. Diese Thematik ist Bestandteil der einfachen Anfrage, die Andreas Binswanger, Präsident Thurgauer Bauernverband am letzten Mittwoch einreichte.
Der Thurgauer Bauernverband und Vertreter aus der Viehwirtschaft führte mit Regierungsrat Kaspar Schläpfer zu dieser Sachlage ein Gespräch, an dem die strittigen Punkte zur Sprache kamen. Die Diskussion war intensiv und konstruktiv. Man konnte sich etwas annähern, in der Frage, wie weit sich der Staat in den Markt einmischen soll und darf, blieben aber Differenzen bestehen. Im Zusammenhang mit der vorgeschlagenen Totalrevision der Tierschutzverordnung befürchtet die Landwirtschaft eine Verteuerung der Produktion und dadurch einen Konkurrenznachteil. Wenn Sonderleistungen per Gesetz zum Standard erklärt werden, so wird kaum jemand bereit sein, diese Leistungen abzugelten.
Hermine Hascher, Geschäftsführerin Thurgauer Bauernverband

Die Schweiz verfügt bereits über das schärfste Tierschutzgesetz in Europa. Brauchen wir noch strengere Auflagen? (Bild: Archiv))
