Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Ernährung und Rezepte: Rosenkohl - der kleinste Spross aus der Kohlfamilie

Ausgabe Nummer 45 (2016)

Rosenkohl ist die jüngste und kleinste Ausführung von Kohl. Das intensive Kohlaroma ist ihm eigen und auch das rosenartige Aussehen und der edle Name können nichts daran ändern. Entweder man mag ihn oder eben nicht!

Rosenkohl in der Küche
Rosenkohl ist eher aufwendig zum Rüsten und gibt circa 20 Prozent Rüstabfall.
Die Röschen werden von den dunklen, umhüllenden Blättern befreit und der Strunk mit einem Messer neu angeschnitten.
Wird der Rosenkohl ganz verwendet, den Strunk kreuzweise etwa 5 mm tief einschneiden. Sollen nur die einzelnen Blätter verwendet werden, Strunk grosszügig ausstechen und das Röschen in Blätter teilen.
Aus einheimischer Ernte ist Rosenkohl von Oktober bis März erhältlich.
Rosenkohl muss für die meisten Gerichte zuerst im Salzwasser oder im Dampf vorgekocht werden. Viele braten die kleinen Kohlköpfchen danach gerne mit Zwiebeln leicht an, so kommt das etwas süssliche Aroma sehr gut zur Geltung.

Nährwert
Mit 100 g Rosenkohl kann bereits der gesamte Tagesbedarf an Vitamin C gedeckt werden. Neben den Vitaminen E, B2, B12 und Folsäure liefert er auch reichlich Mineralstoffe, sogar mehr als seine grossen Verwandten, vor allem Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen.
In 100 g Rosenkohl sind 4,5 g Eiweiss, 0,3 g Fett und 3,3 g Kohlehydrate enthalten, das sind nur gerade 36 Kilokalorien.

Tipp: Rosenkohl sollte erst nach dem ersten Frost geerntet werden, sein Aroma wird dadurch erst richtig ausgeprägt. Die kleinen Röschen sind nicht so robust wie die grossen Kohlköpfe. Die äusseren Blätter welken schnell, darum sollte Rosenkohl rasch gekocht und verzehrt oder tiefgekühlt werden.


Rosenkohl-Gratin

Zutaten
750 g Rosenkohl
180 g Rüebli
1 Zwiebel
1 Esslöffel Bratbutter
1 dl Bouillon
180 g Saucen- oder Halbrahm
1 bis 2 Servelas oder andere Würstli
1 Ei
Salz, Pfeffer
70 g geriebener Käse

Zubereitung
Den Rosenkohl rüsten und kreuzweise einschneiden. Die Rüebli rüsten und in Stängeli schneiden. Die Zwiebel hacken, Bratbutter erhitzen und das Gemüse kurz andämpfen, mit Bouillon ablöschen und auf mittlerer Stufe ca. 20 Minuten knackig garen. Am Schluss die Flüssigkeit fast einkochen lassen. Den Saucen- oder Halbrahm mit dem Ei verrühren und würzen. Die Würste kleinschneiden und mit dem Rosenkohl mischen, alles in eine ausgefettete Gratinform geben. Den Guss und den Käse darüber geben. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C circa 20 Minuten überbacken.


Rosenkohl-Tarte
Für ein rundes Kuchenblech von ca. 28 cm Ø

Zutaten
Blitz-Kuchenteig
220 g Mehl, 1⁄2 Teelöffel Salz 1 dl Wasser, 50 g Butter, 1⁄2 Ei verklopft

Belag
700 g Rosenkohl
1 Zwiebel
80 g Speckwürfeli
Salz, Pfeffer
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Teelöffel Curry
3 Esslöffel Paniermehl oder gemahlene Haselnüsse
60 g geriebener Käse

Guss
1 dl Milch
1 dl Rahm
2 Eier plus den Rest vom Teig
1⁄2 Teelöffel Salz
Pfeffer

Zubereitung
Für den Teig Mehl und Salz in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde bilden. Wasser und Butter erhitzen und schmelzen, anschliessend zum Mehl geben und vermischen, Ei zugeben und zu einem geschmeidigen Teig zusammenfügen, kalt stellen. Rosenkohl rüsten, kreuzweise einschneiden und in wenig Wasser knackig garen. Die Zwiebel hacken, Speckwürfeli anbraten, Zwiebel dazu geben, den abgetropften Rosenkohl dazu mischen, mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Curry würzen und erkalten lassen. Den Teig auf Blechgrösse rund auswallen, mit Paniermehl oder Haselnüssen bestreuen. Die Gemüsemischung auf den Teig geben. Die Zutaten für den Guss verrühren, würzen, über das Gemüse geben und mit geriebenem Käse bestreuen.

Backen: Im unteren Teil des vorgeheizten Ofens bei 200 °C 30 bis 35 Minuten.


BBZ Arenenberg
Hauswirtschaft und Familie
Rita Höpli



Rosenkohl-Gratin fertig gebacken. (rh)


Zutaten für Rosenkohl-Tarte. (rh)


Rosenkohl-Tarte in Vorbereitung. (rh)


Rosenkohl-Tarte genussbereit. (rh)

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