Ausgabe Nummer 8 (2008)

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Ernährung und Rezepte: Federkohl – ein typisches Wintergemüse

Noch vor ein paar Jahren fand man Federkohl, mit seinen krausen, leicht ausgefransten Blättern in Schrebergärten, wo das Gemüse vorwiegend bei Südeuropäern bekannt war. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum, ist auch heute noch nicht sehr verbreitet und kann meist nur auf grösseren Märkten gekauft werden. Dafür ist der Federkohl, auch Grün- oder Krauskohl genannt, in den heimischen Hausgärten ein immer öfter gesehenes Gemüse.

Beliebt ist es, weil es sehr robust ist, Temperaturen bis zu –15 °C aushält und deshalb von Oktober bis April frisch aus dem Garten geerntet werden kann. Ein Frost verbessert und verfeinert den Geschmack. Dabei wandelt sich Stärke um in Zucker, und die Blätter werden erst recht aromatisch. Gekochter Federkohl schmeckt deshalb herb-süsslich. Zudem ist das Grüngemüse ein Lieferant von Vitamin C und Calcium. Eine schonende Zubereitung lohnt sich, damit möglichst viele Vitamine erhalten bleiben.

Federkohlnudeln


Zutaten:
100 g Speckwürfelchen
einige Federkohlblätter, fein geschnitten
Salz, Pfeffer, Majoran
1 B. Halbrahm
1 verquirltes Ei
300 bis 400 g feine Nudeln, al dente gekocht

Zubereitung:
Speckwürfelchen anbraten und fein geschnittener Federkohl mitdämpfen. Würzen, Halbrahm beifügen und zirka 15 Minuten leicht köcheln lassen. Verquirltes Ei darunterrühren und nicht mehr kochen lassen. Mit den Nudeln mischen und mit einem Saisonsalat servieren.

Felchenfilets auf Federkohlbeet

Zutaten:
Wenig Butter
1?2 Zwiebel, fein gehackt
8 Federkohlblätter, fein geschnitten
2 Rüebli, feine Streifchen
100 g Champignons, gescheibelt
1 dl Weisswein
Salz, Pfeffer
600 g Felchenfilet
Wenig Zitronensaft
Kräutersalz
1 dl Rahm

Zubereitung:
Butter erwärmen, Gemüse dämpfen und mit Weisswein ablöschen. Mit Salz und Pfeffer würzen und das Gemüse knapp weich dämpfen. Alles in eine ausgebutterte, feuerfeste Form geben. Felchenfilets mit Zitronensaft marinieren und würzen. Auf das Federkohlbeet legen. Rahm darüberträufeln und bei 220 Grad 15 bis 20 Minuten gratinieren.
Tipp: Zander- oder Lachsforellenfilets eignen sich unter anderem auch hervorragend.

BBZ Arenenberg, Ländliche Hauswirtschaft und Familie, Maja Läubli/Pia Lenz


Gedämpfter Federkohl schmeckt unter
anderem gut mit Kartoffelstock zu Rindfleisch,
Speck und allerlei Wurstspezialitäten.
(Bild: Maja Läubli)
Gedämpfter Federkohl schmeckt unter anderem gut mit Kartoffelstock zu Rindfleisch, Speck und allerlei Wurstspezialitäten. (Bild: Maja Läubli)