Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
5. Oktober 2018


Erfrischender Werbeauftritt weiss zu gefallen

Ausgabe Nummer 13 (2017)

Der neue Marketingauftritt für Thurgauer Beeren kam bei den Beerenanbietern und Konsumenten sehr gut an, war an der Jahresversammlung der thurgauischen Beerenpflanzer in Sulgen zu erfahren. Auch im laufenden Jahr sind wirkungsvolle Aktionen geplant.

In seinem Jahresbericht sprach Philipp Engel, Präsident Vereinigung thurgauischer Beerenpflanzer, von teilweise schwierigen Wetterverhältnissen. Er sprach von tiefen Temperaturen, die grosse Anstrengungen auslösten, dass die Kulturen keine Frostschäden erlitten. Die Beerenpflanzer hatten auch mit starken Niederschlägen zu kämpfen. Zu guter Letzt kam der «Kassensturz» mit einer Studie von Greenpeace über die Erdbeeren, wo den Beerenbauern vorgeworfen wurde, dass sie zu viele Pflanzenschutzmittel verwenden. Der Schweizer Obstverband (SOV) reagierte umgehend und betonte in einer Pressemeldung, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten und die vom Grosshandel geforderten Vorschriften erfüllt werden. Wie Philipp Engel weiter ausführte wurde das Wetter nach der Haupternte stabiler, und das Ende der Hauptsaison konnte im Trockenen beendet werden.

Grosser Druck durch Kirschessigfliege
Die grossen Niederschläge betrafen die Strauchbeerenkulturen weniger. Durch die moderaten Temperaturen konnten die Himbeeren ihr Potenzial voll ausschöpfen. Bei Brombeeren und Johannisbeeren waren die Erntemengen ähnlich wie in den anderen Jahren. Bei den Heidelbeeren blieben die Erntemengen unter den Erwartungen. Bei den Mini-Kiwi war die Befürchtung gross, dass der Frost im April empfindliche Schäden hinterlassen hatte. Deshalb wurde die Ernteschätzung nach unten korrigiert. Effektiv wurde dann aber sehr viel mehr geerntet, was die Vermarktung erschwerte.
«Durch die feuchten und moderaten Temperaturen erhöhte sich der Druck der Kirschessigfliege stark. Anfang Juli stiegen die Fangzahlen drastisch an. Es brauchte enorme Anstrengungen die Kulturen zu schützen und man durfte sich nicht nur auf eine Massnahme festlegen. Viele Betriebe arbeiteten mit Netzen, aber auch mit gezieltem Pflanzenschutz oder mit Kalk. Wichtig war aber auch die Feldhygiene, damit sich keine Populationen aufbauen konnten », erinnert sich Philipp Engel.

Gezielte Werbestrategie für Thurgauer Beeren
Peter Knup, Obmann Erdbeeren und Verantwortlicher für das Marketing der Vereinigung thurgauischer Beerenpflanzer, erklärte, dass der neue Marktauftritt im Berichtsjahr definitiv vollzogen wurde und bei den Konsumenten gut ankomme. Den Start bildete eine grössere Vorernteversammlung. Für das laufende Jahr sind fünf bis zehn Promotionen in der Migros Zürich geplant. Auch die erfolgreichen Redaktionsbesuche werden wieder durchgeführt. Der neue Marktauftritt komme bei Migros, Coop und weiteren Anbietern ebenfalls sehr gut an. Erwin Sommer, Marketing, Werbung, Promotions, PR für die Thurgauer Land- und Ernährungswirtschaft, konnte Kontakte zur Zeitschrift Betty Bossi knüpfen, wo auch über Thurgauer Beeren berichtet werden soll. Auch bei Tele Top sollen in diesem Jahr wieder Thurgauer Beeren ein Thema sein.
Die Thurgauer Beeren stehen laut Peter Knups Aussagen vielfach auch in Konkurrenz zu den Aktivitäten der Migros «Aus der Region. Für die Region», und von Coop «Miini Region», was nicht immer einfach sei. Erfreuliches konnte auch Martina Kägi-Stucki, Sekretärin und Kassiererin, berichten.
Der Unternehmenserfolg der Beerenpflanzer betrug im vergangen Jahr 19 020.– Franken.


Mario Tosato










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