Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
8. Juni 2018


Ernährung und Rezepte: Valentinstag

Ausgabe Nummer 6 (2017)

Alljährlich am 14. Februar ist Valentinstag – der Tag der Liebe. Kaum ein Festtag polarisiert so stark wie dieser. Von Boykott gegen den Kauf-Boom bis hin zu grosser Freude darauf, gehört alles dazu. Blumen, Schokolade, kleine Geschenke, alles wird als Verkaufsschlager gepuscht, um den Konsumenten zu verführen.

Valentinstag zwischen Tradition und Kommerz
Der Ursprung geht zurück auf Bischof Valentin von Terni, der als einfacher Priester Liebespaare trotz des Verbots durch den Kaiser nach christlichem Ritus getraut haben soll und dafür am 14. Februar 269 hingerichtet wurde. Die Ehen, die von Valentin von Terni geschlossen wurden, haben der Überlieferung nach unter einem guten Stern gestanden. Bischof Valentin von Terni soll in Rom durch seine Krankenheilungen viele Leute für den christlichen Glauben gewonnen haben. Darum wurde er als Schutzpatron bei verschiedenen Krankheiten angerufen. Der Brauch, sich am Valentinstag Blumen zu schenken, geht zurück ins antike Rom. Am 14. Februar gedachte man der Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie. Den Frauen wurden an diesem Tag Blumen geschenkt. Diese Geste hat sich zu einem Kaufrausch entwickelt, in einer Jahreszeit wo einheimische Blumen noch sehr rar sind.

Tipp: In der Küche gibt es gute Möglichkeiten das Symbol der Liebe einzubeziehen, schliesslich bereiten wir die Speisen schon mit viel Liebe zu. Falls Ihnen die Zeit fehlt, Teig in Herzform auszustechen, Sie keine geeigneten Herzformen besitzen und Sie einfach nicht der kreative Typ sind, so ordnen Sie die Speisen doch herzförmig an oder legen einfach eine Herz-Serviette dazu.


Würstli-Kraut-Herzen
Es kann auch ein Hefe-, Pizza- oder Flammkuchenteig verwendet werden.

Zutaten für den Teig
500 g Mehl
knapp 1 Esslöffel Salz
1 Esslöffel Backpulver
1 Ei
4 Esslöffel Öl
250 g Magerquark
1 bis 11/2 dl Wasser

Belag
200 g Crème fraîche
Thymian, Paprika, Pfeffer
wenig Kräutersalz
400 g gekochtes Sauerkraut abgetropft
oder 250 g anderes fein gehobeltes Kraut wie Wirz, Kabis oder Rotkraut
120 g geriebener Greyerzer
3 bis 4 Schweinswürstchen

Zubereitung
Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Ei, Öl und Quark verrühren, mit dem Mehl und so viel Wasser wie nötig zu einem weichen geschmeidigen Teig zusammenfügen, etwas kaltstellen. Den Teig quadratisch auswallen, vierteln, aussen je zu einer Herzform zuschneiden und je 2 Herzen auf einem mit Blechreinpapier belegten Blech anordnen. Crème fraîche würzen, verrühren und auf die Herzen verteilen, dabei jeweils einen 2 cm breiten Teigrand frei lassen. Kraut darüber geben, mit geriebenem Käse bestreuen. Die Würstli schräg in Scheiben schneiden und darüber verteilen.
Backen: Im vorgeheizten Ofen bei 220 °C circa 25 Minuten.


Apfelherz mit Crème fraîche

Zutaten Füllung
2 dl Crème fraîche
1 Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Vanillezucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 bis 2 Esslöffel Zitronensaft

Zutaten
1 Blätterteig rechteckig ausgewallt
2 bis 3 Äpfel je nach Grösse
Puderzucker

Zubereitung
Der Teig reicht gut eingeteilt für ein zweites Herz auf dem Kopf. Dafür werden die Zutaten für die Füllung in zweifacher Menge benötigt. Crème fraîche mit Zucker, Vanillezucker, Zitronenraspel und -saft verrühren. Den Blätterteig ausrollen. Mit einem in der Mitte gefalteten A4-Blatt eine Herzform (möglichst voluminös) zuschneiden, auf den Teig legen, mit einem scharfen Messer das Herz zuschneiden. 1 bis 2 Esslöffel Crème fraîche bis 2 cm an den Rand darauf verteilen. Die Äpfel halbieren, vom Kerngehäuse befreien, in feine Schnitze teilen und diese herzförmig auf dem Teig anordnen. Fein mit Puderzucker bestreuen.
Backen: Im vorgeheizten Ofen bei 210 °C circa 20 Minuten hellbraun backen. Dabei erhöht sich der Rand.

Sobald das Apfelherz aus dem Ofen kommt, auf eine Torten-Spitze ziehen und die restliche Crème fraîche vorsichtig über die heissen Apfelschnitze verteilen und abkühlen lassen. Die Crème fraîche stockt durch die Hitze und beim Abkühlen wird sie fest. Die Teigstücke neben dem Herz in Ecken schneiden, mit Kaffeerahm bestreichen und mit Kräutersalz bestreuen und als Apéro-Häppchen 6 bis 8 Minuten mitbacken. Aus dem restlichen Teigstück 3 cm breite Streifen schneiden, einen eher etwas trockenen Apfel halbieren, Kerngehäuse entfernen, quer in sehr feine Scheibchen schneiden und diese überlappend bis zur Mitte des Teigstreifens längs anordnen. Mit Puderzucker bestreuen, den vorstehendenTeig über die Apfelscheiben klappen und längs mit viel Fingerspitzengefühl aufrollen und in ein Muffin- oder anderes kleines Förmchen setzen. Backzeit je nach Apfelsorte 10 bis 15 Minuten bei 200 °C.


BBZ Arenenberg
Hauswirtschaft und Familie
Rita Höpli



Vorbereitete Würstli-Kraut-Herzen. (rh)


Gebackene Würstli-Kraut-Herzen. (rh)


Apfelherz mit wenig Créme fraîche und Apfelschnitzen...


...und fertig vorbereitet. (rh)


Apfelherz gebacken - en Guete! (rh)


Anleitung zu Apfelrosen. (rh)


Apfelrosen aus dem Ofen. (rh)

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