Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
14. September 2018


Ernährung und Rezepte: Bratkügeli - abwechslungsreich im Alltag

Ausgabe Nummer 6 (2015)

Brätkügeli sind bei vielen Kindern beliebt und können vielfältig auf den Tisch gebracht werden.

Vielfältiges Brät
Wird ein eigenes Kalb geschlachtet, so werden aus den Reststücken oft auch Brät, Fleischkäse zum Backen oder Bratwürste zubereitet. Brät lässt sich ausgesprochen vielseitig verwenden, neben den klassischen Brätkügeli an weisser, brauner oder Currysauce, lassen sich die Brätkügeli auch zu abwechslungsreichen Gerichten verarbeiten. Eines der tradionellsten Gerichte mit Brätkügeli zubereitet ist die Luzerner Kügelipastete.
Brätkügeli werden in der Regel auch von Kindern ausgesprochen gerne gegessen.
Das Brät kann mit verschiedenen Gewürzen oder Kräutern, mit Nüssen oder Gemüse gemischt und so dem individuellen Geschmack angepasst und weiter verarbeitet werden. Brät ermöglicht es uns, eine preiswerte, aber leckere Mahlzeit auf den Tisch zu bringen.
Während weisses Brät normal gesalzen wird, wird Fleischkäsebrät mit Nitritsalz gewürzt, was ihm die rötliche Farbe verleiht.

Aufbewahrung
Da Brät schnell verdirbt, sollte es immer gut gekühlt und höchstens zwei Tage aufbewahrt werden. Selbstverständlich kann es auch tiefgekühlt und danach im Kühlschrank aufgetaut werden.
Tipp: Brätkügeli können einfach mit einem Dressiersack (Spritzsack) oder einem festen Plastiksack hergestellt werden. Den Spritzsack oder Plastiksack kalt ausspülen und zum Einfüllen des Brätes in ein Litermass stellen, Brät mit einer Schere oder einem Messer direkt in die Bouillon oder das gesalzene Wasser abschneiden.


Brätkügeligulasch

Zutaten
1 l Bouillon
400 bis 500 g Kalbsbrät
1 EL Bratbutter
Brätkügeli
1 bis 2 Zwiebeln, gehackt
400 g Rüebli, Würfeli
500 g Kartoffeln, festkochend, Würfel
2 EL Mehl
1 EL Paprika
1 dl Weisswein
6 bis 8 dl Bouillon
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer, Paprika
100 g Greyerzer oder Bergkäse

Zubereitung
Bouillon aufkochen, Brät in einen ausgespülten Dressiersack einfüllen, mit der Schere oder dem Messer Kügeli direkt in die Bouillon abschneiden, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Brätkügeli herausnehmen, Bouillon eventuell absieben, anschliessend weiter verwenden.
Bratbutter erhitzen, die Brätkügeli kurz anbraten, herausnehmen. Gehackte Zwiebel, Rüebliwürfeli und Kartoffelwürfel andämpfen, Mehl und Paprika darüberstreuen, kurz mitdünsten. Mit Weisswein ablöschen und einkochen, Bouillon zufügen, Gemüse und Kartoffeln sollten knapp bedeckt sein, mit Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Brätkügeli wieder zufügen, Gulasch zirka 25 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln und Rüebli weich sind. Lorbeerblatt entfernen. Käse darüberraffeln und mischen, abschmecken. Nach Belieben den geriebenen Käse dazu servieren, statt darunter zu mischen.
Tipp: Schneller geht es mit fertig gekauften Brätkügeli.


Brätkügeligratin

Zutaten
2 l Bouillon
400 bis 500 g Brät
250 g Teigwaren, zum Beispiel Krawättli, Müscheli
250 g Rüebli, Scheibchen
200 g Sellerie, Würfeli
250 g Lauch, Ringli
Brätkügeli

Guss
1 ½ dl Bouillon
1 Saucenrahm
Salz, Pfeffer
100 g Käse, gerieben

Zubereitung
Bouillon aufkochen, Brät in einen kalt ausgespülten Dressiersack füllen, Kügeli direkt in die Bouillon abschneiden, 5 bis10 Minuten ziehen lassen, herausnehmen.
Krawättli in der Bouillon al dente kochen, geschnittene Rüebli, Sellerie, während den letzten 3 bis 5 Minuten mitkochen, Lauch in der letzten Minute mitkochen, alles zusammen abgiessen, 1½ dl Bouillon für den Guss beiseite stellen. Brätkügeli mit den Teigwaren und dem Gemüse mischen, in eine eingebutterte Gratinform füllen. Mit Bouillon, Saucenrahm und Gewürzen einen Guss herstellen, über den Gratin giessen. Gratin mit geriebenem Käse bestreuen.
Überbacken: 220 °C, Ofenmitte, 20 bis 30 Minuten.
Tipp: Gemüse lässt sich je nach Jahreszeit beliebig variieren, auch Tiefkühlgemüse lässt sich sehr gut verwenden. Der Gratin lässt sich auch mit einem Eierguss oder mit weisser Sauce überbacken.


BBZ Arenenberg,
Vreni Peter



Brät in den Spritzsack einfüllen. (vp)


Brätkügeli zubereiten. (vp)


Brätkügeli anbraten. (vp)


Zwiebeln, Rüebli, Kartoffeln andämpfen. (vp)


Brätkügeligulasch am Köcheln. (vp)


Brätkügeligulasch - en Guetä. (zVg)


Vorbereitetes Gemüse für Gratin. (vp)


Vorbereitetes Brätkügeligratin. (vp)


Brätkügeligratin, überbacken. (vp)

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