Ausgabe Nummer 44 (2008)

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Export von Emmentaler Käse aus Güttingen

Käserei Neuenschwander in Güttingen öffnete die Türen

Mit einem Tag der offenen Türen stellte die Familie Ernst und Käthi Neuenschwander die umgebaute Käserei vor, wo jährlich 12 Millionen Kilogramm Milch zu rund 1000 Tonnen Emmentaler Käse verarbeitet werden.

Auf einem Rundgang hatten die Milchlieferanten mit ihren Ehefrauen und Behördevertretern Gelegenheit, die mit rund zwei Millionen Franken umgebaute Käserei Güttingen der Familie Ernst, Käthi und Thomas Neuenschwander zu besichtigen. Die Produzenten-Milchverwerter- Organisation (PMO) Mittelthurgau, der verschiedene Käsereigenossenschaften angehören, liefert der Käserei Neuenschwander in Güttigen jährlich rund 12 Millionen Kilogramm Milch. Diese wird zu 373 Tonnen «Emmentaler Switzerland » und 600 Tonnen viereckigen Emmentaler namens «Switzerland Swiss» verarbeitet. «Switzerland Swiss» wird vorwiegend nach Amerika exportiert. Die Käserei verfügt heute über modernste Technologien, wie sie für die Käseproduktion mit hoher Qualität gefordert werden.

Aus zwei Käsereien wurde eine
Wie Neuenschwander in seinem Grusswort feststellte, hat er die Käserei Müllheim und die Käserei Güttingen während zwei Jahren parallel geführt. Im Januar 2006 konnte er die Käserei Güttingen käuflich erwerben.Ab 1. Mai 2006 wurden die beiden Käsereien zusammengelegt. Heute wird ausschliesslich in der modernisierten Käserei Güttigen produziert. Die Käserei Müllheim wurde stillgelegt. Diese Zusammenlegung erfolgte nicht zuletzt auf Empfehlung der Emmi-Gruppe. Im Hinblick auf den Käseexport strebt die Käserei in Güttingen die BRC-Zertifizierung an, welche den höchsten Status in der Lebensmittelsicherheit darstelle.

Hohes Qualitätsbewusstsein nötig
Nationalrat Hansjörg Walter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV), der einige Jahre im Grossen Rat des Kantons Thurgau neben Neuenschwander sass, gratulierte der Familie Neuenschwander zu ihrer unternehmerischen Weitsicht und zu ihrer Risikobereitschaft, was bei den heutigen Verhältnissen im Milchmarkt nicht mehr selbstverständlich sei. Für Milchproduzenten und Käsereien seien verlässliche Partner wie die Emmi-Gruppe wichtig. Der SBV-Präsident stellt fest, dass Neuenschwander ohne öffentliche Mittel investierte. Er befürchtet eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber Investitionen im Berggebiet, welche subventioniert werden. Gleichzeitig betonte er die Wichtigkeit eines hohen Qualitätsbewusstseins vom Milchproduzenten bis an den Ladentisch. «Nur so ist es möglich, am Markt zu bestehen», sagte Walter.

Viel Lob für den Familienbetrieb
Lob durfte die Unternehmerfamilie auch von Gemeindeammann Eugen Staub und Armin Vogt, Präsident PMO Mittelthurgau, entgegennehmen. Die beiden sprachen von einem seriösen, innovativen Familienunternehmen. Leonhard Wey, Vertreter der Emmi-Gruppe, sprach von einem Familienunternehmen, welches an die Zukunft glaube, dies obwohl sich die Milchbranche, mit der Aufgabe der staatlichen Milchkontingentierung, in einer schwierigen Phase befinde.

Mario Tosato


Die umgebaute Käserei Güttingen (von links): Eugen Staub, Nationalrat
Hansjörg Walter, Ernst, Käthi und Thomas Neuenschwander,Armin Vogt, Leonhard
Wey und Käseeinwäger Niklaus Gasser. (tos)
Die umgebaute Käserei Güttingen (von links): Eugen Staub, Nationalrat Hansjörg Walter, Ernst, Käthi und Thomas Neuenschwander,Armin Vogt, Leonhard Wey und Käseeinwäger Niklaus Gasser. (tos)