Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Echtheit der Botschaften gehört die Zukunft

Ausgabe Nummer 19 (2015)

Einweihungsfeier zum neu eröffneten Altnauer Apfelweg vom 1. Mai 2015

Der neu eröffnete Altnauer Apfelweg beinhaltet zahlreiche interaktive Elemente und soll kleinen und grossen Besuchern «auf Augenhöhe » viel Wissenswertes rund um den Apfelanbau, Ernte, Vermarktung und vieles mehr vermitteln.

Am 1. Mai lud die Gemeinde Altnau zur Eröffnungsfeier für den Altnauer Apfelweg ein. Diese fand auf dem gastgebenden «Feierlenhof» der Generationengemeinschaft der Familie Barth statt. Es regnete fast unentwegt, sodass alle Aktivitäten und Ansprachen ausschliesslich auf dem Hof im beheizten Eventraum stattfanden.
Regierungsrat Kaspar Schläpfer überbrachte die Grüsse und Glückwünsche der Thurgauer Regierung. Er hob hervor, dass es weitsichtig sei, den bisherigen «Apfellehrpfad» durch einen neuen Apfelweg zu ersetzen, mit aktualisierten Informationen rund um den Obstbau. Der Apfelweg stelle eine weitere touristische Attraktion dar. Der Regierungsrat betonte die Wirkung des Apfels als sympathischen Werbeträger und meinte, dass durch die Namensänderung von «Obstlehrpfad» zu «Altnauer Apfelweg» die Betonung und Bedeutung des Apfels grösser wird. Die grosse Breitenwirkung des Tourismus rechtfertige die Unterstützung durch die öffentliche Hand.
Rolf Müller von Thurgau Tourismus bezeichnete den Apfelweg als eine durchwegs «erfrischende Innovation ». Er wecke Sympathien durch seine familienfreundliche Umsetzung und stelle ein interaktives Angebot «auf Augenhöhe» dar, welches auch Kinder erreiche. Der Altnauer Apfelweg wird von Thurgau Tourismus in die künftige Werbung miteinbezogen. Gemeinderätin Monika Brauchli bedankte sich in ihrer Rede bei den zahlreichen Sponsoren und den Landwirten für die gute Zusammenarbeit zur Realisierung dieses Apfelweges. Dafür war rund ein Jahr Vorbereitungszeit notwendig.

Ein generationenübergreifendes Angebot
Einen weiteren Dank richtete Monika Brauchli auch an Rita Barth, welche bei der Neukonzeption des Apfelweges beratend mitwirkte, sowie an Jürg Rindlisbacher vom Landwirtschaftlichen Informationsdienst, der interaktive Elemente für die insgesamt 24 Infotafeln beisteuerte. Sie lobte das Engagement der Primarschulklasse von Bruno Frischknecht, welche unter anderem ein Bienenhotel baute. Beat Pretali, Gemeindeammann von Altnau, bezeichnete den Apfelweg als perfekte Symbiose zwischen Landwirtschaft und «sanftem Tourismus».
Markus Hausammann, Präsident VTL, nahm auch an der Feier teil. Danach befragt, inwieweit er denke, der neue Altnauer Apfelweg verleihe sowohl der Obstbranche wie auch dem Tourismus neue Impulse meinte er: «Der Apfelweg ist ein hervorragendes Objekt für den sanften Tourismus in der ‹Sonnenecke Bodensee›. Dieser soll die landschaftliche Präsenz einer produzierenden Landwirtschaft und insbesondere des Obstbaus vermitteln. Wer die Blütezeit im Frühjahr und gesunde und knackige Äpfel im Herbst geniessen will, muss den Witterungsschutz während des Sommers in Kauf nehmen. Dieser Echtheit der Botschaften gehört die Zukunft und nicht manipulierten Darstellungen in Schaugärten.» Der Apfelweg mit seinen interaktiven Elementen hat für ihn das Potenzial, alle Altersgruppen anzusprechen: «Der Weg eignet sich damit hervorragend zur generationenübergreifenden Erkundung, mit Kindern und Enkeln.»


Isabelle Schwander










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