Ausgabe Nummer 13 (2008)

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Ernährung und Rezepte: Fingerfood

Ob mit Fisch, Käse, Fleisch oder vegetarisch, süss oder pikant, von diesen Häppchen kann keiner die Finger lassen. Kleine Speisen, über den Tag verteilt, oft im Stehen oder Gehen zwischen Tür und Angel gegessen, sind im Trend.

Ursprung des Fingerfood
Als Fingerfood bezeichnet man kleine Snacks, die man ohne Teller und Besteck möglichst in einem Bissen essen kann. Die Miniformate bieten unbestreitbare Vorteile: Die Neugierde und Abenteuerlust, etwas Neues auszuprobieren, nimmt zu, wenn sich das Unbekannte mit ein bis zwei Bissen verspeisen lässt. Darüber hinaus können die Eingeladenen mehr verschiedene Gerichte probieren als bei einer festen Speisefolge. Ein grosser Vorteil für den Gastgeber ist, dass er Zeit hat für die Gäste und nicht den ganzen Abend in der Küche stehen muss.

Fingerfood ist vielseitig einsetzbar
  • als Znüni
  • für den Brunch
  • zum Mitnehmen als Lunch
  • für die kleine Stehparty
  • als sommerliches Picknick
  • als Apéro oder Vorspeise
  • für ein komplettes Nachtessen


Hefeschnecken pikant gefüllt

(Für zirka 15 Stück)
Zutaten
Teig:
150 g Mehl
1⁄2 TL Salz
60 g Butter, kalt in Stücke
10 g Hefe
2 Prisen Zucker
2 bis 3 EL Milch
Füllung:
100 g Ricotta
2 EL Milch
1 TL Tomatenpüree 2 Salbeiblätter in Streifen
Salz, Pfeffer, Paprika
100 g Lauch
100 g Schinken
1 Ei, verquirlt

Zubereitung:
Für den Teig Mehl, Salz und Butter zu einer krümeligen Masse verreiben. Hefe mit Zucker und wenig Milch auflösen, der Masse beifügen. Mit so viel Milch wie nötig zu einem weichen Teig kneten. In der Wärme ruhen lassen. Für die Füllung Ricotta mit einer Gabel fein zerdrücken. Milch und Tomatenpüree beifügen und mit den Gewürzen würzen. Lauch in feine Ringe schneiden und mit wenig Wasser weichdünsten. Schinken fein schneiden. Teig zirka 20 x 25 cm gross auswallen. Zigermasse darauf streichen, Lauch und Schinken darüber verteilen, an der Längsseite zirka 2 cm Rand frei lassen. Teigrand mit Wasser bepinseln, aufrollen. Im Tiefkühler zirka 10 Minuten anfrieren lassen. Roulade in zirka 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit Ei bestreichen und in der Mitte des vorgeheizten Backofens 20 bis 25 Minuten backen.

Kräuterchampignons

(Für zirka 25 Stück)
Zutaten
25 Stück Champignons (3 cm breit)
80 g Butter
Salz
Pfeffer aus Mühle
2 Bund Petersilie
2 Knoblauchzehen
50 g Kürbiskerne
80 g geriebener Sbrinz
1 dl Bouillon
1⁄2 dl Halbrahm

Zubereitung
Gratinform mit Butter ausreiben. Stiel bei den Champignons sorgfältig herausdrehen/ herausschneiden, sodass eine Höhlung zum Füllen entsteht. Weiche Butter mit Salz und Pfeffer in einer kleinen Schüssel würzen. Petersilie, Knoblauch und Kürbiskerne fein hacken, einen Drittel dieser Mischung sowie zwei EL Sbrinz für Sauce beiseite stellen. Restliche Kräuter und Sbrinz zur Butter geben, gut untermischen. Nun die vorbereiteten Champignonhüte füllen und in eine ausgebutterte Gratinform setzen. Die beiseite gestellten Kräuter und Sbrinz mit Bouillon und Halbrahm verrühren und um die Pilze verteilen.
Zirka 25 Minuten auf der zweituntersten Rille des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens gratinieren. Die gefüllten Champignons aus der Gratinform nehmen und je ein Stück in einen vorgewärmten Apérolöffel legen. Warm servieren.

Kalte Rüeblisuppe, in der Espressotasse serviert

(Für zirka 15 Espressotassen)
Zutaten
350 g Rüebli
zirka 300 g Pelati (oder frische Tomaten während der Saison)
wenig Butter
4 dl Gemüsebouillon
Paprika und Pfeffer
1 TL Honig
5 dl Milch
1 bis 2 EL gehackte Petersilie

Zubereitung
Die Rüebli schälen und an der Bircherraffel reiben, in der Butter fünf Minuten dämpfen. Pelati zugeben.(Frische Tomaten enthäuten, hacken und mitdämpfen). Gemüsebouillon dazugiessen. Mit Paprika, Pfeffer und Honig würzen und zugedeckt bei kleiner Hitze 30 bis 40 Minuten köcheln. Suppe auskühlen lassen und anschliessend pürieren. Milch dazugeben und wenn nötig noch einmal abschmecken.

Anrichten
Die Suppe in die gekühlten Espressotassen abfüllen, mit etwas Petersilie garnieren und sofort servieren.

BBZ Arenenberg, Sarah Ruch


Ein kaltes Süppchen serviert in der
Espressotasse – ideal als Apéro. (zVg)
Ein kaltes Süppchen serviert in der Espressotasse – ideal als Apéro. (zVg)