Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


Ernährung und Rezepte: Brät - preiswert und vielfältig

Ausgabe Nummer 16 (2018)

Mit dem preisgünstigen Brät lassen sich nicht nur Brätkügeli oder Fleischkäse aus dem Ofen zubereiten sondern eine Vielfalt an Gerichten.

Abwechslungsreiches Brät
Wird ein eigenes Kalb geschlachtet, so werden aus den Reststücken oft auch Brät, Fleischkäse zum Backen oder Bratwürste zubereitet. Brät lässt sich ausgesprochen vielseitig verwenden.
Das Brät kann mit verschiedenen Gewürzen oder Kräutern, mit Gemüse oder Nüssen gemischt und so dem individuellen Geschmack angepasst, weiter verarbeitet werden. Brät ermöglicht es uns, eine preiswerte, aber leckere Mahlzeit auf den Tisch zu bringen. Das nachstehende Rezept der Brätschnitten ist zudem ausgesprochen schnell zubereitet.
Während weisses Brät normal gesalzen wird, wird Fleischkäsebrät mit Nitritsalz gewürzt, was ihm die rötliche Farbe verleiht.
Aufbewahrung: Da Brät schnell verdirbt, sollte es immer gut gekühlt und höchstens zwei Tage auf- bewahrt werden. Selbstverständlich kann es auch tiefgekühlt und danach im Kühlschrank aufgetaut werden.


Brätschnitten

Zutaten
8 kleinere Scheiben Brot
eventuell wenig Weisswein
eventuell wenig Senf
400 g Brät
2 Esslöffel Weisswein
1 bis 2 Zehen Knoblauch
1 Büschel Schnittlauch
1 Büschel Petersilie
Pfeffer, Paprika

Zubereitung
Brotscheiben auf ein mit Blechpapier belegtes Brot legen. Brot nach Belieben mit wenig Weisswein beträufeln und mit wenig Senf bestreichen. Brät in eine Schüssel geben, Weisswein zugeben, Knoblauch dazupressen. Schnittlauch und Petersilie sehr fein schneiden, zugeben, würzen und gut mischen. Brätmasse auf die Brotscheiben verteilen und mit einem nassen Messer bergartig bis in die Ecken verstreichen, mit wenig Paprika bestreuen. Im Ofen: 200 °C, Ofenmitte, 15 bis 20 Minuten backen.

Tipp: Das Rezept eignet sich gut zur Verwertung von altem Brot, dann aber Brotscheiben unbedingt anfeuchten, anstelle von Weisswein kann auch Milch verwendet werden.
Mit Salat serviert ein ideales, schnell zubereitetes und preiswertes Essen.


Brätweggen

Zutaten
Hefeteig
250 g Mehl
3⁄4 Kaffeelöffel Salz
10 g Hefe
11⁄2 dl Milchwasser
1 Esslöffel Rapsöl

Füllung
10 Scheiben Bratspeck
400 bis 500 g Brät
1 bis 2 Esslöffel Weisswein
wenig Butter
1 Zwiebel
100 g Rüebli
100 g Sellerie
100 g Lauch
Pfeffer, Paprika, eventuell Salz
wenig Ei, verklopft, oder Kaffeerahm

Zubereitung
Mehl in die Schüssel geben mit einer Vertiefung in der Mitte, Salz darüberstreuen. Hefe mit Milchwasser auflösen, zugeben, Öl zugeben. Teig zusammenfügen und tüchtig kneten bis er glatt und geschmeidig ist. An der Wärme aufs Doppelte gehen lassen.
Für die Füllung Brät in eine Schüssel geben, Weisswein zufügen.
Butter erwärmen, Zwiebel schälen, fein schneiden. Rüebli und Sellerie schälen, mit der Bircherraffel reiben, Lauch sehr fein schneiden. Alle Gemüse zur Butter geben und gut andämpfen, auskühlen lassen. Zum Brät mischen.
Teig zu einem Quadrat ca. 40 x 40 cm auswallen. Allenfalls wenig Teig abschneiden für die Garnitur. Die Bratspeckscheiben dicht aneinander auf die eine Hälfte des Teiges legen, Ränder freilassen. Die Brätmasse darauf verteilen, Ränder einschlagen, mit Wasser befeuchten, zweite Teighälfte darüber klappen und gut andrücken.
Nach Belieben mit ausgestochenen Teigförmli verzieren und mit einer Gabel gut einstechen. Weggen mit Ei oder Kaffeerahm bestreichen.
In Ofen: 220 °C, untere Ofenmitte, 25 bis 30 Minuten.

Tipp: Gemüse je nach Jahreszeit variieren.


BBZ Arenenberg
Vreni Peter



Brätschnitten vorbereiten. (vp)


Brätschnitten mit Frühlingssalat. (vp)


Vorbereitete Zutaten für den Brätweggen. (vp)


Vorbereiteter Brätweggen (vp)


Brätweggen vor dem Backen. (vp)


Brätweggen fertig aus dem Ofen. (vp)

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