Ausgabe Nummer 45 (2007)

zurück zur Übersicht

Ernährung und Rezepte: Brainfood – Nahrung fürs Hirn

Wer erfolgreich sein will, muss körperlich und geistig fit sein und auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren. Sportler haben schon lange entdeckt, dass ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Leistungsfähigkeit besteht und befolgen genaue Menüpläne. Was aber essen jene, die hauptsächlich am Schreibtisch oder Computer konzentriert arbeiten müssen? Gibt es eine spezielle Ernährung für Schüler, Studenten, Büroarbeiter oder Manager? Die Antwort lautet ja, nämlich Brainfood oder zu Deutsch Gehirnnahrung.

Gehirnnahrung
Gehirnnahrung ist einfach gesagt eine ausgewogene, vollwertige Mischkost. Das heisst, genügend Stärkeprodukte für die Energieversorgung des Gehirns, Eiweisse für das Gedächtnis und den Informationsfluss, Fette als Schmiermittel für die Datenübertragung sowie verschiedene Mineralstoffe und Vitamine.

Kohlenhydrate gegen Stress
Brainfood sollte kontinuierlich viel Energie liefern, möglichst nährstoffreich und leicht verdaulich sein. So bleiben wir über längere Zeit physisch und mental fit. Zu den wichtigsten Nährstoffen zählen sicher die Kohlenhydrate, denn sie versorgen das Gehirn mit Traubenzucker, sogenannter schneller Energie. Von Vorteil sind komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten (zum Beispiel Müesli, Brot, Teigwaren, Reis).

«Studentenfutter» – nicht nur für Studenten
Eine ideale Brainfood-Zwischenverpflegung ist «Studentenfutter». Auf Grund seiner Zusammensetzung aus Nüssen und Dörrfrüchten gilt dieser Knabberimbiss als effizienter Kraft- und Energiespender fürs Gehirn und für die Nerven. Trockenobst versorgt bei Müdigkeitserscheinungen unser Gehirn mit schneller, leicht verdaulicher Energie, die Nüsse wirken positiv auf das Nervensystem. Dies ist vor allem den reichlich vorhandenen B-Vitaminen zu verdanken. Ausserdem liefern Nüsse wertvolle Fettsäuren und zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente. Der hohe Eiweissgehalt ist ebenfalls zu beachten. Von den Inhaltsstoffen her besonders wertvoll ist die Baumnuss. Sie ist bei uns heimisch und schmeckt köstlich als Zutat in verschiedenen Gebäcken und Naschereien.

Baumnussbrot

Zutaten
250 g Grahammehl
250 g Ruchmehl
10 g Salz
10 g Hefe
1?2 TL Zucker
3,5 dl Wasser oder Milchwasser
100 g Baumnusskerne, grob gehackt

Zubereitung
Für den Teig beide Mehlsorten, Salz, Hefe und Zucker mischen. Die Flüssigkeit zugeben und zu einem elastischen Brotteig kneten. Den Teig flach drücken, Baumnusskerne darauf geben, einarbeiten und den Teig zusammenfügen. Um das Doppelte aufgehen lassen. Den Teig halbieren und zu zwei schönen runden Broten formen. Nochmals gehen lassen.

Backen
Bei 220 Grad Celsius 30 bis 35 Minuten.
Tipp: Die Brote können nach dem Formen auch in den kalten Ofen geschoben werden. Die Backzeit verlängert sich um zirka fünf Minuten. Das gebackene Brot immer auf einem Gitter auskühlen lassen.

Baumnussknöpfli

Zutaten
350 g Dinkelmehl
75 g Baumnüsse, gehackt
11?2 TL Salz
2 dl Milch
3 bis 4 Eier
1 EL Baumnussöl

Zubereitung
Mehl in Schüssel geben, Salz beifügen. Eier, Milch und Öl im Massbecher gut mischen. Mehl mit der Flüssigkeit von der Mitte aus anrühren. Teig klopfen, bis er glatt ist und Blasen wirft. Baumnüsse darunter rühren. Zugedeckt bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen. Zwei Liter Wasser aufkochen. Mit einem Esslöffel Salz würzen. Den Teig portionenweise durch das Knöpflisieb streichen, garen bis die Knöpfli an die Oberfläche steigen, mit der Schaumkelle herausnehmen, gut abtropfen lassen, auf eine vorgewärmte Platte anrichten und wenig Butter dazu geben.

BBZ Arenenberg, Melanie Müller/Bea Dintheer


Baumnüsse liefern wertvolle Nährstoffe,
unter anderem wichtige Fettsäuren und
Vitamine. (Bild: Urs Müller)
Baumnüsse liefern wertvolle Nährstoffe, unter anderem wichtige Fettsäuren und Vitamine. (Bild: Urs Müller)