Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
6. Juli 2018


Fleischproduzenten und Händler sind mit der Preisentwicklung zufrieden

Ausgabe Nummer 5 (2016)

Zur Freude der Produzenten und Händler wurden am öffentlichen Schlachtviehmarkt in der Markthalle Sangen in Weinfelden wiederum alle 71 aufgeführten Tiere verkauft.

Wie Urs Schwizer, Geschäftsführer der Bodenseefleisch AG erklärte, wird der öffentliche Schlachtviehmarkt in der Markthalle Sangen in Weinfelden seit dem Jahr 2002 durchgeführt. Im Jahr werden rund 700 Kühe und Rinder verkauft. Gegen zehn Händler holen hier die Tiere für die Schlachthöfe in der ganzen Schweiz. Laut Schwizer kann man seit rund anderthalb Jahren von einem sehr guten Kuhmarkt sprechen. Am letzten Dienstag wurden im Sangen Weinfelden total 71 Tiere aufgeführt und verkauft. Der Verkauf verlief flüssig und gut. Rund 30 Prozent der Tiere wurden überboten. Die Anbieter der aufgeführten Tiere sind mit den Preisen zufrieden, der Tabellenpreis ist auch gut, denn dieser ist seit dem letzten Markt um 40 Rappen pro Kilogramm Schlachtgewicht gestiegen. Die Tierhalter konnten von guten Preisen profitieren. Der nächste Markt findet am 1. März 2016 statt.

Gute Sache im Dienste der Branche
Nach den Aussagen von Urs Schwizer werden nur rund 15 Prozent der Schlachttiere über die öffentlichen Märkte vermarktet. Über diese Märkte werden alle Haartiere (Bankvieh und Kühe) gehandelt. Die realisierten Preise wirken sich laut Schwizer neben den Markteinschätzungen der grossen Schlachthöfe auf die Preisbildung der Wochentabelle aus. «Diese gute Sache im Dienste der ganzen Branche wird immer Anfang Monat im Herzen des Kantons Thurgau, im Sangen in Weinfelden, durchgeführt. In erster Line werden aus Infrastrukturgründen abgehende Milchkühe vermarktet», stellt Schwizer fest.

Es werden gute Preise gelöst
Der Weinfelder Schlachtviehmarkt zeigte sich in den vergangenen Jahren als Garant für gute, faire Preise, Transparenz und Abnahmegarantie. Für die Tierhalhalter ist diese Handelsmöglichkeit eine echte Alternative zur herkömmlichen Vermarktungsmöglichkeit. Bei der herkömmlichen Vermarktung holt der Händler das Vieh ab, die Taxierung durch die Proviande erfolgt im Nachhinein am Fleischkörper. Es kann sein, dass der Bauer noch mit Abzügen rechnen muss. Anders ist der Verkauf auf dem öffentlichen Markt: Das Vieh wird angemeldet, auf Wunsch transportiert, gewogen und das lebende Vieh durch die Proviande taxiert. Jeden Monat sind gegen zehn Viehhändler von der ganzen Deutschschweiz auf Platz und bekunden ihr Interesse. Teilweise werden die Tiere bis 40 Rappen über der Proviande-Wochenpreistabelle verkauft.

Lob vom Produzenten und Händler
Der Bauer Ruedi Weber aus Frauenfeld bringt seine Kühe mehrmals im Jahr nach Weinfelden. Er spricht von einer transparenten Preispolitik. Dabei lobt er die Experten der Proviande, welche ihre Arbeit verstehen. Werner Item, Verantwortlicher Einkauf der Walter Arnold AG, Vieh- und Schweinehandel, Schönenberg TG, ist mit dem Angebot der Tiere sehr zufrieden. Auch der Verlauf des Viehmarktes sei übersichtlich und speditiv.


Mario Tosato









Proviande-Experten führten den Verkauf durch.

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