Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Ernährung und Rezepte: Erntedank mit einem Brunch

Ausgabe Nummer 38 (2017)

Herbstzeit ist Erntezeit und gerade dieses Jahr sind wir dankbar für jene Ernte, die etwas Ertrag gebracht hat. Die Kälte im Frühjahr und die schweren Gewitter im Sommer haben vielen Kulturen sehr geschadet. Trotzdem oder genau darum feiern wir Erntedank-Feste und besinnen uns in Dankbarkeit auf die geschenkten Gaben.

Brunch als Dankeschön für die Ernte
Das Wort Brunch setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen Breakfest heisst Frühstück und Lunch heisst Mittagessen. Also bedeutet Brunch ein ausgedehntes Frühstück inklusive Mittagessen. Dabei können viele Erzeugnisse aus der Landwirtschaft eingesetzt werden. Der Brunch besteht aus einem Buffet, welches mit verschiedenen Gerichten bestückt ist. Das Angebot umfasst pikante und süsse Varianten, sodass es für jedermann/frau etwas passendes dabei hat. Beim «Brunchen» können wir uns richtig viel Zeit lassen und uns immer wieder neu am Buffet bedienen.


Zusammensetzung eines Brunchs

Reiche Auswahl an Gebäcken: Brote aus verschiedenen Mehlsorten, Brötli, Gipfeli, Zopf, gefüllte Gebäcke.
Käse in Form einer Käseplatte mit unterschiedlichen Sorten und Dekorationen wie Nüssen, Trauben, Radieschen, Tomaten und mehr.
Fleisch als Aufschnitt-Platte, mit Schinken, Trockenfleisch oder Wurstspezialitäten und Garnituren wie Essiggurken, Tomaten, Eier, Kräuter ...
Eier in verschiedenen Konsistenten als 3-Minuten- Ei, Rührei oder Spiegelei.
Brot-Aufstriche: Nicht nur Butter und Konfitüre oder Honig sondern auch Frischkäse mit Kräutern, oder aromatisierter Quark sind willkommen.
Birchemüesli mit frischen Früchten sind ein beliebtes Gericht und je nach Zusammensetzung variabel.
Milchprodukte wie Jogurt oder Quark als eiserne Reserve.
Desserts in Form von Früchte-Kuchen, Blechkuchen, Cake, Kleingebäck wie Bretzeli, Waffeln, Brownis, Schnecken, Crèmen, Mousse, weitere Ideen ohne Einschränkung.
Getränke: Milch, warm und kalt mit Zusätzen wie Ovomaltine oder Schokoladepulver, Kaffee, Tee, Süssmost, Mineralwasser, Wasser.

Brunch-Genuss ohne Stress
Damit am Morgen keine Hektik entsteht, kann eine Checkliste mit den verschiedenen Vorbereitungen erstellt werden. Aufgaben können auch an verschiedene Familienmitglieder delegiert werden. Oder jeder Gast leistet seinen Beitrag, indem er etwas fürs Buffet beisteuert. So lässt sich prima Ernte-Dank feiern.

Vorbereitungen, die im Vorfeld erledigt werden können:
– Kuchen und Brot backen und tiefkühlen
– Käse- und eventuell Fleischplatte bestellen
– Tisch(e) und Buffet vorbereiten und decken
– Desserts vorbereiten und kühl stellen
– für ganz frisches Brot, kann der Teig am Vorabend geknetet werden
   und Brote und Zöpfe müssen am Morgen nur noch geformt und
   gebacken werden.
– Brotaufstriche können in Portionen abgefüllt und zugedeckt im
   Kühlschrank aufbewahrt werden.

Tipp: Um die reiche Palette unserer Ernte aufzutischen, eignet sich ein Brunch-Buffet ausgezeichnet. Viele Nahrungsmittel die auf dem Hof vorhanden sind, können bei den angebotenen Gerichten einbezogen werden. So entstehen aus Milch Shakes mit gemixten Früchten oder eine Crème. Mit Brot- und Käsewürfeln gibt es zusammen mit Traubenbeeren oder Obststücken feine Spiessli. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf.


Brot und Brötli

Zutaten
20 g Hefe
1⁄2 Teelöffel Zucker
1 dl lauwarmes Wasser
700 g Halbweissmehl
300 g Ruchmehl
20 g Salz
5 bis 6 dl Wasser oder halb Milch halb Wasser
circa 60 g Vollkornmehl oder 5 Esslöffel gehackte Nüsse

Zubereitung
Hefe, Zucker und warmes Wasser verrühren. Die verschiedenen Mehlsorten oder andere Mehle und Salz vermischen. Einen Teil der Flüssigkeit in eine Knetschüssel leeren, Mehl und anschliessend die aufgelöste Hefe dazugeben, alles mischen und von Hand oder mit der Maschine unter Beigabe der restlichen Flüssigkeit zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ums Doppelte aufgehen lassen. Nachher 1⁄3 des Teiges auf einem Blechreinpapier 1,5 cm dick auswallen, mit der Teigkarte in gleichmässige Stücke trennen und mit etwas Abstand auf dem Blechreinpapier verteilen, nochmals 15 Minuten gehen lassen und im vorgeheizten Ofen bei 210 °C circa 20 Minuten backen. 1⁄3 Teig aussen gut mit Wasser benetzen, mit Vollkornmehl oder Nüssen bestreuen, aufrollen, zu zwei Broten formen und nochmals 20 Minuten aufgehen lassen.
Backen: Im vorgeheizten Ofen 10 Minuten bei 220 °C, dann bei 200 °C weitere 20 bis 25 Minuten je nach Dicke der Brote. Aus dem restlichen Teigdrittel stellen wir ein gefülltes Hefegebäck her. So haben wir verschiedene Brotgebäcke aus einem Teig. Für eine grosse Gästeschar muss die Teigmenge natürlich erhöht werden.


Süsse Rüebli-Schnäggli

Zutaten
1⁄3 Hefeteig aufgegangen
100 g Rüebli
4 Esslöffel Mandeln gemahlen
3 Esslöffel Zucker
1 Esslöffel Vanillezucker
3 bis 4 Esslöffel Crème fraîche

Zubereitung
Rüebli an der Bircher-Raffel fein raffeln, mit Mandeln, Zucker und Vanillezucker mischen. Mit Crème fraîche zu einer streichfähigen Masse vermischen. Den Teig zu einem langen eher schmalen Rechteck auswallen. Mit der Rüebli-Masse bestreichen, von einer Längsseite her locker aufrollen und in 1,5 cm dicke Rondellen schneiden. Auf ein mit Blechreinpapier belegtes Blech verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 210 °C circa 20 Minuten backen. Wer es sehr süss mag, kann die Schnecken zusätzlich mit einer Zuckerglasur aus 2 Esslöffel Wasser, 1 Esslöffel Zitronensaft und 4 bis 5 Esslöffel Puderzucker bestreichen.


BBZ Arenenberg
Hauswirtschaft und Familie
Rita Höpli






Die Grundzutaten für Brotteig. (rh)


Teig in drei Portionen (rh)


Herstellung der Rüebli-Schnäggli. (rh)


(rh)

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