Ausgabe Nummer 14 (2007)
Ernährung und Rezepte: Frühlingsboten zum Osterfest
Ostern ist eines der ältesten Feste der Christen. Die Wurzeln liegen im jüdischen Passah-
(Pessach)-Fest. An Ostern wird die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert (vergleiche
Markus-Evangelium 16,6).
Die Osterzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später an Pfingsten. Das erste Konzil von Nicäa legte fest, dass der Ostersonntag am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert wird. Daraus ergibt sich, dass der Ostersonntag nach dem im Westen gültigen gregorianischen Kalender frühestens am 22. März, spätestens am 25. April stattfindet.
Im 12. Jahrhundert wurden erstmals nachweislich Eier geweiht. Eier gelten seit jeher als Fruchtbarkeitssymbol. Man wollte die lange Fastenzeit mit dem Verzehr der geweihten Speisen würdig beenden. Im 13. Jahrhundert werden erstmals bemalte Ostereier erwähnt. Nach den Fastenvorschriften war der Verzehr von Eiern in der Karwoche untersagt. Die Eier wurden gelagert. Man beschloss, diese gesammelten «Karwocheneier» zu bemalen und weihen zu lassen, damit sie sich von gewöhnlichen «Jahreseiern» unterscheiden. Die kunstvolle Bemalung der Eier war vor allem in Osteuropa verbreitet.
250 g feine Löwenzahnblätter
1 hart gekochtes Ei
100 g Specktranchen
Salatsauce:
Salz und Pfeffer
etwas Senf
2 EL Weissweinessig
2 EL Rapsöl
1 Knoblauchzehe, gepresst oder in Scheiben geschnitten und gebraten
Zubereitung
Feine Löwenzahnblätter waschen und gut abtropfen lassen. Ei hacken und beiseite stellen. Specktranche in Streifen schneiden, in der Bratpfanne knusprig braten, auf Haushaltpapier abtropfen lassen und beiseite stellen. Für die Salatsauce Salz, Pfeffer und Senf in einer Schüssel mit Essig, Öl und Knoblauch verrühren. Gehacktes Ei, Speckstreifen und Löwenzahn dazugeben und daruntermischen. Sofort servieren.
Tipp: Geröstete Brotwürfeli darüberstreuen.
10 g Butter
1 gehackte Zwiebel
eine grosse Handvoll Bärlauch, gewaschen
1 dl Weisswein
6 dl Bouillon
2 EL Mehl
1 dl Milch
1 dl Vollrahm
Salz, Pfeffer
Zubereitung Butter in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebel und den Bärlauch andämpfen. Mit Weisswein ablöschen. Auf kleinem Feuer zugedeckt 10 Minuten leise kochen lassen und mit dem Stabmixer pürieren. Bouillon dazugiessen und aufkochen. Mehl mit Milch in einem Schüsselchen vermischen und unter Rühren zur kochenden Suppe geben. Etwa 10 Minuten kochen lassen. Mit Rahm verfeinern und sofort servieren. Nach Belieben etwas geschlagenen Rahm daraufspritzen und mit fein geschnittenem Bärlauch garnieren.
400 g Felchenfilets
1 dl Milch
Salz, Pfeffer
1 KL Worcestersauce
2 bis 3 EL Mehl
Bratbutter
50 g Butter
80 g Haselnüsse oder Baumnüsse, fein gehackt
1⁄2 dl trockener Weisswein
1⁄2 dl Fischfond oder Gemüsebouillon
Zubereitung
Felchenfilets in Milch mit Salz, Pfeffer und Worcestersauce zehn Minuten marinieren. Abtropfen, in Mehl wenden und in Bratbutter beidseitig goldgelb braten. Filets auf Teller anrichten und warm stellen. Butter in der Bratpfanne zergehen lassen, gehackte Nüsse dazugeben und in der Butter kurz rösten. Weisswein und Bouillon dazugiessen, schaumig werden lassen und über die Felchenfilets geben. Mit Salzkartoffeln oder Trockenreis servieren.
500 bis 600 g Lammhüftli
Bratbutter
Salz und Pfeffer
Senfsauce:
1 dl Weisswein
3 dl Bouillon
1 Thymianzweig
1 EL Senf, grobkörnig
Senfkruste:
1 KL Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
2 KL gelbe Senfkörner
2 EL Peterli, fein gehackt
1 Thymianzweig, fein gehackt
3 EL Paniermehl
1 EL Senf, grobkörnig
Zubereitung
Lammhüftli zirka 30 Minuten vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank nehmen. Ofen auf 80 Grad vorheizen, Platte und Teller vorwärmen. Bratbutter in einer Bratpfanne heiss werden lassen. Lammhüftli beidseitig je zirka vier Minuten kräftig anbraten, auf die vorgewärmte Platte legen, würzen und zirka 40 Minuten im vorgeheizten Ofen niedergaren. Die Kerntemperatur soll 60 Grad betragen. Das Fleisch kann anschliessend bei 60 Grad bis zu 30 Minuten warm gehalten werden.
Senfsauce: Dieselbe Bratpfanne verwenden, Bratfett mit Haushaltpapier auftupfen, Wein dazugiessen, Bratsatz lösen, auf die Hälfte einkochen lassen. Bouillon dazugiessen, Thymianzweiglein beigeben, aufkochen, Hitze reduzieren und Sauce auf die Hälfte einkochen. Sauce in ein Pfännchen absieben, Senf darunterrühren, Sauce würzen und zugedeckt beiseite stellen.
Senfkruste: Butter in einer Pfanne warm werden lassen. Zwiebel andämpfen, Senfkörner und Kräuter kurz mitdämpfen. Paniermehl daruntermischen und Pfanne von der Platte nehmen. Fleisch und Teller aus dem Ofen nehmen. Lammhüftli auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, Hitze auf 250 Grad (nur Oberhitze) erhöhen. Lammhüftli mit Senf bestreichen, Senfkörnermischung darauf verteilen, leicht andrücken, Hüftli zirka drei Minuten in der oberen Hälfte des Ofens überbacken. Sauce aufkochen und zum Fleisch servieren.
600 bis 800 g kleine Kartoffeln, festkochend
Salz
Bratbutter
40 g Puderzucker
Zubereitung Kartoffeln waschen, mit der Schale in Salzwasser etwa 20 Minuten garen. Abgiessen, abschrecken und schälen. Butter erhitzen. Kartoffeln darin bei mittlerer Hitze rundherum anbraten, mit Salz würzen. Puderzucker über die Kartoffeln stäuben und unter gelegentlichem Rühren in etwa fünf Minuten karamelisieren lassen.
BBZ Arenenberg, Salome Preiswerk Guhl
Die Osterzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später an Pfingsten. Das erste Konzil von Nicäa legte fest, dass der Ostersonntag am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert wird. Daraus ergibt sich, dass der Ostersonntag nach dem im Westen gültigen gregorianischen Kalender frühestens am 22. März, spätestens am 25. April stattfindet.
Im 12. Jahrhundert wurden erstmals nachweislich Eier geweiht. Eier gelten seit jeher als Fruchtbarkeitssymbol. Man wollte die lange Fastenzeit mit dem Verzehr der geweihten Speisen würdig beenden. Im 13. Jahrhundert werden erstmals bemalte Ostereier erwähnt. Nach den Fastenvorschriften war der Verzehr von Eiern in der Karwoche untersagt. Die Eier wurden gelagert. Man beschloss, diese gesammelten «Karwocheneier» zu bemalen und weihen zu lassen, damit sie sich von gewöhnlichen «Jahreseiern» unterscheiden. Die kunstvolle Bemalung der Eier war vor allem in Osteuropa verbreitet.
Löwenzahnsalat mit Speck
Zutaten250 g feine Löwenzahnblätter
1 hart gekochtes Ei
100 g Specktranchen
Salatsauce:
Salz und Pfeffer
etwas Senf
2 EL Weissweinessig
2 EL Rapsöl
1 Knoblauchzehe, gepresst oder in Scheiben geschnitten und gebraten
Zubereitung
Feine Löwenzahnblätter waschen und gut abtropfen lassen. Ei hacken und beiseite stellen. Specktranche in Streifen schneiden, in der Bratpfanne knusprig braten, auf Haushaltpapier abtropfen lassen und beiseite stellen. Für die Salatsauce Salz, Pfeffer und Senf in einer Schüssel mit Essig, Öl und Knoblauch verrühren. Gehacktes Ei, Speckstreifen und Löwenzahn dazugeben und daruntermischen. Sofort servieren.
Tipp: Geröstete Brotwürfeli darüberstreuen.
Bärlauchsüppchen
Zutaten10 g Butter
1 gehackte Zwiebel
eine grosse Handvoll Bärlauch, gewaschen
1 dl Weisswein
6 dl Bouillon
2 EL Mehl
1 dl Milch
1 dl Vollrahm
Salz, Pfeffer
Zubereitung Butter in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebel und den Bärlauch andämpfen. Mit Weisswein ablöschen. Auf kleinem Feuer zugedeckt 10 Minuten leise kochen lassen und mit dem Stabmixer pürieren. Bouillon dazugiessen und aufkochen. Mehl mit Milch in einem Schüsselchen vermischen und unter Rühren zur kochenden Suppe geben. Etwa 10 Minuten kochen lassen. Mit Rahm verfeinern und sofort servieren. Nach Belieben etwas geschlagenen Rahm daraufspritzen und mit fein geschnittenem Bärlauch garnieren.
Felchenfilets
Zutaten400 g Felchenfilets
1 dl Milch
Salz, Pfeffer
1 KL Worcestersauce
2 bis 3 EL Mehl
Bratbutter
50 g Butter
80 g Haselnüsse oder Baumnüsse, fein gehackt
1⁄2 dl trockener Weisswein
1⁄2 dl Fischfond oder Gemüsebouillon
Zubereitung
Felchenfilets in Milch mit Salz, Pfeffer und Worcestersauce zehn Minuten marinieren. Abtropfen, in Mehl wenden und in Bratbutter beidseitig goldgelb braten. Filets auf Teller anrichten und warm stellen. Butter in der Bratpfanne zergehen lassen, gehackte Nüsse dazugeben und in der Butter kurz rösten. Weisswein und Bouillon dazugiessen, schaumig werden lassen und über die Felchenfilets geben. Mit Salzkartoffeln oder Trockenreis servieren.
Lammhüftli mit Senfkruste
Zutaten500 bis 600 g Lammhüftli
Bratbutter
Salz und Pfeffer
Senfsauce:
1 dl Weisswein
3 dl Bouillon
1 Thymianzweig
1 EL Senf, grobkörnig
Senfkruste:
1 KL Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
2 KL gelbe Senfkörner
2 EL Peterli, fein gehackt
1 Thymianzweig, fein gehackt
3 EL Paniermehl
1 EL Senf, grobkörnig
Zubereitung
Lammhüftli zirka 30 Minuten vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank nehmen. Ofen auf 80 Grad vorheizen, Platte und Teller vorwärmen. Bratbutter in einer Bratpfanne heiss werden lassen. Lammhüftli beidseitig je zirka vier Minuten kräftig anbraten, auf die vorgewärmte Platte legen, würzen und zirka 40 Minuten im vorgeheizten Ofen niedergaren. Die Kerntemperatur soll 60 Grad betragen. Das Fleisch kann anschliessend bei 60 Grad bis zu 30 Minuten warm gehalten werden.
Senfsauce: Dieselbe Bratpfanne verwenden, Bratfett mit Haushaltpapier auftupfen, Wein dazugiessen, Bratsatz lösen, auf die Hälfte einkochen lassen. Bouillon dazugiessen, Thymianzweiglein beigeben, aufkochen, Hitze reduzieren und Sauce auf die Hälfte einkochen. Sauce in ein Pfännchen absieben, Senf darunterrühren, Sauce würzen und zugedeckt beiseite stellen.
Senfkruste: Butter in einer Pfanne warm werden lassen. Zwiebel andämpfen, Senfkörner und Kräuter kurz mitdämpfen. Paniermehl daruntermischen und Pfanne von der Platte nehmen. Fleisch und Teller aus dem Ofen nehmen. Lammhüftli auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, Hitze auf 250 Grad (nur Oberhitze) erhöhen. Lammhüftli mit Senf bestreichen, Senfkörnermischung darauf verteilen, leicht andrücken, Hüftli zirka drei Minuten in der oberen Hälfte des Ofens überbacken. Sauce aufkochen und zum Fleisch servieren.
Karamelkartoffeln
Zutaten600 bis 800 g kleine Kartoffeln, festkochend
Salz
Bratbutter
40 g Puderzucker
Zubereitung Kartoffeln waschen, mit der Schale in Salzwasser etwa 20 Minuten garen. Abgiessen, abschrecken und schälen. Butter erhitzen. Kartoffeln darin bei mittlerer Hitze rundherum anbraten, mit Salz würzen. Puderzucker über die Kartoffeln stäuben und unter gelegentlichem Rühren in etwa fünf Minuten karamelisieren lassen.
BBZ Arenenberg, Salome Preiswerk Guhl

