Ausgabe Nummer 48 (2005)

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Ein guter Schritt für die Thurgauer Landwirtschaft

Zusammenarbeit zwischen Meyerhans Hotz AG und Getreide Mittelthurgau AG

Ein guter Schritt für die Thurgauer Landwirtschaft

Volumenausdehnungen von 30 bis 50 Prozent sind für Getreidesammelstellen erstrebenswert, um auf künftige Unwägbarkeiten des Getreidebaus vorbereitet zu sein. Durch einen Zusammenarbeitsvertrag mit der Meyerhans Hotz AG ab 2007 wird die Getreide Mittelthurgau AG auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für die Landwirte bleiben.


(von links) Fortunat Schmid, Geschäftsleiter QM
und Logistik für Getreide, Ölsaaten, Futtermittel
(fenaco); Hermann Studer, Rechnungsführer;
Reto Walser, Präsident, und Max Ulrich,
Geschäftsführer der Getreide Mittelthurgau AG,
sind überzeugt davon, dass die Sammelstelle in
Bürglen für die Zukunft bestens gewappnet ist. (is)

Reto Walser, Präsident der Getreide Mittel-thurgau AG, begrüsste am Freitag, 25. November, im Saal des Gasthauses zum Trauben in Weinfelden Produzenten und Aktionäre zur GV. In seiner Rede erinnerte er daran, dass Getreideproduzenten heute gut informiert sein müssen über globale Zusammenhänge. Die Ernte 2004 wies eine eher durchschnittliche Weizenqualität auf. Der Ernte 2005 bescheinigten die Labors der grossen Verarbeiter eine gute Qualität. An der Qualitätstagung der swiss granum wurde mitgeteilt, dass es für die Aufbesserung der Brotqualität 2005 keine Importe benötigt. Ausser für die Produktion von Bio- und Biskuitmehlen muss kaum Weichweizen importiert werden. Reto Walser informierte darüber, dass sich die Getreide Mittelthurgau AG 2005 mehrmals mit der Meyerhans Hotz AG zu Gesprächen betreffend eine künftige Zusammenarbeit getroffen hat. 2007 wird die Getreidesammelstelle in Bürglen geschlossen, an dieser Stelle wird eine Unterführung gebaut. Resultat der Gespräche: Per Saison 2007 stellt die Getreide Mittelthurgau AG der Meyerhans Hotz AG die Dienstleistungen bezüglich Entgegennahme und Aufbereitung von Getreide, Ölsaaten und Leguminosen der Lieferanten und Kunden der Meyerhans Hotz AG im Lohnauftrag zur Verfügung.

Gute Lösung für Getreidebauern

Weil die Kosten für den Bau einer neuen Getreidesammelstelle sehr hoch sind, hätte Meyerhans Hotz AG das Doppelte bis Dreifache der Mengen annehmen müssen, um wirtschaftlich zu arbeiten. So wurde versucht, für die Getreidelieferanten eine gute Lösung zu finden, was mit dem Zusammenarbeitsvertrag nun der Fall ist. Zugesichert wird, dass weiterhin die Meyerhans Hotz AG ihren Lieferanten und Kunden die Abrechnung für Gebühren und die Auszahlung der eingelieferten Produkte ausstellt. Die Gebühren sind die gleichen wie für die Lieferanten der Getreide Mittelthurgau AG. Max Ulrich, Geschäftsführer der Getreide Mittelthurgau AG, hob in seinem Rückblick auf die Ernte 2005 hervor, dass beim Weizen, trotz der vielen Niederschläge im Juli und August, nur ganz am Anfang der Ernte vereinzelte Posten mit Auswuchs auftraten. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt beim Mais verursachte erhöhte Kosten für die Trocknung, was auf den Ertrag drückt. Max Ulrich empfiehlt frühe Aussaat mit Körnermaissorten. Abschliessend informierte Fortunat Schmid, Geschäftsleiter QM und Logistik für Getreide, Ölsaaten und Futtermittel bei der Fenaco, unter anderem über die AP 2011 und die Konsequenzen auf das Marktverhalten. Künftig müsse das Angebot an CH-Brotgetreide auf 400 000 Tonnen reduziert werden. Die Einführung des Qualitätsstandards Suisse Premium erhöht die Marktfähigkeit.

Isabelle Schwander