Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
6. Juli 2018


Ernährung und Rezepte: Allerlei mit Ei

Ausgabe Nummer 12 (2016)

Ob roh in Shakes, 3 Minuten gegart, verloren, wachsweich, hartgekocht oder gebraten, das Ei ist ein wichtiger Begleiter in unserer traditionellen Küche. Getrennt in Eigelb und Eiweiss übernimmt das Ei wichtige Funktionen. Roh in der Mayonnaise, beim Erhitzen zum Binden von Crèmen und zum Stabilisieren von Gebäcken. Bei der Aufwertung von Resten zu Gratin und in kalter Form beim Zubereiten von Glace.

Rund ums Ei
Haben Sie gewusst, dass:
Das Eidotter 33 % (1⁄3) das Eiweiss 57 % (2⁄3) und die Schale 10 % des Gewichts ausmacht.
Ein Ei mit seinem hochwertigen Protein den Eiweiss- Tagesbedarf eines Erwachsenen zu 15 % deckt.
Der Eierkonsum eines Schweizers im Durchschnitt bei 190 Eiern pro Jahr liegt.
Ein Huhn etwa 300 Eier produziert.
Die Schale eines Eis hat 10 000 Poren, darum die Eier getrennt von stark riechenden Lebensmitteln aufbewahren.
Ganz frische, hart gekochte Eier lösen sich schlecht von der Schale.
Eiweiss lässt sich zugedeckt 10 Tage im Kühlschrank lagern. Ganze Eigelbe sorgfältig mit Wasser bedeckt 2 Tage. Eier sind lange haltbar, bis zu 20 Tagen alte Eier gelten als Frischeier.

Verwendung in der Küche
Eier finden bereits zum Frühstück ihre Liebhaber, in verschiedenen Garstufen und in Verbindung mit gebratenem Speck oder Schinken.
Mit der Ergänzung von Eiern lassen sich praktisch alle Lebensmittel zu attraktiven Gerichten ergänzen. Ei in der Suppe als Eierstich. Resten von Stärkeprodukten, Gemüse und Fleisch lassen sich zu schmackhaften Aufläufen verwandeln. Hartgekochte Eierscheiben ergeben eine tolle Garnitur auf Salat, Broccoli oder belegten Broten. Auch eingepackt im Hackfleisch oder einer anderen Mischung sorgen sie für einen Aha-Effekt beim Aufschneiden.
Eier sind zum Backen und Kochen fast unersetzbar, denken wir an Kuchen, Omeletten, Knöpfli, Teigwaren und so weiter. Eiweiss zu Schnee geschlagen sorgt für Luftigkeit. Am Effizientesten mit Salz steif schlagen, ergibt schnelleren und feinporigeren Eischnee.
Wird Eischnee für Süssspeisen benötigt, dem geschlagenen Eiweiss einen Teil des benötigten Zuckers unterrühren, so wird der Eischnee noch stabiler (Meringueage). Zum Beispiel für Sabayon, Mousse oder Soufflés.
Zu Eiern passen viele Gewürze und Kräuter, so lassen sich geschmacklich unterschiedliche Ei-Varianten erzielen.
Eier können getrennt in Eiweiss und Eigelb 3 Monate tiefgekühlt werden. Oder die ganzen Eier verquirlen und einfrieren. Traditionell setzten wir das Ei alljährlich als buntes Osterei in verschiedenen Aufmachungen ein. So dient es uns als Fruchtbarkeitssymbol.

Tipp: Ob ein Ei frisch oder älter ist, lässt sich mit einem Glas Salzwasser feststellen: Bleibt das Ei auf dem Boden, ist es frisch, verharrt es in der Schwebe, kann es noch verbraucht werden und wenn es obenauf schwimmen würde, wäre es definitiv verdorben.


Hüttenkäse-Eiertatar

Zutaten
3 hartgekochte Eier
150 g Hüttenkäse
wenig Senf
etwas Mayonnaise
1 Knoblauchzehe
1 Bund Schnitt- oder Bärlauch
Salz, Pfeffer

als Ergänzung
Fleischtranchen
Salatblätter
Gemüsestängeli

Zubereitung
Die erkalteten Eier schälen und zwei mal im Eierschneider schneiden, so dass kleine Stäbchen entstehen. Falls der Hüttenkäse viel Flüssigkeit enthält, diese abgiessen. Nun die Eiermit dem Hüttenkäse, Senf, Mayonnaise, gepresstem Knoblauch und feingeschnittenen Schnittlauch, Salz und Pfeffer zu einer streichfähigen Masse verrühren.
Zu verwenden als Brotaufstrich, zum Füllen von Broten, ergänzt mit kalten Fleischtranchen, Salatblättern oder Gemüsestängeli.


Ei-Hälften in Schinken-Rahmsauce

Zutaten
200 g Schinkentranchen
1 Zwiebel
Bratbutter
2 Esslöffel Mehl
1 Teelöffel Paprika
1 Teelöffel Kräutersalz
etwas Bouillonpaste
2 dl Wasser
2,5 dl Rahm
1 Bund Schnittlauch
ca. 6 hartgekochte Eier

Zubereitung
Den Schinken in kleine Würfeli schneiden. Die Zwiebel fein hacken und beides in der Bratbutter anbraten. Das Mehl breit darüber streuen, mit Paprika, Kräutersalz und Bouillonpaste würzen, mit Wasser ablöschen, kurz auf- und etwas einkochen lassen. Schnittlauch in Röllchen schneiden, mit dem Rahm beigeben, die geschälten Eihälften vorsichtig in die Sauce legen, erhitzen, abschmecken und zu einem Kartoffelgericht oder Teigwaren servieren.


BBZ Arenenberg,
Hauswirtschaft und Familie,
Rita Höpli



Zutaten für Hüttenkäse-Eiertartar. (rh)


Hüttenkäse-Eiertartar als Brotbelag. (rh)


Schinkenrahmsauce in der Pfanne. (rh)


Ei in Schinkenrahmsauce österlich angerichtet. (rh)

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