Ausgabe Nummer 36 (2004)
Einkommen in der Landwirtschaft auf tiefem Niveau stabil
| Trotz Trockensommer 2003 | |||
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Einkommen in der Landwirtschaft auf tiefem Niveau stabil
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| Das landwirtschaftliche Einkommen je Betrieb liegt im Jahre 2003 leicht tiefer als im Mittel der drei Vorjahre 2000 bis 2002. Dagegen hat sich der Arbeitsverdienst je Familienarbeitskraft auf tiefem Niveau stabilisiert. So die Aussage zu dem Ergebnis der Zentralen Auswertung von Buchhaltungsdaten von Agroscope FAT Tänikon. Die stabilen Einkommen, trotz widriger Umstände im Trockensommer 2003, sind für den Schweizerischen Bauernverband ein Beleg für Unternehmertum und Eigenanstrengungen in der Landwirtschaft. | |||
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| Der Arbeitsverdienst je Familienarbeitskraft und Jahr, die mit nichtlandwirtschaftlichen Löhnen vergleichbare Grösse, liegt im Jahr 2003 bei 35 900 Franken gegenüber 32 900 Franken im Mittel der Jahre 2000 bis 2002. Dies liegt einerseits am tieferen Zinsniveau. Dadurch geht der Zinsanspruch für das Eigenkapital gegenüber den drei Vorjahren stark zurück. Anderseits bewirkt auch der Rückgang der Familienarbeitskräfte, dass der Arbeitsverdienst je Familienarbeitskraft ansteigt. Zwischen den Regionen und auch innerhalb einer Region sind die Unterschiede sehr gross. Die Analyse der Streuung zeigt beträchtliche Differenzen zwischen den Betrieben mit den höchsten Arbeitsverdiensten je Familienarbeitskraft und jenen mit den tiefsten Arbeitsverdiensten. Leichte Einbusse Das landwirtschaftliche Einkommen je Betrieb erreicht im Jahr 2003 rund 55 000 Franken, was gegenüber den Jahren 2000 bis 2002 mit 56 200 Franken einer leichten Einbusse gleichkommt. Während in der Talregion das landwirtschaftliche Einkommen zurückgeht, nimmt es in der Hügel- und Bergregion zu. Die Ergebnisse des Jahres 2003 sind geprägt von Witterungs- und Markteinflüssen. Der mittlere Rohertrag je Betrieb liegt mit 203 200 Franken 3,9 Prozent über dem Niveau der drei Vorjahre. Der trockene «Jahrhundertsommer» mit tiefen Preisen für das Getreide führt im Ackerbau zu empfindlichen Einbussen. In der Milchproduktion liegt der mittlere erzielte Milchpreis bei 74 Rappen je Kilo. Dies sind 6 Rappen weniger als in den drei Vorjahren. Dieser Rückgang kann in der Rindviehhaltung durch die Preisentwicklung beim Nutz- und Schlachtvieh kompensiert werden. Die Direktzahlungen nehmen gegenüber den drei Vorjahren im Durchschnitt der Betriebe zu. Etwas überdurchschnittlich ist der Anstieg in der Hügel- und Bergregion. Dies liegt an den Anpassungen bei den Beiträgen für die Tierhaltung unter erschwerenden Produktionsbedingungen und den Beiträgen für die Haltung von Raufutter verzehrenden Tieren, die im Jahre 2002 in Kraft traten. Die höheren Direktzahlungen pro Betrieb sind auch eine Folge der steigenden Beteiligung bei den Öko- und Ethoprogrammen wie BTS (Besonders tierfreundliche Stallhaltung), RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien), Biolandbau oder regionale Förderung der Qualität und der Vernetzung von ökologischen Ausgleichsflächen. Die Direktzahlungen machen in der Talregion 16 Prozent des gesamten Rohertrages aus, in der Hügelregion sind es 25 Prozent und in der Bergregion 39 Prozent. Im Mittel der Betriebe nehmen auch die Erträge in der Paralandwirtschaft zu. Dies vor allem beim Direktverkauf und der Gebäudevermietung. Fremdkosten Die Fremdkosten je Betrieb liegen im Jahr 2003 um 6,4 Prozent höher als in den Vorjahren. Dazu beigetragen haben insbesondere Mehrausgaben für den Kauf und die Miete von Milchkontingenten sowie höhere Aufwendungen für die Gebäude und die Paralandwirtschaft. Letztere stehen in direktem Zusammenhang mit den höheren Erträgen in diesem Bereich. Im Gegensatz dazu gehen die Schuldzinsen dank dem tiefen Zinsniveau zurück. (mgt/uhu) |
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