Ausgabe Nummer 49 (2008)
Ernährung und Rezepte: Morgen kommt der Samichlaus
Die Geschichte des heiligen Nikolaus
Vor vielen Jahren lebte in Kleinasien, in der heutigen Türkei, ein Bischof namens Nikolaus. Er tat viel Gutes für die armen Leute und wurde deshalb nach dem Tod von den Menschen verehrt. Sie erzählten die guten Taten weiter. Mit der Zeit wurde aus dem Bischof Nikolaus der «heilige Nikolaus ». Die Normannen brachten die Knochen des toten Nikolaus nach Süditalien. Sie verehrten den Nikolaus besonders in ihrem Heimatland, der Normandie. Von dort breitete sich die Verehrung des heiligen Nikolaus über ganz Europa aus. Man benannte Kirchen und Kapellen nach ihm und Künstler schufen Figuren. Vor allem in Frankreich war es üblich, dass am Ende des Jahres die Schüler einen Bischofsumzug durchführten. Ein Knabe spielte den Bischof mit Gewand, Stab und Bischofsmütze (Mitra). Zu Ehren des Nikolaus wurden dann die Bischofsumzüge auf seinen Namenstag, den 6. Dezember, verlegt. Langsam entstand daraus der Samichlausbrauch, so, wie wir ihn heute kennen. Er erhellt mit seinen Gaben den nebligen Wintermonat und bereitet die Menschen auf das bevorstehende Weihnachtsfest vor.Gefüllte Tannzapfen
Zutaten Teig:400 g Mehl
1 TL Salz
50 g Butter
2 dl Milch
40 g Zucker
1 Päckli Vanillezucker
1⁄2 Würfel Hefe
1 Ei
Zutaten Füllung:
1 Mandarine, Saft
1⁄2 Zitrone, Saft
100 g Datteln, fein geschnitten
100 g Dörrfeigen, fein geschnitten
50 g Erdnüssli
1 Ei zum Bestreichen
wenig Puderzucker
Zubereitung:
Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Butter in einer Pfanne erwärmen, Milch dazugeben, Zucker, Vanillezucker, Hefe und Eigelb beifügen, gut verrühren, zum Mehl leeren und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Bei Zimmertemperatur zugedeckt ums Doppelte aufgehen lassen. Für die Füllung Mandarinlisaft mit den Datteln und Feigen mischen und zwei Stunden ziehen lassen. Erdnüssli schälen, fein hacken und daruntermischen.
Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 5 mm dick rechteckig auswallen. Teig in 8 x 12 cm grosse Rechtecke schneiden, Rand mit Eiweiss bestreichen, je 1 EL Füllung oval darauf verteilen und sorgfältig mit dem Teig zapfenförmig einpacken. Auf ein mit Blechreinpapier belegtes Backblech legen und nochmals 30 Minuten bei Zimmertemperatur aufgehen lassen. Mit Ei bestreichen und mit einer spitzen Schere Zacken einschneiden. Die Zapfen 15 bis 20 Minuten in der Mitte des auf 200 °C vorgeheizten Ofens goldbraun backen, leicht auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.
Chlausgratin
Für eine grosse Gratinform (2 Liter Inhalt)Zutaten:
1 Mandarine
300 g Rahmquark
80 g Zucker
2 Messerspitze Zimt
80 g Hartweizengriess
150 g Erdnüssli geschält
6 Mandarinen, filetiert
3 Eier
Salz
Zubereitung:
Mandarine auspressen und den Saft mit dem Rahmquark, Zucker, Zimt und Hartweizengriess gut verrühren. Geschälte Erdnüssli grob hacken und dazugeben. Mandarinen schälen, filetieren und unter die Masse ziehen. Eier trennen, Eigelbe zur Quarkmasse rühren. Eiweisse mit 1 Prise Salz steif schlagen und sorgfältig unter die Masse ziehen. Alles in die Gratinform füllen und zirka 30 Minuten in der unteren Hälfte des auf 180 °C vorgeheizten Ofens backen.
Luftiges Chlausmousse
Zutaten:2 Blatt Gelatine
Saft von 2 Mandarinen
2 Eier
4 TL Zucker
2 Mandarinen
Pfefferminzblätter, zur Dekoration
Zubereitung:
Gelatineblätter zehn Minuten in kaltem Wasser einweichen. Mandarinensaft in einer kleinen Pfanne erwärmen. Eingeweichte Gelatine ausdrücken, dazugeben und mit einem Schwingbesen gut verrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Pfanne von der Platte nehmen. Eier trennen. Eigelbe zum Mandarinensaft geben und mit dem Schwingbesen rühren, bis die Masse hell und schaumig ist. Eiweisse mit 1 Prise Salz steif schlagen, Zucker einrieseln lassen, weiterschlagen bis die Masse glänzt, anschliessend vorsichtig unter die Masse ziehen. Mandarinen filetieren, in Würfel schneiden und unter die Masse ziehen. Das Mousse in Gläser abfülllen und mindestens zwei Stunden kühl stellen. Mit einem Pfefferminzblättchen und einigen Mandarinenschnitzen garnieren und servieren.
BBZ Arenenberg, Sybille Roth

