Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
14. September 2018


Einmal sein eigenes Lieblingskaninchen ausstellen

Ausgabe Nummer 51 (2015)

Viele Neuheiten an der Kleintierausstellung in Marthalen

An den beiden letzten Tagen in diesem Jahr, am 30. Dezember von 10.00 bis 22.00 Uhr und am 31. Dezember von 10.00 bis 16.00 Uhr, findet auf dem Areal der Landi Weinland in Marthalen eine grosse Kleintierausstellung statt. Diese zeichnet sich durch viele Neuheiten aus. So können auch Drittaussteller ungeachtet der Rasse ihre Lieblingskaninchen ausstellen.

Am 30. und 31. Dezember findet in Marthalen eine spezielle Kleintierausstellung statt, welche in der Vielfältigkeit wohl landesweit einzigartig sein wird. Unter einem Dach zeigen dabei gleich drei Clubs und Verbände 350 Kaninchen und 170 Geflügeltiere. Es ist der Kleintierzüchterverein Marthalen und Umgebung, welcher für Organisation und Durchführung verantwortlich ist. «Wir sind gerüstet und werden uns bemühen, eine möglichst tolle, vielseitige und für die Besucher erlebnisreiche Ausstellung zu zeigen », erklärte OK-Präsident Werner Hangartner (Benken).
Die zweitägige Ausstellung umfasst einerseits die Schaffhauser kantonale Verbandsausstellung und anderseits nutzen der 1920 gegründete und heute rund 100 Mitglieder zählende Schweizer Club der Appenzeller- und Schweizerhuhnzüchter sowie der Verein Kleintiere Frauenfeld die Plattform, um ihre Ausstellungen in Marthalen durchzuführen.

Spezielle Ausstellung
Als besonders darf die Spezialschau bezeichnetwerden, wo alle Kaninchenhalter aus der Region ihr Lieblingskaninchen, ungeachtet der Rasse und Herkunft, ausstellen können. «Wir haben dafür vorerst 20 Boxen reserviert», erklärt Hangartner. Die Rangierung der Tiere übernehmen aber nicht die anerkannten professionellen Richter, sondern das Publikum. «Die Besucher haben selber die grosse Aufgabe, mittels Stimmkarten die herzigsten Tiere zu bewerten. Alle, welche mit einem Ausstellungstier mitmachen, erhalten einen kleinen Preis, und die drei schönsten Tiere werden mit einem Spezialpreis ausgezeichnet », hält Hangartner fest. Entsprechende Anmeldungen sind auch an ihn zu richten. Wer hier gewinnt, wird die Rangverkündigung zeigen, welche am 31. Dezember um 14.00 Uhr stattfinden wird. «Wir wollen auch Fachwissen an Besucher weiter vermitteln und werden am ersten Ausstellungsabend (Beginn um 17.00 Uhr) eine öffentliche Tierbesprechung mit einem Rundgang machen, kündigte Hangartner als weitere Neuerung an.

Alte Rassen erhalten
Mit seinen national verteilten Aktivitäten sorgt der Schweizer Club der Appenzeller- und Schweizerhuhnzüchter dafür, dass diese alten Rassen der Nachwelt erhalten bleiben. Im Gegensatz zum heutigen Einnutzungsgeflügel für Eier oder Fleisch sind es eigentliche Zweinutzungshühner, welche einerseits eine gewisse Legeleistung aufweisen, sich anderseits aber auch später schlachten lassen und über eine entsprechende Fleischqualität verfügen. Das Schweizerhuhn ist eine alte Schweizer Haushuhnrasse. Das heute noch als Zweinutzungshuhn gehaltene weisse mit einem roten Kamm versehene Huhn wird bis zu 2,8 kg (Henne) und 3,5 kg (Hahn) schwer. Parallel dazu gibt es noch Linien mit Zwerghühnern. Etwas vielfältiger zeichnen sich die Appenzeller aus. So gibt es hier gleich vier verschiedene Richtungen mit den Spitzhauben und Barthühnern sowie die Zwergspitzhauben und Zwergbarthühnern. Im Gegensatz zum Schweizer Huhn, welches erst um 1905 gezüchtet wurde, ist das Appenzellerhuhn schon viel älter. Gemäss verschiedenen Quellen soll diese Rasse bereits im 15. Jahrhundert in Klöstern im Alpenraum gezüchtet worden sein.
Nebst der Ausstellung führt der Vereine eine Festwirtschaft und wird auch mit einer grossen Tombola überraschen. Der Eintritt zur Ausstellung ist gratis.


Roland Müller







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