Ausgabe Nummer 14 (2004)
Fast zu schade, um zu tütschen
d>Tipps zum Eierfärben mit Naturfarben
Hase und Ei gehören zum Osterfest wie der Christbaum zu Weihnachten. Meist werden nicht ordinäre weisse oder braune Eier versteckt, gesucht und wieder gefunden, sondern schön farbig verzierte, die dann viel zu schade zum Tütschen sind. Hier einige Tipps, wie sich mit natürlichen
Farben bunte Eier färben lassen.
Gelb
Kamille: Das leuchtende Gelb erhalten Sie von Kamilleblüten und der Färberkamille. Ungeeignet sind Teebeutel. Benötigt werden für EL Kamilleblüten auf 1 Liter Wasser. Die höchste Farbintensität
gibt es nach 15 Minuten.
Mate-Tee: 4 EL auf 1 Liter Wasser 10 Minuten aufkochen, dann Eier beigeben. Lässt man den Sud erkalten und gibt dann die Eier bei, so färben sich diese grünlich.
Johanniskraut: 1 Handvoll Johanniskraut und 1/2 TL Alaun(1) und 1/2 Liter Wasser eine halbe Stunde kochen, Eier beigeben. Wird zum Kochen noch eine Eisenschraube hinzugelegt, so färben sich die Eier grünlich. Teekräuter färben im Allgemeinen gelb bis braun.
Grün
Grüntöne sind allgemein sehr schwierig herzustellen.
Schachtelhalm wird mit einer Handvoll Kraut gelbgrün.
Spinat liefert eine grüne Farbbrühe, die aber sehr schlecht aufzieht.
Ysop und Weinraute: 1 Handvoll auf 1 Liter Wasser, 1 bis 60 Minuten Färbezeit Efeu, Brennnessel und Mate-Tee (siehe oben) färben ebenfalls grün.
Braun
Walnuss gibt ein besonders schönes Braun (1 bis 60 Minuten). Gut geeignet für Kratztechniken sind lange gefärbte Eier.
Zwiebelschalen (1 Handvoll auf 1 Liter Wasser): längere Zeiten gekocht, eignen sich so gefärbte Eier vor allem fürs Verzieren durch Kratzen, Ätzen oder Ritzen. Kocht die Brühe nicht, so färben Zwiebelschalen eher rötlich.
Ob rote oder braune Zwiebelschalen verwendet werden, hat auf das Einfärben der Eier keinen Einfluss. Mischungen mit Krapp oder Holundersaft ergeben ebenfalls interessante Färbungen.
Rot
Krapp (Färberöte): Rot, rosa, rotbrau sowie Zwischentöne gelingen am einfachsten mit Krapp (3 EL auf 1 Liter Wasser). Der Farbbrühe 3 EL Alaun zusetzen. 15 bis 30 Minuten gefärbt, ergibt das starke Rottöne. Rosatöne erreicht man, wenn das Wasser nicht kocht, sonst setzen sich die Brauntöne frei (wie bei den Zwiebeln).
Cochenille: (2) 2 g Cochenilleläuse im Mörser zerstossen und in 1 Liter Wasser aufkochen. Auf weissen Eiern färbt Cochenille eher pink, auf braunen Eiern rot. Mit Blauholz gemischt ergeben sich lila Farbtöne.
Rotholz: 2 bis 3 EL pro Liter Wasser. Die Färbedauer beinflusst die Farbintensität kaum.
Randensaft färbt kaum, da die Eierschalen die Farbe schlecht annehmen. Dafür ergibt sich eine herrlich rote Malfarbe, wenn man dem eingekochten Sud etwas Alaun zusetzt.
Blau
Blauholz färbt blau bis schwarz. Blauholz ist nicht lichtecht, es verfärbt sich mit der Zeit braun. Mit Blauholz gefärbte Eier eignen sich sehr gut für Ätztechnik mit Zitronensaft oder -säure.
Malven und Stockrosen geben einen schönen Grau-Blau-Ton, 1 bis 60 Minuten Färbezeit. Holundersaft wird besonders intensiv, wenn dem kalten Sud (Eisenschraube oder -späne) zugegeben werden.
Indigo färbt nicht nur Eier, sondern auch Hände. Pulver kann sehr gut in die Schale eingerieben werden, was ein feines Pastellblau ergibt. Indigo ist sehr teuer, aber sparsam im Gebrauch.
Brombeersaft: Eier darin fünf Minuten wenden, abspülen, jedoch nicht abreiben, sonst verliert das Ei die schöne, blaue Farbe. Wasser nur darüberlaufen lassen. Unbedingt lackieren! (pl/hil)
(1) Ein Aluminiumsalz-Kristall, der unter anderem zum Blutstillen nach einer allzu scharfen Rasur verwendet wurde. In Apotheke und Drogerien erhältlich.
(2) Die Cochenille-Schildläuse werden in Mexiko auf Agaven gezüchtet und gelangen bei uns als getrocknetes rötliches Pulver in den Handel. In Drogerien und Apotheken erhältlich.
Fast zu schade, um zu tütschen
Farben bunte Eier färben lassen.
Gelb
Kamille: Das leuchtende Gelb erhalten Sie von Kamilleblüten und der Färberkamille. Ungeeignet sind Teebeutel. Benötigt werden für EL Kamilleblüten auf 1 Liter Wasser. Die höchste Farbintensität
gibt es nach 15 Minuten.
Mate-Tee: 4 EL auf 1 Liter Wasser 10 Minuten aufkochen, dann Eier beigeben. Lässt man den Sud erkalten und gibt dann die Eier bei, so färben sich diese grünlich.
Johanniskraut: 1 Handvoll Johanniskraut und 1/2 TL Alaun(1) und 1/2 Liter Wasser eine halbe Stunde kochen, Eier beigeben. Wird zum Kochen noch eine Eisenschraube hinzugelegt, so färben sich die Eier grünlich. Teekräuter färben im Allgemeinen gelb bis braun.
Grün
Grüntöne sind allgemein sehr schwierig herzustellen.
Schachtelhalm wird mit einer Handvoll Kraut gelbgrün.
Spinat liefert eine grüne Farbbrühe, die aber sehr schlecht aufzieht.
Ysop und Weinraute: 1 Handvoll auf 1 Liter Wasser, 1 bis 60 Minuten Färbezeit Efeu, Brennnessel und Mate-Tee (siehe oben) färben ebenfalls grün.
Braun
Walnuss gibt ein besonders schönes Braun (1 bis 60 Minuten). Gut geeignet für Kratztechniken sind lange gefärbte Eier.
Zwiebelschalen (1 Handvoll auf 1 Liter Wasser): längere Zeiten gekocht, eignen sich so gefärbte Eier vor allem fürs Verzieren durch Kratzen, Ätzen oder Ritzen. Kocht die Brühe nicht, so färben Zwiebelschalen eher rötlich.
Ob rote oder braune Zwiebelschalen verwendet werden, hat auf das Einfärben der Eier keinen Einfluss. Mischungen mit Krapp oder Holundersaft ergeben ebenfalls interessante Färbungen.
Rot
Krapp (Färberöte): Rot, rosa, rotbrau sowie Zwischentöne gelingen am einfachsten mit Krapp (3 EL auf 1 Liter Wasser). Der Farbbrühe 3 EL Alaun zusetzen. 15 bis 30 Minuten gefärbt, ergibt das starke Rottöne. Rosatöne erreicht man, wenn das Wasser nicht kocht, sonst setzen sich die Brauntöne frei (wie bei den Zwiebeln).
Cochenille: (2) 2 g Cochenilleläuse im Mörser zerstossen und in 1 Liter Wasser aufkochen. Auf weissen Eiern färbt Cochenille eher pink, auf braunen Eiern rot. Mit Blauholz gemischt ergeben sich lila Farbtöne.
Rotholz: 2 bis 3 EL pro Liter Wasser. Die Färbedauer beinflusst die Farbintensität kaum.
Randensaft färbt kaum, da die Eierschalen die Farbe schlecht annehmen. Dafür ergibt sich eine herrlich rote Malfarbe, wenn man dem eingekochten Sud etwas Alaun zusetzt.
Blau
Blauholz färbt blau bis schwarz. Blauholz ist nicht lichtecht, es verfärbt sich mit der Zeit braun. Mit Blauholz gefärbte Eier eignen sich sehr gut für Ätztechnik mit Zitronensaft oder -säure.
Malven und Stockrosen geben einen schönen Grau-Blau-Ton, 1 bis 60 Minuten Färbezeit. Holundersaft wird besonders intensiv, wenn dem kalten Sud (Eisenschraube oder -späne) zugegeben werden.
Indigo färbt nicht nur Eier, sondern auch Hände. Pulver kann sehr gut in die Schale eingerieben werden, was ein feines Pastellblau ergibt. Indigo ist sehr teuer, aber sparsam im Gebrauch.
Brombeersaft: Eier darin fünf Minuten wenden, abspülen, jedoch nicht abreiben, sonst verliert das Ei die schöne, blaue Farbe. Wasser nur darüberlaufen lassen. Unbedingt lackieren! (pl/hil)
(1) Ein Aluminiumsalz-Kristall, der unter anderem zum Blutstillen nach einer allzu scharfen Rasur verwendet wurde. In Apotheke und Drogerien erhältlich.
(2) Die Cochenille-Schildläuse werden in Mexiko auf Agaven gezüchtet und gelangen bei uns als getrocknetes rötliches Pulver in den Handel. In Drogerien und Apotheken erhältlich.
