Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
6. Juli 2018


Einschätzung Trockenheitsrisiko für den Kanton Thurgau

Ausgabe Nummer 26 (2014)

In der vergangenen Woche hat es im Kanton Thurgau erneut nur wenig Regen gegeben.

Die lange Sonnenscheindauer, der Wind und der Wasserbedarf aufgrund der Vegetationsentwicklung führen dazu, dass nur sehr wenig Wasser bis zu den Bächen und Flüssen gelangt. Daher bewegen sich die Pegelstände der Thurgauer Fliessgewässer auf sehr tiefem Niveau. Sie haben sogar schon ihren Jahrestiefstwert erreicht (vergleiche www.hydrodaten. tg.ch). Laut MeteoSchweiz ist im Laufe der Woche wohl mit Niederschlägen zu rechnen, aber viel Wasser ist nicht zu erwarten.
Die klimatologische Langfristprognose für den Abfluss zeigt, dass im ganzen Einzugsgebiet der Thur auch in den nächsten Wochen mit wenig «runoff» zu rechnen ist, das heisst, dass der Niederschlag hauptsächlich vom Boden und der Vegetation aufgenommen wird sowie verdunstet und nur wenig Wasser bis zu den Fliessgewässern gelangt. Die klimatologische Langfristprognose für die Bodenfeuchte bestätigt das Bild. Im ganzen Einzugsgebiet der Thur ist in den nächsten Wochen mit tiefen Werten zu rechnen. Aufgrund der Wetterentwicklung, der heute gemessen Abflusswerte in den Thurgauer Oberflächengewässer und unter Berücksichtigung der Jahreszeit sowie der Langfristprognosen wird das Trockenheitsrisiko wie folgt eingeschätzt (Klassen: gering, mittel, erheblich, gross)
– Für den West-Thurgau: erheblich
– Für das Murgeinzugsgebiet inklusive Lauchetal: erheblich
– Für den Ost-Thurgau: mittel
Aussichten für die nächsten 14 Tage: Ein Entnahmeverbot für alle Oberflächengewässer ist nicht auszuschliessen. Nicht betroffen von einem möglichen Entnahmeverbot sind aufgrund der heutigen Einschätzung die folgenden Ressourcen: der Bodensee (Untersee und Obersee), der Seerhein, der Rhein und die Grundwasservorkommen.
Die Landwirte, welche auf Bewässerungswasser angewiesen sind, bitten wir um schonende Nutzung der Gewässer. Es soll nur noch aus den grossen Gewässern Wasser entnommen werden. Bei Unklarheiten, ob eine Wasserentnahme noch möglich ist, können Sie uns anrufen, Telefon 058 345 51 51. Wenn möglich ausweichen auf Wasser ab Hydrant, vorausgesetzt, die Wasserversorgung hat ausreichende Kapazitäten und ist damit einverstanden.


Frauenfeld, 23. Juni 2014
Amt für Umwelt und Landwirtschaftsamt
Quelle: www.trockenheit.ch

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