Ausgabe Nummer 7 (2006)

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Fleckvieh in der Ostschweiz weiter im Vormarsch

Der VOFG vertritt auch viele Fleckviehhalter aus dem Thurgau

Fleckvieh in der Ostschweiz weiter im Vormarsch

Christian Tschanz aus Unterhörstetten wurde an der Delegiertenversammlung des VOFG für seine langjährige Tätigkeit als OK-Präsident der Fleckviehauktion in Osterhalden bei Frauenfeld geehrt.


Christian Tschanz mit seinem
Nachfolger Herbert Hablützel und
Präsident Hannes Walder
(von links) nach der Ehrung. (tos)
In seinem Jahresbericht an der Delegiertenversammlung des Verbandes Ostschweizerischer Fleckviehzuchtgenossenschaften (VOFG) in Otelfingen erinnerte Präsident Hannes Walder an die unterschiedlichen Wetterbedingungen in den verschiedenen Regionen und die Unwetterkatastrophen in den Berggebieten. Er sprach von guten klimatischen Bedingungen für die Ackerkulturen und für Getreideernte. Freude bereitet ihm die Entwicklung beim Export von Nutztieren. Zu den Höhepunkten im Verbandsjahr zählte er die Viehschau an der Olma in St. Gallen und an der Wega in Weinfelden. Als absoluter Höhepunkt des Verbandsjahres 2005 nannte Walder die Durchführung der 1. Ostschweizer Holstein-, Red-Holstein-Eliteschau in Wattwil. Er lobte die ausgezeichnete Qualität der Tiere, die gute Infrastruktur der neuen Markthalle, die tadellose Organisation und der Grossaufmarsch des Publikums. Erfreulich sei auch der Rechnungsabschluss, konnte doch ein Vorschlag von rund 8600 Franken erzielt werden. Walders Fazit: «In der Hochburg der Braunviehzucht konnten wir mit unseren roten und schwarzen Rindern und Kühen beste Propaganda machen.» Walder ehrte Christian Tschanz, Unterhörstetten, langjähriger erfolgreicher OK-Präsident der Fleckviehauktion in Osterhalden. Im November gab Tschanz sein Amt an Herbert Hablützel aus Stehrenberg weiter. Tschanz habe es zusammen mit seinem Team verstanden, im Laufe der Jahre eine grosse Stammkundschaft aufzubauen, was für die gute Qualität der Tiere und faire Preise spreche.

Mehr farbige Herdebuchtiere in der Ostschweiz

Erfreuliches konnte auch Kassier Walter Brunner berichten, konnte doch in der Jahresrechnung ein Gewinn von rund
4400 Franken ausgewiesen werden, womit das Vermögen auf rund 37 300 Franken anstieg. Matthias Schelling, Direktor Schweizerischer Fleckviehzuchtverband, glaubt, dass sich im Umfeld der Viehzucht und Milchproduktion in nächster Zukunft wenig verändert, hingegen glaubt er, dass durch die Liberalisierung der Samenmarkt unter Druck geraten könnte. Um den Erfolg im Export nicht zu gefährden, sei es aber wichtig, dass auch in Zukunft nur beste Genetik eingesetzt werde. Nachdem die Zusammenarbeit mit dem Braunviehzuchtverband gescheitert sei, prüfe
eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit dem Holsteinzuchtverband eine engere Zusammenarbeit. Schelling konnte acht Bauern für ihre Kühe mit einer Lebensleistung von 100 000 Kilogramm Milch mit einer Glocke auszeichnen. Unter ihnen auch der Thurgauer Gerhard Wiesmann aus Oberneunforn. Schelling freute sich auch über die steigenden Zahlen der Herdebuchtiere in der Ostschweiz.
Fredi Siegerist aus Meisterschwanden stellte sich als neues Vorstandsmitglied des Schweizerischen Fleckviehzuchtverbands vor. Im Anschluss an den geschäftlichen Teil sprach Christoph Gerber, Agronom und langjähriger Tierzuchtkenner, zum Thema «Die rote Revolution – 40 Jahre Fleckviehzucht in der Schweiz».

Mario Tosato