Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


Eine "Apple-Update" der natürlichen Art

Ausgabe Nummer 8 (2018)

Apfelwoche 2018 an vielen Thurgauer Schulen

Vom 12. bis 16. Februar konnten der Thurgauer Obstverband (TOV) und das BBZ Arenenberg, im Einverständnis und mit ideeller Unterstützung des Departements für Erziehung und Kultur, die «Apfelwoche an Thurgauer Schulen» anbieten.

Um über Sinn und Zweck der Apfelwoche eingehender zu informieren, organisierten Ralph Gilg, Präsident des TOV, und Urs Müller vom BBZ Arenenberg eine Medienorientierung an der Primarschule Felben- Wellhausen, zu der auch Regierungsrätin Monika Knill eingeladen war. Primarschüler der 2./4. Klasse von Erwin Wittwer, Michael Moser, Schulleiter, und Andrea Küng, Schulpräsidentin, lieferten in der Neubauküche ein anschauliches Beispiel, wie das Thema Apfel und gesunde Zwischenverpflegung während der Apfelwoche im Unterricht vertieft werden kann.

Junge Konsumenten «abholen»
Die Jungen und Mädchen waren begeistert, sich der Thematik auf spielerische Weise anzunähern. So widmeten sie sich in Gruppen aufgeteilt entweder dem Apfel-Memory, fügten Puzzles mit Obstbaumfotos zusammen, errieten Apfelsorten oder schnitzten aus dem Obst kunstvolle Mandalas. Eine Gruppe betätigte sich malerisch und verlieh den Äpfeln Gesichter in einer breiten Palette an Emotionen. Mit dem Klassenlehrer bereitete eine weitere Gruppe gemeinsam eine schmackhafte rohe Apfelcreme zu, die sie danach stolz den Erwachsenen servierte. Urs Müller sagte, dass die Grösse der abgegebenen Äpfel (im Februar 2018 waren es knapp 10 Tonnen Äpfel aus Thurgauer Produktion, die an zahlreichen Thurgauer Schulen verteilt wurden) immer ein Thema ist, denn es soll möglichst wenig Abfall entstehen. Er stellte fest, dass die Sorte Gala bei den Schülern besonders gut ankommt. Ralph Gilg wirkte erstmals an der Aktion der Apfelwoche mit. Er sagte, er habe die Wertschätzung der Schüler gespürt, diese hätten der Anlieferung der Äpfel allerorts erwartungsvoll entgegengesehen. Die Kinder seien ein guter Spiegel für Qualität, denn nur frische und einwandfrei gelagerte Früchte finden Anklang. «Die Apfelwoche ist eine gute Gelegenheit für die Branche, die jungen Konsumenten ‹abzuholen›. Ohne die Informationen an die Kinder unnötig zu überfrachten, darf man dabei durchaus auch auf die wertvollen Inhaltsstoffe der Äpfel hinweisen.»

Gesunde Zwischenverpflegung fördern
Danach befragt, warum gerade die Apfelwoche auf Mitte Februar angesetzt werde, sagte Ralph Gilg: «Der Zeitpunkt Mitte Februar ist ideal, weil der Apfel nicht durch zahlreiche andere (auch einheimische) Früchte und Beeren konkurrenziert wird». Für Monika Knill ist die Apfelwoche eine gute Gelegenheit und Chance für die Branche, die Vorzüge der einheimischen Obstproduktion aufzuzeigen und Umweltaspekte sichtbar zu machen. «Der König der Früchte stellt ein ‹Apple Update› der natürlichen Art dar, der erst noch vielfältige Genussaspekte bietet.» Andrea Küng, deren Kinder an einer Weinfelder Schule Äpfel erhielten sagte, dass die Apfelwoche nachhaltige Wirkung zeige: «Dadurch, dass plötzlich wieder alle in der Pause einen Apfel in der Hand halten, rückt dieses Lebensmittel stärker ins Bewusstsein. Es ist in der ausserhäuslichen Verpflegung der Kinder nicht immer einfach, die Kriterien gesund, schmackhaft und problemlos zu transportieren zu erfüllen, aber ein Apfel vereint alle diese Vorzüge.» Michael Moser bestätigte, dass an seiner Schule auch die Wertschätzung gegenüber dem Apfel vermittelt und «der rote Faden» des TOV aufgegriffen werde. Andrea Küng meinte, dass es eine Überlegung wert sein könnte, an Schulen über die Apfelwoche hinaus Äpfel aufzulegen, diese könnten zum Beispiel zum vorteilhaften Stückpreis angeboten werden. Ralph Gilg und Urs Müller fanden diesen Vorschlag begrüssenswert, es gebe bereits Beispiele von Aus- und Weiterbildungsinstitutionen, wo das ganze Jahr über ein Harass Äpfel im Eingangsfoyer für Besucher steht und diese Geste auf positive Publikumsresonanz stösst.


Isabelle Schwander










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