Eine Königin, die weiss, wovon sie spricht
Ausgabe Nummer 35 (2003)
Eine Königin, die weiss, wovon sie spricht
| Wahl der Apfelkönigin 2003 am Jahrhundertfest | |||
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| Vor rund 1200 schwitzenden Zuschauerinnen und Zuschauer wurde am Samstag in Frauenfeld die Bauerntochter und Landwirtin Tanja Schönholzer von einer Jury zur Apfelkönigin 2003/2004 gewählt. | |||
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| Bei brütender Hitze trafen sich gegen 1200 Zuschauerinnen und Zuschauer im grossen Festzelt des Jahrhundertfestes auf dem Frauenfelder Mätteli. Die 22 Kandidatinnen für die Apfelkönigin 2003/2004 wurden von männlichen Models, die später die Winterkollektion eines internationalen Modehauses präsentierten, auf die Bühne begleitet. Eine Jury wählte sechs junge Frauen, die den Final bestritten. In Kurzinterviews fühlte NZZ-Journalist Walter Hagenbüchle den jungen Frauen auf den Zahn. Eine Kandidatin aus Sitterdorf brachte es fertig, das Publikum zum Singen zu bringen. Aus voller Kehle wurde das Thurgauerlied gesungen. Damit avancierte sie sofort zum Publikumsliebling. Ebenso schloss das Publikum eine schwarzäugige Arbonerin in ihr Herz. Weniger Talent bewiesen die Finalistinnen beim Apfeltennis. Gute Kenntnisse über Äpfel Nach der Wintermodeschau war es dann endlich so weit: Tanja Schönholzer wurde von ihrer Vorgängerin Corinne Straub (nachdem die Jury kurz zusammensass) mit dem Diadem zur Apfelkönigin gekrönt. Beim Interview liess die 18-jährige Tanja Schönholzer, die als gelernte Landwirtin zurzeit die Berufsmatura absolviert, ihre profunden Kenntnisse über Apfelsorten und deren Geschmack aufblitzen. Die amtierende Apfelkönigin wuchs auf einem Bauernhof in der Nähe von Sulgen auf. Apfelkönigin geniesst grosse Beachtung Markus Frei, Präsident AgroMarketing Thurgau, musste verschiedenen Interessierten Auskunft geben. Nach wie vor erachte er die jährliche Wahl einer Apfelkönigin als sehr sinnvoll. Die Bedeutung der Apfelkönigin habe in den letzten Jahren zugenommen. Dies sei auch ein Verdienst der bisherigen Königinnen, die wirklich als Botschafterinnen für Thurgauer Äpfel amteten. Transparente Wahl "Wegen der Bedeutung und Beachtung, welche die Apfelkönigin geniesst, müssen wir die Modalität um die Wahl vielleicht hinterfragen und neu überdenken. Vor allem muss eine grössere Transparenz geschaffen werden", findet Markus Frei. Es müsse sichtbar werden, welche Anforderungen an eine Kandidatin gestellt werden. Die Teilnehmer der Leserbefragung müssen wissen, welchen Einfluss ihre Stimme hat. Nach Ansicht von Frei sei auch denkbar, dass die Leser den Publikumsliebling wählen. Damit wissen die Wettbewerbsteilnehmer, dass ihre Stimme keinen Einfluss auf die Wahl hat. Wünschenswert wäre zudem, wenn die Jury ihre Wahl der Apfelkönigin vor dem Publikum begründen würde. Mario Tosato |
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