Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
16. Oktober 2020


Ernährung und Rezepte: Der Apfel - der Vielseitige

Ausgabe Nummer 41 (2020)

Der Apfel gilt als König der Früchte. Seine Verwendung ist vielfältig: Der Apfel ist Lebensmittel, ein Apfelbaum ist Lebensraum, prägt unsere Landschaft und nicht zuletzt erscheint der Apfel auch in der Sprache und in Geschichten. Weltweit gibt es schätzungsweise über 30 000 Apfelsorten, allein aus der Schweiz sind über 1400 bekannt. Sie unterscheiden sich in Geschmack und Aussehen, aber auch im Reifezeitpunkt und der Lagerfähigkeit.


Biskuit-Apfelkuchen Arenenberg

Zutaten
300 g Butter
300 g Zucker
300 g Weissmehl
7,5 g Backpulver
330 g Eier (ca. 6 Stk.)
800 g Apfelschnitze
½ Zitrone, abger. Schale

Zubereitung
Eine Springform mit 28 cm Ø ausfetten oder mit Blechreinpapier auskleiden und bereitstellen. Butter mit dem Zucker mit hoher Geschwindigkeit rühren, bis sich Spitzen bilden (Achtung: Bei zu langem Rühren wird die Masse wieder flüssig). Eier beigeben und rühren, bis die Masse hell ist, Zitronenschale dazugeben, Mehl und Backpulver langsam darunterziehen. Den Teig in die Form abfüllen und mit den Apfelschnitzen belegen.
Backen: Bei 175 Grad etwa 50 Minuten backen, bis der Kuchen schön braun ist.
Tipp: Es können auch andere saisonale Früchte verwendet werden.


Apfel-Peperoni-Gulasch

Zutaten für 4 Personen
1 kleine Zwiebel
3 Peperoni rot/gelb/grün
3 kleine Äpfel
20 g Butter
1 Knoblauchzehe, durchpresst
1 TL Bienenhonig
2 TL Paprika edel-süss
Salz, Pfeffer aus der Mühle
½ dl Apfel-Balsamico
1 dl Müller-Thurgau (Weisswein)
2 dl Vollrahm
Schnittlauch zum Ausgarnieren

Zubereitung
Zwiebeln schälen und achteln. Peperoni waschen und in gleichmässige Längsstreifen schneiden. Die Äpfel schälen und das Kerngehäuse entfernen, in Schnitze schneiden. Die Butter in einer Chromstahlpfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Peperoni beifügen und mitdünsten. Nach fünf Minuten Bienenhonig, Paprika und Apfelschnitze beifügen. Mit Salz und Pfeffer nach Belieben würzen und mit Apfel-Balsamico und Weisswein ablöschen. Aufkochen, etwas einreduzieren und mit Rahm zur gewünschten Konsistenz einkochen. Mit Schnittlauch bestreuen.
Als Beilage passen Quarkspätzli, Kartoffelstock oder Trockenreis.
Tipp: Am besten eignen sich Äpfel der Sorte Boskop oder Glockenäpfel.


Thurgauer Süssmost-Crème

Zutaten für 10 Personen
125 g Zucker
5 dl Süssmost
50 g Maizena
250 g Vollrahm

Zubereitung
Zucker in einer Chromstahlpfanne karamellisieren. Pfanne vom Herd ziehen und etwas auskühlen lassen. Den Karamellzucker mit 4 dl Süssmost ablöschen und Pfanne wieder auf den Herd stellen. Auf dem Feuer lassen, bis sich der Karamell aufgelöst hat. Maizena mit dem übrig gebliebenen Süssmost anrühren. Die Mischung unter stetigem Rühren mithilfe eines Schneebesens einrühren und das Ganze aufkochen. Die abgebundene Masse in eine Schüssel leeren und mit einer Folie oder mit einem Deckel abdecken und kühl stellen. Sobald die Masse ganz kalt ist, den flüssigen Vollrahm dazugeben und am besten mit einem Rührgerät bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen, bis sich eine schöne Crème bildet.
In Gläser oder Schalen abfüllen. Mit fein geschnittenen Apfelschnitzen, Pfefferminzblättern und einer Rosette Rahm ausgarnieren.
Tipp: Dieses Dessert eignet sich sehr gut für Personen mit einer Glutenintoleranz.


Text und Bilder:
Roland Höhener, BBZ Arenenberg, Betriebsküche







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