Ausgabe Nummer 42 (2003)

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Erleichterungen in Sichtweite

Ausländische Arbeitskräfte im Jahr 2004
 

Erleichterungen in Sichtweite

 
An der Sitzung vom 3. Oktober des Schweizerischen Bauernverbandes, der Kantonalen Bauernverbände und Vertreter der Kantone sind einige Änderungen im Zusammenhang mit den Bewilligungen von ausländischen Arbeitskräften bekannt gegeben worden. Der Minimallohn für Arbeitskräfte aus EU-Staaten beträgt für das kommende Jahr 2900 Franken (bisher 2875 Franken). Bis zum 31. Mai 2004 gelten nach wie vor der Inländervorrang und eine Bewilligungspflicht für Arbeitnehmer aus EU-Staaten. Das heisst eine Bewilligung für eine EU-Arbeitskraft wird nur erteilt, wenn der Betrieb nachweisen kann, dass er in der Schweiz niemand gefunden hat, der für diese Stelle geeignet ist. Ab dem 1. Juni 2004 fällt die Kontrolle der Arbeits- und Lohnbedingungen weg, ebenso der Inländervorrang. Die bisherige Regelung wird durch flankierende Massnahmen im Bereich Missbrauch der Lohn- und Arbeitsbedingungen abgelöst.
Es ist weiterhin nicht möglich, Arbeitskräfte aus Nicht-EU Staaten zur rekrutieren. Der Bauernverband konnte allerdings eine Sonderregelung für das Jahr 2004 erreichen. Praktikanten aus Staaten, die im Jahr 2004 der EU beitreten (Malta, Polen, Slowakei, Estland, Tschechien, Lettland, Litauen, Slowenien, Ungarn und Zypern), welche im Jahr 2003 ein viermonatiges Praktikum auf einem Landwirtschaftsbetrieb absolviert haben, können dieses im Jahr 2004 auf dem gleichen Betrieb für maximal vier Monate wiederholen. Für diese speziellen Praktika gelten die Minimallöhne für EU-Arbeitskräfte. Wie diese Bewilligungen abgewickelt werden, ist zurzeit noch nicht bekannt und muss noch mit den Behörden abgesprochen werden. Die Praktikantenprogramme können wie bisher weitergeführt werden. Das heisst, es ist weiterhin möglich, ein Praktikum von 4 Monaten über ein anerkanntes Programm der Bauernverbände zu absolvieren. Anfang November wird im Thurgauer Bauer darüber informiert, wie das Rekrutierungs- und Bewilligungsverfahren abzulaufen hat. Informationen zum Programm des schweizerischen Bauernverbandes erteilt die Agroimpuls in Brugg. (avg)
 
 
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