Ausgabe Nummer 15 (2005)
Einkommen in der Landwirtschaft verbessert
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| Unten ist der Kommentar zu den neusten provisorischen Auswertungen der Buchhaltungsergebnisse, welche die FAT Tänikon periodisch durchführt, abgedruckt. Vorweg stimmt es sicher positiv, dass der Abwärtstrend des landwirtschaftlichen Einkommens und des Arbeitsverdienstes je Familienarbeitskraft über alle Schweizer Betriebe gesehen für einmal gestoppt hat. Dies täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass die Landwirtschaft sich auf einem tiefen Einkommensniveau befindet und es Unterschiede je nach Ausrichtung des Betriebes gibt. Sicher waren für das Ergebnis die guten Witterungsbedingungen für den Pflanzenbau und die Preissituation auf dem Nutz- und Schlachtviehmarkt entscheidend. Beim genauern Hinsehen stellt man aber auch fest, dass der Zinsanspruch für das Eigenkapital gesunken ist und die familien-eigenen Arbeitskräfte um knapp 4 Prozent abgenommen haben, was ein Indiz für eine bessere Arbeitsproduktivität auf den Bauernhöfen ist. ha |
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| Einkommen in der Landwirtschaft verbessert | |||||||||||
| Das Jahr 2004 ist im mehrjährigen Vergleich ein gutes Landwirtschaftsjahr. Dies zeigt die provisorische Auswertung der Referenzbetriebe. Der Arbeitsverdienst je Familienarbeitskraft und Jahr, die mit nichtlandwirtschaftlichen Löhnen vergleichbare Grösse, liegt im Jahr 2004 bei 41 200 Franken gegenüber 32 200 Franken im Mittel der Jahre 2001 bis 2003. Das landwirtschaftliche Einkommen je Betrieb beträgt 62 300 Franken. |
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| Die provisorischen Ergebnisse der Zent-ralen Auswertung von Buchhaltungsdaten von Agroscope FAT Tänikon, der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik, zeigen erste Trends für das Jahr 2004 auf. Sie beruhen auf den Daten von 1051 Landwirtschaftsbetrieben, von denen eine nach einheitlichen Kriterien abgeschlossene betriebswirtschaftliche Buchhaltung vorliegt. Diese Anzahl der Betriebe entspricht rund einem Drittel der jährlich an der FAT ausgewerteten Referenzbetriebe. Die Betriebe bewirtschaften im Mittel rund 19 Hektaren landwirtschaftliche Nutzfläche mit 1,22 familieneigenen Arbeitskräften. Gute Marktverhältnisse und günstige Witterungsbedingungen wirken sich positiv auf den Rohertrag des Jahres 2004 aus. Nach dem trockenen «Jahrhundertsommer» 2003 mit teilweise empfindlichen Einbussen im Pflanzenbau ist das Ergebnis 2004 in diesem Bereich wieder besser. Vor allem die besseren Ernten im Ackerbau, die guten Obstpreise und die hohe Raufutterproduktion bewirken einen höheren Rohertrag gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2001/2003. In der Milchproduktion kann die grössere Milchmenge die Preiseinbussen nur teilweise kompensieren. Die guten Preise für Nutz- und Schlachtvieh schlagen sich in einem besseren Rohertrag in der Rindviehhaltung nieder. In der Schweinehaltung wirken sich die hohen Ferkelpreise einerseits positiv auf die Entwicklung bei der Schweinezucht und andererseits negativ in der Schweinemast aus. Die leichte Erhöhung je Betrieb bei den Direktzahlungen ist auf die höhere Beteiligung bei den Ökoprogrammen zurückzuführen. Die vermehrten paralandwirtschaftlichen Aktivitäten führen sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Kostenseite zu höheren Werten. Bei den Fremdkosten stehen rückläufige Schuldzinsen (tieferes Zinsniveau), höhere Reparaturkosten für Maschinen und Gebäude und Mehrausgaben für Kauf und Miete von Milchkontingenten gegenüber. Da der Rohertrag stärker als die Fremdkosten ansteigt, resultiert ein landwirtschaftliches Einkommen, das im Jahr 2004 je Betrieb deutlich höher liegt als im Durchschnitt der Jahre 2001/2003. Das Niveau dieser drei Vorjahre wird klar übertroffen. Das Ergebnis des guten Jahres 2000 wird aber nicht ganz erreicht (vergleiche Grafik und Tabelle). Das landwirtschaftliche Einkommen steht zur Entschädigung der familieneigenen Arbeit und des Eigenkapitals zur Verfügung. Der Arbeitsverdienst, die Differenz zwischen landwirtschaftlichem Einkommen und kalkuliertem Zinsanspruch für das im Betrieb investierte Eigenkapital, entschädigt die Arbeit der nicht entlöhnten Familienarbeitskräfte. Da der mittlere Zinssatz für Bundesobligationen 2004 tiefer als in der Periode 2001/2003 liegt (2,73 Prozent gegenüber 3,07 Prozent) und auch die Familienarbeitskräfte zurückgehen, steigt der resultierende Arbeitsverdienst stärker als das Einkommen. Der Arbeitsverdienst je Familienarbeitskraft liegt im Druchschnitt aller Betriebe bei rund 41 200 Franken. Für eine Auswertung nach Regionen oder Betriebstypen reicht die verfügbare Datenbasis nicht aus. Diese detaillierten Ergebnisse sind für Ende August 2005 zu erwarten. Methodische Grundlagen Die methodischen Grundlagen der Zent-ralen Auswertung basieren auf der Verordnung über die Beurteilung der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft. Auf der Homepage von Agroscope FAT Tänikon (www.fat.ch unter ‚ Publikation ‚ Zentrale Auswertung) steht eine ausführliche Dokumentation der Methodik zur Verfügung. Der Hauptbericht 2003 mit den definitiven Ergebnissen 2003 und mehrjährigen Zeitreihen sowie der Grundlagenbericht 2003 liegen vor. Der Hauptbericht 2004 und der Grundlagenbericht 2004 werden gegen Ende 2005 erscheinen. Diese Medienmitteilung finden Sie auch im Internet unter http://www.fat.ch/ unter der Rubrik in‚ Publikation ‚ Zentrale Auswertung). Auskünfte: Judith Hausheer Schnider, Agroscope FAT Tänikon, Tel. +41 (0) 52 368 31 31, Fax +41 (0) 52 365 11 90, E-Mail: judith.hausheer@fat.admin.ch |
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