Ausgabe Nummer 13 (2005)

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Erfolgreiche erste Freilandsaaten

Familienleben
 
Erfolgreiche erste Freilandsaaten
 
Zuerst muss ich korrigieren: In meinem letzten Artikel war von gekochten Nüssen zu lesen als Zutat zum Selleriesalat. Da sind natürlich gehackte Nüsse gemeint; der Fehler ist nicht von mir. Frau Zollinger von der biologischen Samengärtnerei hat mir geschrieben, sie habe den Eindruck, dass die ersten Saaten im Treibbeet Mühe hätten, so, als seien die Samen noch nicht bereit zum Keimen. Einen ähnlichen Zustand erlebte ich an mir selber! Nach dem langen Winter gabs eine abrupte Wende zum Frühling, und darauf waren wir, trotz längerem Sehnen nach Wärme und schneefreiem Land, so rasch nicht vorbereitet. Allzu sorglos machte ich zwei Ausflüge, dabei hätte ich doch gut im Garten hantieren können und sollen. Nun, es ist schon richtig, wenn wir für die ersten Saaten im Freiland warten, bis der Boden erwärmt und die Oberfläche abgetrocknet ist. Doch mit der Bodenbearbeitung kann der rascheren Erwärmung nachgeholfen werden. Die hergerichteten Beete werden sogleich mit Plastikfolie abgedeckt; diese fängt die Sonnenwärme auf, gibt sie an die Erde ab und vermindert nächtlichen Wärmeverlust. Es lohnt sich, Beete zum Säen sorgfältig vorzubereiten; in feinkrümeligem, abgesetztem und abgetrocknetem Boden verkürzt sich die kritische Zeit der Keimung. Die Saatrille wird gleichmässig tief gezogen und mit Brennesseljauche getränkt (Rest vom Herbst 1:20 verdünnt) oder mit Steinmehl eingestäubt. Gleichmässig dünn streuen wir die Samen von Peterli, Rüebli, Schwarzwurzeln, Pastinaken, Spinat, Schnitt- und Pflücksalat und stupfen Kefen und Auskernerbsen. Die feine Erd- oder Kompostschicht beim Zudecken beträgt zwei- bis dreimal den Querdurchschnitt des Samenkorns. Anklopfen bewirkt guten Bodenschluss. Das Abdecken mit Vlies oder feinem Pflanzenschutznetz begünstigt die gleichmässige Keimung. Wir freuen uns, wenn frisch grüne Reihen den Erfolg unserer Arbeit anzeigen!
Vielleicht interessiert uns der Einfluss kosmischer Kräfte auf die Pflanzen. Anhand eines Mondkalenders, zum Beispiel «Aussaattag nach Maria Thun» (Bioterra-Versand, Dubsstrasse 33, 8003 Zürich, zum Preis von 10 Franken/oder Bioläden) eignen wir uns die nötigen Kenntnisse an. Die kosmischen Einwirkungen setzen jedoch nicht die Grundregeln des Gartenbaus ausser Kraft. Der jahreszeitlich richtige Saattermin und die Witterung spielen die Hauptrolle beim Aussäen ins Freiland und für das Gedeihen der Pflanzen. Erst in einem lebendigen, humusreichen Boden kommen die kosmischen Einflüsse überhaupt zur Geltung.
Wollen wir in die Zukunft schauen und den Jahreslauf im Voraus erkennen? Die vergangenen drei Tage haben uns die Witterung angezeigt:
Wie der 29. März, so ist der Frühling
Wie der 30. März, so ist der Sommer
Wie der 31. März, so ist der Herbst
Beurteilen wir selbst, ob wir ein gutes Gartenjahr vor uns haben!

gk
 
 
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