Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Ernährung und Rezepte: Fisch - ein hochwertiger Nährstofflieferant

Ausgabe Nummer 22 (2015)

Fisch liefert wertvolles Eiweiss, Mineralstoffe und Vitamine, im Fischfett sind lebenswichtige Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren enthalten. Daher sollte Fisch ab und zu in den Menüplan eingebaut werden. Im Gegensatz zu Fleisch, hat Fisch nur wenig schwer verdauliches Bindegewebe. Dadurch ist Fisch leichter verdaulich, was sich aber auch auf den niedrigeren Sättigungswert auswirkt.

Fische aus dem Bodensee
Fangfrischer Fisch aus dem Bodensee ist ein edles Produkt aus der Region und darf ohne schlechtes Gewissen genossen werden. Denn die Berufsfischer vom Bodensee sind einer nachhaltigen und für die Zukunft ausgerichteten Fischerei verpflichtet. Die Unterseefischereiverordnung regelt das Geschehen über die Fischerei im Untersee. Fischer müssen die Vorgaben über Netzgrösse, Maschenweiten und Einsatzzeiten einhalten. Mindestgrössen, Schonzeiten sowie die Laichfischerei werden in dieser Verordnung geregelt. Brut- und Aufzuchtanlagen helfen mit, Fischbestände in unseren Gewässern zu erhalten. Die Jahreszeiten und das Fischvorkommen, beziehungsweise die Schonzeiten derselben bestimmen den Fang.

Einheimische Fische
Egli, Felchen, Hecht, Zander, Aal, Trüsche

Fische aus der Zucht
Weissfleischige Forellen, Lachsforelle und Saibling

Ob die Fische ganz oder filetiert, mit oder ohne Haut auf den Tisch kommen, ob gebraten, pochiert, gedämpft, geräuchert oder gebacken, das ist eine Frage des Geschmacks. Fisch kann in vielen Variationen zubereitet werden, immer wieder anders, immer wieder speziell fein. So steht dem wöchentlichen Fischgenuss nichts im Weg.

Eigenschaften von frischem Fisch:
– pralle, klare Augen
– hellrote Kiemen
– glänzende, mit einer Schleimschicht bedeckte Haut
– feste Schuppen, die unbeschädigt sind – festes Fleisch, das sich nach
   einem Fingerdruck sofort erholt
– einen leichten Fischgeruch.
Ideal ist es, wenn wir Fische frisch von einem regionalen Fischhändler beziehen können. Er kennt die Herkunft der Fische und kann Sie auch beraten, welcher Ersatz für eine gewünschte Sorte möglich ist.
Tipp: Gekaufter Fisch sollte möglichst kalt gelagert und am gleichen Tag zubereitet und verspeist werden. Andernfalls gut verpackt unten im Kühlschrank höchstens 1 bis 1½ Tage aufbewahren, sonst tiefkühlen.


Saiblingfilets auf würzigem Spinatbeet

Zutaten
500 g tiefgekühlter oder 850 g frischer Spinat
6 getrocknete Tomatenhälften
1 Zwiebel
1 bis 2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
1 EL Honig flüssig
3 Zweige Zitronenthymian
wenig Zitronensaft
4 Saiblingfilets
Kräutersalz
2 EL Bratbutter

Zubereitung
Tiefgekühlten Spinat antauen lassen, gut ausdrücken und in feine Streifen schneiden. Frischen Spinat gut waschen, blanchieren, gut abtropfen lassen und in Streifen schneiden. Tomaten in Stücke schneiden, Zwiebel hacken und den Knoblauch dazu pressen. Saiblingfilets kurz vor dem Braten mit Salz und Pfeffer bestreuen, Bratbutter erhitzen, zuerst die Hautseite drei Minuten anbraten, dann wenden und auf der zweiten Seite anbraten. Eine Schüssel mit heissem Wasser vorwärmen und anschliessend mit einem Stück Blechreinpapier auskleiden. Die gebratenen Fische darauf legen und oben verschliessen. Die Pfanne erneut erhitzen, das vorbereitete Gemüse mit etwas Bratbutter andämpfen, würzen, mit Honig, gehacktem Zitronenthymian und etwas Zitronensaft abschmecken. Den Spinat zu den Fischfilets geben und servieren. Das Gericht kann in Portionen im Blechreinpapier vorbereitet und auf dem Grill in einer Aluschale erhitzt werden, wobei die Fische auch auf dem Grill gebraten werden können.


Fisch-Gemüsecurry

Zutaten
4 mittlere Rüebli
½ Sellerie
1 Zwiebel
etwas Bratbutter
1 EL Mehl
1 EL Currypulver
5 dl Bouillon
100 g tiefgekühlte Erbsen
1 Beutel Crème fraîche
2 EL Peterli, gehackt
zirka 400 g Fischfilets
½ Zitrone Saft
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Das Gemüse rüsten und in kleine Stücke schneiden, Zwiebel hacken. Fischfilets in Streifen schneiden und mit dem Zitronensaft marinieren. Bratbutter erhitzen und das Gemüse darin andämpfen. Mehl und Curry darüberstreuen, mit Bouillon ablöschen und 10 Minuten bei kleiner Hitze kochen lassen. Erbsen, Crème fraîche und Peterli beigeben. Die Fischstreifen würzen und auf dem Gemüse zirka acht Minuten garziehen lassen. Abschmecken und mit Reis oder einem Kartoffelgericht servieren oder die Kartoffeln in Würfeln zusammen mit dem Gemüse kochen.


BBZ Arenenberg,
Hauswirtschaft und Familie,
Rita Höpli






Fischfilet in Stücke schneiden. (rh)


Saiblingfilet auf würzigem Spinatbeet. (rh)


Fisch-Gemüsecurry, genussbereit. (rh)

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