Ausgabe Nummer 24 (2005)
Faszinierendes Leben der «Idda von Toggenburg»
Witfrauentag 2005 in Fischingen
Faszinierendes Leben der «Idda von Toggenburg»
Über siebzig Witfrauen fanden sich im Benediktinerkloster Fischingen zu unserer alljährlichen Tagung zusammen. Den Verantwortlichen zur grossen Freude. Die Organisation war wieder bestens. Anwesend ist auch dieses Jahr Pia Lenz.
![]() |
Die Idda-Kapelle voll Schönheit und Prunk! (zVg) |
Elisabeth Gamper heisst alle herzlich willkommen mit einem Gedicht von Annelies Büchi.
Bruder Leo Gauch spricht über «Idda von Toggenburg». Sie lebte vom 12. bis Anfang des 13. Jahrhunderts. Albrecht von Bonstetten hielt die Lebensgeschichte dieser Gräfin von Toggenburg in einer Legende fest. Er erzählte über ihr Glück und Unglück, Freude und Leid, von Schuld und Sühne, wie es im menschlichen Leben erfahren wird.
Ein faszinierendes Leben
Diese Frau zeigte auch, wie Glaube an Gott, Opferbereitschaft und Verzicht den Menschen adelt und heiligt. Je härter das Schicksal ein Leben trifft, desto weniger mag ein Mensch sein Leben ohne Glauben an Gott zu meistern. Die Legende ist erfüllt von einem grossen Gottvertrauen dieser Gräfin Idda. Herausgeworfen aus ihrer Lebensbahn, überlässt Idda die Zukunft der Führung Gottes. Ihr Leben war aber auch von einem inneren Ringen gekennzeichnet. Die Legende erzählt aber auch vom Glück der jungen Gräfin, vom Geschmeide und dem goldenen Ring. Aber auch wie der Hirsch ihr Licht spendet durch die dunkle Nacht, auch sie suchte einen Ort der Stille und des Gebetes. Sie wurde erfüllt mit dem Licht Gottes.
Idda von Toggenburg wird heute wieder mehr verehrt, sei es von Pilgern oder von Mönchen. So verglich Bruder Leo aus dem Kloster Fischingen die Witfrauen mit dem Leben dieser Gräfin. Auch wir alle sind einmal durch dieses dunkle Tal gegangen. Weit in der Ferne leuchtet wieder etwas Neues, was im dunklen Moment für uns noch verborgen bleibt. Die Zuflucht zu Gott im Gebet erhellt auch unser Herz und gibt Leuchtkraft ab an die lieben Mitmenschen.
Klosterführung
Der Nachmittag ist ausgefüllt mit einer Führung durch das Kloster. Die Kirche wird zurzeit umgebaut. Unser Besuch ist aber der Idda-Kapelle gewidmet. Da ist nur ein Staunen diese Schönheit und dieser Prunk!
Zum Abschluss werden wir in der grossartigen Bibliothek des Klosters überrascht, mit einem Ausschnitt aus der Arie «Norma» von Vincenze Bellini, gesungen von der Sopranistin Yvonne Widmer, begleitet von Pianist Gary A. Abrahams und drei Damen des Kammerchors. Wir danken Bruder Leo und Werner Ibig für die aufschlussreiche Führung. Aber auch dem Organisationsteam: Elisabeth Gamper, Marianne Hausammann, Nelly Ammann und Pia Lenz.

