Ausgabe Nummer 43 (2010)

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Ernährung und Rezepte: Randen

Als klassisches Wintergemüse kann die anspruchlose Rande roh oder gekocht unsern Speisezettel mit ihrem typisch roten Farbstoff Betamin beleben. Die Rande, auch bekannt unter dem Namen Rote Beete, ist mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandt und lässt sich trocken und frostfrei problemlos lagern.

 

Wissenswertes

Die Rande gilt als Vorsorge für den Winter. Rohe Randen haben einen ausgesprochen erdigen Geschmack, gekocht ist er nicht mehr vorhanden. Nebst dem Betamin ist der Anteil an Vitamin B, Kalium und Eisen sehr gut. Auch der Randensaft ist sehr gesund. Er wird auch zum Färben von Lebensmitteln eingesetzt. Zum Lagern werden Randen von Erde und Blättern befreit, einen Tag an der Wärme getrocknet und anschliessend in Styroporkisten gelegt und kühl gelagert. Randen können gut fertig als Salat eingemacht und sterilisiert werden.

 

Randen-Käsetarte mit Meerrettichschaum

Zutaten Teig

75 g Butter

200 g Halbweissmehl

¾ Teelöffel Salz

zirka ½ dl Wasser

Zutaten Belag

400 g Randen, gekocht

1 Zwiebel

3 Eier

200 g Hüttenkäse

120 g geriebener Käse

2 EL Maizena

1 dl Halbrahm

Salz, Pfeffer

1 Becher Rahm

1 EL Meerrettichpaste aus dem Glas

Salz und Pfeffer

 

Zubereitung Teig:

Butter in Stücke schneiden, Mehl und Salz beigeben und zu einer krümeligen Masse verreiben, Wasser beigeben, zu einem weichen Teig zusammenfügen, kalt stellen und anschliessend rund auswallen oder einen fertigen Teig benützen.

Belag:

Randen in 1 cm grosse Würfel schneiden, Zwiebel fein schneiden, Eier, Hüttenkäse und geriebenen Käse mischen, Maizena und Halbrahm beigeben und alles gut verrühren. Randen und Zwiebeln auf dem ausgewallten Teig verteilen und den Guss darüber geben.

Backen:

Im vorgeheizten Ofen bei 200 ° C zirka 30 Minuten. Unterdessen den Rahm steif schlagen und mit Meerrettich, Salz und Pfeffer abschmecken, zu der warmen Tarte servieren und mit einem Blattsalat und Vollkornbrot ergänzen.

 

Rote Beete-Knöp?i

Zutaten

350 g Knöp?imehl

1 Teelöffel Salz

Pfeffer

150 g gekochte Randen

250 g Magerquark

6 Eier

3 EL gehackte Baumnüsse

70 g geriebener Sprinz

 

Zubereitung

Knöp?imehl und Salz vermischen, Rande von der Haut befreien und an der Bircherraffel zum Mehl reiben, Quark und Eier beigeben, zu einem glatten Teig verrühren und zugedeckt etwa 30 Minuten quellen lassen. In einer weiten Pfanne 1,5 l Wasser aufkochen, 1 bis 2 EL Salz beigeben und den Knöp?iteig portionenweise durchs Knöp?isieb ins leicht ziehende Wasser geben. 3 bis 5 Minuten ziehen lassen bis die Knöp?i an die Ober?äche steigen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und gut abtropfen lassen. Im Ofen bei 80 ° C warm stellen und nach Belieben mit gehackten Nüssen und/oder geriebenem Käse servieren.

 

Randen-Muf?ns, zirka 20 Stück

Zutaten

300 g gekochte Randen

150 g Butter weich

200 g Zucker

4 Eier

200 g Mehl

1 Päckli Backpulver

1 Päckli Vanillezucker

1 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale

3 EL Mohnsamen

100 g Mandeln, gemahlen

 

Glasur:

30 g Puderzucker

1 Teelöffel Randensaft

1 Teelöffel Zitronensaft

Einige Tropfen Wasser

Eventuell Zuckerperlen

 

Zubereitung

Muf?nförmli vorbereiten, Randen schälen und fein raffeln. Eier trennen, Eiweiss steif schlagen. Butter und Zucker zusammen schaumig rühren, Eigelbe langsam unterrühren und die geraffelten Randen beigeben. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Mehl, Backpulver, Vanillezucker, Zitronenschale, Mohn und die gemahlenen Mandeln daruntermischen. Den Eischnee darunterheben, den Teig bis zwei Drittel in die Muf?nformen verteilen und 25 bis 30 Minuten in der Ofenmitte bei 180 ° C backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Die Glasurzutaten miteinander verrühren und in eine Ecke eines kleinen Plastiksackes giessen, zudrehen und an der Spitze mit der Schere ganz wenig abschneiden und die Muf?ns lustig ausgarnieren.

Anmerkung: Die Randen-Knöp? i zeigen eine sehr pinke, gewöhnungsbedürftige Farbe, während die süssen Muf? ns nur ober?ächlich rosa erscheinen und im Innern eher an Rüeblikuchen erinnern.

 

BBZ Arenenberg, Hauswirtschaft und Familie, Rita Höpli