Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
22. Mai 2020


Ernährung und Rezepte: Znüni - der Energielieferant für zwischendurch

Ausgabe Nummer 20 (2020)

Das Znüni ist die ideale Zwischenmahlzeit, gerade für diejenigen, die wenig oder gar nicht frühstücken, weil sie sich nicht die nötige Zeit nehmen oder noch keinen Hunger verspüren. Ein feines Znüni versorgt uns ideal mit neuer Energie, sodass wir körperlich und geistig leistungsfähig bleiben.

Das ideale Znüni
Ideal zum Znüni ist ein ungesüsstes Getränk, zum Beispiel Wasser, Kräuter- oder Früchtetee, aromatisiertes Wasser mit Kräuterzweigen oder unbehandelten Zitronenscheiben oder anderen Früchten.
Zum gesunden Znüni gehört eine Portion Früchte oder Gemüse. Wir achten dabei auf regionale und saisonale Produkte und die nötige Abwechslung. Je nach körperlicher Aktivität, bei Bedarf und Hunger, wenn kein Frühstück genossen wird, kann er mit Brot, einem Getreideund/ oder einem Milchprodukt, Käse oder Nüssen oder auch einmal etwas Fleisch ergänzt werden.
Beim Zusammenstellen des Znünis lohnt es sich, auf eine bunte Zusammenstellung zu achten, das Auge isst ja bekanntlich mit. Praktisch ist alles, was von Hand genossen werden kann. Ungeeignet fürs Znüni sind zuckerhaltige Lebensmittel; diese liefern zwar schnell Energie, die aber nicht lange anhält und zudem Karies fördert.


Znünibrötli

Zutaten
400 g Ruchmehl
100 g Vollkornmehl
2 kleine Kaffeelöffel
Salz
20 g Hefe
3–3½ dl Wasser
100 g Baumnüsse oder Haselnüsse, gehackt
50 g Sultaninen, eingeweicht

Zubereitung
Mehl in eine Schüssel geben, Salz zufügen, Hefe zerbröckeln und zugeben, Wasser beigeben und Mehl mit der Flüssigkeit gut mischen, den Teig kneten, bis er glatt und geschmeidig ist. Die gehackten Nüsse und die Sultaninen darunterkneten. Teig um das Doppelte aufgehen lassen.
Teig in 10–12 Stücke teilen, runde Brötchen formen, nochmals aufgehen lassen. Mit Wasser bestreichen oder mit Mehl bestäuben oder mit Förmchen oder dem Apfelteiler einstechen oder mit einem Messerrücken eindrücken.

Backen: Ofen auf Maximaltemperatur vorheizen, Brötli in der unteren Ofenmitte in den heissen Ofen schieben, Förmli mit Wasser zusätzlich aufs Blech stellen oder falls möglich mit Dampfstoss arbeiten. Hitze auf 200–220 °C reduzieren, 15–20 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Tipp: Wer Sultaninen nicht mag, lässt sie weg, nimmt dafür mehr Nüsse oder andere Dörrfrüchte, in Würfeli geschnitten.


Kernenzwirbeli
Anstelle der Nüsse und Sultaninen 100 g Sonnenblumenkerne, geröstet, zum Teig geben.

Zubereitung
Zwirbeli formen: Den Teig in 10 Stücke teilen, diese zu fingerdicken Rollen formen, Rolle zu einem «S» formen, links und rechts fassen und zusammendrehen = zwirbeln/zwirnen.
Teig mit Wasser bestreichen und mit Sonnenblumenkernen bestreuen.
Backen wie Znünibrötli.

Diverse Brötlivarianten
Die Brötchen können mit diversen weiteren Zutaten zubereitet werden: z.B. Speck- oder Schinkenwürfeli, gedämpfte Gemüsewürfeli, Dörrtomatenwürfeli, Kräuter und Gewürze gehackt, Dörrobstwürfeli usw. Die Brötli schmecken am besten ganz frisch.


Gemüsestängeli mit Kräuterdipp

Zutaten
Farbige Gemüse, je nach Jahreszeit

Dippsauce
½ Halbfettquark
½ Joghurt, nature
1 Esslöffel Mayonnaise
1 Kaffeelöffel Zitronensaft
1 Knoblauchzehe, gepresst
2–3 Esslöffel Kräuter gehackt z.B. Schnittlauch, Petersilie, Basilikum
Salz, Pfeffer, Paprika

Zubereitung
Die Gemüse in Stengeli schneiden und anrichten. Für die Dippsauce alle Zutaten mischen und würzen, abschmecken.
Die Gemüse in der Dippsauce tunken.

Tipp: Zu den Brötli passen auch Käsestängeli, Trockenfleisch oder Früchtestängeli je nach Jahreszeit.


Text und Bilder:
Vreni Peter, BBZ Arenenberg, Hauswirtschaft und Familie



Zutaten für Brötli.


Kernenzwirbel formen.


Znünibrötli formen.


Znünibrötli mit Znüniplättli.

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