Ausgabe Nummer 19 (2004)
Eiablage der Getreidehähnchen nimmt zu
| Feldbau: Weizen, Kartoffeln, Mais |
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Eiablage der Getreidehähnchen nimmt zu
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| Getreidehähnchen: Im Weizen und Sommergetreide stellt man häufig Getreidehähnchen fest. Sie haben mit der Eiablage letzte Woche begonnen. Erste Larven sind ausgeschlüpft. Nach unseren Auszählungen Anfang Woche variiert der Besatz in Abhängigkeit von Sorte und Lage des Feldes zwischen 0 bis 2 Eiern pro Halm. Im Durchschnitt betrug der Besatz 0,5 Eier pro Halm. Wirtschaftliche Schäden entstehen vor allem, wenn die oberen Blätter, insbesondere das Fahnenblatt, beschädigt werden. Eine erste Kontrolle ist deshalb nächste Woche in Beständen angezeigt, welche das Stadium DC 37 (Entfalten des Fahnenblattes) erreichen. Dazu zufällig, quer durchs Feld Halme (zum Beispiel an 10 Stellen 5 Halme) auf Eier (1mm lang, gelb-orange) und junge Larven absuchen. Die Schadenschwelle liegt bei einem Ei oder einer Larve pro Halm im Stadium DC 37 bis 39. Bis zu einer Larvengrösse von 3 mm können die teilweise nützlingsschonenden Häutungshemmer eingesetzt werden. Im ÖLN ist für die Getreidehähnchenbekämpfung eine Sonderbewilligung nötig. Folienkartoffeln Teilweise sind die Folien von den Frühkartoffeln entfernt worden. Bekanntlich entsteht in Folienkartoffeln gerne Krautfäule, die zum Ausgangspunkt für Infektionen in den normalen Kartoffelfeldern wird. Das Befallsrisiko, ausgehend vom Saatgut 2003 nach dem trockenen, krautfäulearmen Jahr, ist wohl gering. Trotzdem sind die abgedeckten Folienfelder regelmässig auf Krautfäulebefall zu kontrollieren. Besonders bewässerte Felder im Auge behalten. Ein allfälliger Krautfäuleherd bitte uns sofort melden, damit rechtzeitig über das Infektionsrisiko informiert werden kann. Es ist zweckmässig, nach dem Entfernen der Folien die Felder vorbeugend mit einem teilsystemischen Fungizid zu behandeln. Krähenschäden In den letzten Jahren stellt man eine Zunahme der Krähenschäden insbesondere in Mais fest. Die Schäden treten vielfach erst ab Auflaufen bis ins Jugendstadium auf. Die jungen Pflanzen werden dabei nicht gefressen, sondern oft nur aus Spieltrieb von den Krähen ausgezupft, um so an den Samen zu gelangen. Vor allem exponierte Parzellen müssen rechtzeitig vor Krähenschwärmen mit Abwehrmassnahmen geschützt werden. Dazu gehören Vogelscheuchen, farbige Bänder, Knallapparate, Angstschreie oder Gasballone (Durchmesser 70 cm, an 20 bis 30 Meter langen Leinen in die Felder gesetzt). Die Krähen sind intelligente Tiere, die sich schnell an eine Abwehrmethode gewöhnen. Die einzelne Methode nützt oft nur wenige Tage, sodass für eine dauerhafte Wirkung auch verschiedene eingesetzt werden müssen. LBBZ Arenenberg, Fachstelle Pflanzenschutz und Ökologie, Hermann Brenner, Telefon 071 663 31 40 |
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