Ausgabe Nummer 33 (2006)

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Einachserrennen: Spektakel pur

85 Piloten, darunter sechs Frauen, gingen an den Start


Rund 4000 gut gelaunte Besucher erlebten das 1. Thurgauer Einachser-Treffen in Lanterswil mit dröhnende Motoren und spannenden Rennen.

Bereits aus der Ferne hörten die rund 4000 Zuschauerinnen und Zuschauern die dröhnenden Motoren. Wie bei einem echten Formel-1-Rennen war auch Motorenöl zu riechen. Der Speaker brachte es mit der Aussage auf den Punkt: «Do isch d"Streetparade vo Züri en Seich degäge.» Ein Besucher stellte fest, dass Einachserrennen nichts für schwache Nerven seien. Das sei viel mehr etwas Bodenständiges. Insgesamt gingen 85 Piloten in sieben Kategorien an den Start. Unter den sechs startenden Frauen sorgte die 76-jährige Paula Keist für Aufmerksamkeit. Sie habe die 400 Meter lange Piste zweimal abfahren wollen doch sei sie ausgebremst worden, gab sie am Ziel zu Protokoll. Die Fahrzeuge knatterten und rauchten zur Freude der begeisterten Zuschauer.

Unerwartet grosser Zuschaueraufmarsch
«Mit den 4000 Zuschauerinnen und Zuschauern wurden unsere kühnsten Träume übertroffen, rechneten wir doch lediglich mit 2000 Besuchern», strahlte OK-Präsident John Koller. Das oberste Ziel der Organisatoren war die ganze Veranstaltung möglichst unfallfrei durchzuführen. Nach Kollers Meinung ist dies ohne nennenswerte Ereignisse auch geschehen. Nach seinen Beobachtungen zeigten sich die Zuschauer neugierig und wollten wissen, wie sich die «Piloten» mit ihren originellen Fahrzeugen präsentierten. Der OK-Präsident staunte über das grosse Interesse, welches er nicht nur bei den Bauern feststellte. «Jede Schicht, jedes Alter war vertreten. Wirklich ein vielseitiges, breit gefächertes Publikum.» Die meisten Einachserteilnehmer stammten aus der Innerschweiz. Einige reisten gar aus Österreich an. Aber auch die Region war sehr gut vertreten. «Hier kann man wirklich behaupten, dass ganz Lanterswil vom befallen sei», freut sich Koller.

Eine Wiederholung ist möglich
Die Strecke, die Organisation und die Sicherheit wurden laut Koller von den Fahrern und vom Publikum gelobt. Vor allem gefiel den Piloten, dass sie auf einer «unverbrauchten» Wiese fahren durften. Die Piste konnte in einem sehr guten Zustand präsentiert werden. Fahrer wie Zuschauer wünschen, dass das Einachserrennen wiederholt werde. Nach Kollers Angaben werden die Organisatoren die Veranstaltung genau analysieren und sich dann entscheiden, ob das Einachserrennen in Lanterswil wieder durchgeführt wird. Die positiven Reaktionen aller Beteiligten lassen darauf schliessen, dass eine Wiederholung sehr wahrscheinlich ist.

Mario Tosato

Die Besten:

Standard: 1. Stefan Koch, Hausen a. Albis, Rapid Spezial, 4:00.13 (Gesamtzeit). Standard II: 1. Toni Brun, Ebnet, Aebi AM 53, 3:30.21 (Gesamtzeit). Sport: 1. Rico Birchler, Schindellegi, Rapid 606, 2:03.21 (Final). Prototypen: 1. Bruno Ettlin, Kerns, Rapid 606, 1:17.77 (Final). Eigenbauten: 1. Beat. Küchler, Kerns, 1:10.95 (Final). Eigenbauten II: Remo Kälin, Alpthal, AM 1000, 1:05.05 (Final). Frauen: 1. Ruth Wellauer, Bissegg, 2:28.85 (Gesamtzeit). Pechvogelpreis: Walter Dörig, Braunau, Rapid Spezial. Schnellste Laufzeit: Remo Kälin, Alpthal, AM 1000, 1.03.59.

Mario Tosato





Einachser mit dröhnenden Motoren und der Geruch von Motorenöl sorgten für eine tolle Stimmung. (tos)
Einachser mit dröhnenden Motoren und der Geruch von Motorenöl sorgten für eine tolle Stimmung. (tos)