Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


Ernährung und Rezepte: Wähen

Ausgabe Nummer 18 (2018)

Wie sagen Sie dem feinen Gericht? Wähe, Flade, Wääje, Chueche, Tünne, Tülle, Tatsch oder ...?

So vielseitig die Bezeichnungen in unserer Mundart ist, so vielseitig ist auch das Gericht. Früher vorallem am Backtag genossen, zählen die Wähen auch heute noch zu einer beliebten Speise. Ich bin ein Wähen- Fan. Der knusprige Teigboden mit einem leckeren Belag und Guss, einfach genial! Sie lässt sich vorbereiten, saisonal und den eigenen Vorlieben super anpassen und kann süss oder pikant wandelbar zubereitet werden. Zusammen mit einem Salat oder einer Suppe ergibt sich ein feiner Zmittag oder Znacht. Zudem lässt sie sich auch in süsser, fruchtiger Variante zum Zvieri geniessen.
Wann machen Sie die nächste Wähe? Lassen Sie sich vom Inhalt Ihres Kühlschranks oder Tiefkühler inspirieren und kreieren Sie Ihre eigene Wähenvariation.


Geriebener Wähenteig, süss
(für ein rundes Kuchenblech, 26 cm Durchmesser)

Zutaten
200 g Mehl
1⁄2 Kaffeelöffel Salz
75 g Butter, kalt
1 Esslöffel Vanillezucker
Ev. wenig Zitronenschale
5 bis 6 Esslöffel Wasser
1 Esslöffel Essig

Zubereitung
Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Die kalte Butter in Stücke schneiden, zum Mehl geben und von Hand oder mit der Küchenmaschine zu einer krümeligen Masse reiben. (Masse sollte wie geriebener Käse aussehen). Vanillezucker und eventuell Zitronenschale beifügen. Wasser und Essig dazugeben und Teig zusammendrücken. Nicht kneten.
Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und flachdrücken. Die Seiten einschlagen, um 90 Grad drehen, wieder flachdrücken. Vorgang 2 bis 3 Mal wiederholen. Teig auf wenig Mehl auswallen, Form belegen, mit einer Gabel einstechen und rund 10 Minuten kühl stellen.

Füllung
6 Esslöffel gemahlene Nüsse 600 g Rhabarber, gerüstet, gewürfelt (oder andere Saisonfrüchte)

Guss
3 Eier
2 Esslöffel Stärkemehl
2 dl Milch, Rahm oder Kaffeerahm
150 g Quark
1 Päckli Vanillezucker
Zucker
nach Belieben Zimt

Zubereitung
Gemahlene Nüsse auf den Teigboden streuen und Rhabarberwürfel darauf verteilen. Für den Guss die Zutaten gut vermischen und über die Rhabarberwürfel giessen.
Backen: In der unteren Ofenhälfte bei 220 °C rund 60 Minuten backen.


Geriebener Wähenteig, pikant
(für ein rundes Kuchenblech, 26 cm Durchmesser)

Zutaten
200 g Mehl
½ Kaffeelöffel Salz
75 g Butter, kalt
wenig Pfeffer
4 Esslöffel geriebener Käse oder/und Kräuter getrocknet
7 bis 8 Esslöffel Wasser
1 Esslöffel Essig

Zubereitung
siehe Vorgehen geriebener Wähenteig, süss.

Füllung
4 Esslöffel Paniermehl
600 g Gemüse aus dem Tiefkühler

Guss
3 Eier
2 Esslöffel Stärkemehl
2 dl Bouillon
1,8 dl saurer Halbrahm
Salz, Pfeffer, Paprika
getrocknete Kräuter
Reibkäse

Zubereitung
Paniermehl auf den Teigboden streuen und tiefgekühltes Gemüse darauf verteilen. Für den Guss die Zutaten gut vermischen und über das Gemüse giessen. Nach Belieben etwas Reibkäse darüber streuen.
Backen: In der unteren Ofenhälfte bei 220 °C rund 60 Minuten backen.
Nach Belieben: einige geröstete Mandelscheibchen darüber streuen und servieren.


BBZ Arenenberg
Sybille Roth






Kalte Butterflöckli mit dem Mehl verreiben. (sr)


Geriebene Masse soll aussehen, wie Reibkäse. (sr)


Den Teig auf der Arbeitsfläche flachdrücken. Die Seiten einschlagen, um 90 Grad drehen, wieder flachdrücken. Vorgang 2 bis 3 Mal wiederholen. (sr)


Den Teig auf dem Backblech aufklappen (sr)


Den überstehenden Rand mit dem Wallholz abdrücken. (sr)


Rhabarberwähe bereit zum Backen. (sr)


Rhabarberwähe gebacken. (sr)


Gemüsewähe ungebacken. (sr)


Gemüsewähe mit Mandelscheiben gebacken. (sr)

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