Ausgabe Nummer 32 (2010)

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Frauenfeld im knallroten SWISSness-Look

Für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest vom 20. bis 22. August wird die Thurgau- Arena mit 4000 Steh- und 43 400 Sitzplätzen gebaut.

 

Seit dem 5. Juni ist auf der grossen Allmend in Frauenfeld, die Thurgau-Arena im Bau. Bei der Fertigstellung fasst sie insgesamt 47 400 Zuschauerinnen und Zuschauer, 2500 Plätze mehr als jene in Aarau. Der oberste Bauchef ist Vizeammann und OK-Vizepräsident Werner Dickenmann, Frauenfeld, der zusammen mit dem ehemaligen Präsidenten des Thurgauer Kantonalen Schwingerverbandes, Peter Egloff, vor rund zehn Jahren das Eidgenössische lancierte. Als Generalunternehmer muss die Firma Nüssli, Hüttwilen, einzelne Tribünenteile mieten. Zwei eigene Tribünen standen bis vor drei Wochen noch in Valencia am Formel -1-Rennen. Eine weitere Tribüne stammt aus Deutschland. Laut Dickenmann werden über 1000 Tonnen Stahl verbaut. Das Budget für die Tribüne beträgt über zwei Millionen Franken. Dazu müssen noch 2500 Mannstage Hilfspersonal zur Verfügung gestellt werden. Die Armee leistet nach Dickenmann rund 5000 Mannstage, Die Hälfte wird für den Tribünenbau eingesetzt. Rund 1500 Mannstage werden durch Thurgauer Zivilschutzangehörige geleistet. Für das ganze Eidgenössische kommen noch 70 000 Helferstunden dazu. Bis jetzt wurden rund 18 000 Kubikmeter Kies verbaut. Das Gelände wurde so vorbereitet, dass man bei jedem Wetter mit schweren Maschinen Tiefbauarbeiten verrichten kann. «Diese imensen Tiefbauarbeiten sind eine Vorbeugemassnahme, wenn die Wetterverhältnisse schlecht sein sollten», sagt Dickenmann.

 

Frauenfeld will der perfekte Gastgeber sein

Der OK-Vizepräsident spricht bei der Grossen Allmend von einem wunderbaren Gelände, wo an die bestehende Infrastruktur des Waffenplatzes, mit fünf Ausbildungshallen, dem Ausbildungstrakt und den Unterkünften «angedockt» werden kann. Es stehen 25 000 gedeckte Plätze in verschiedenen Festzelten zur Verfügung. Dies sind fast 10 000 mehr als in Aarau. «Die Thurgau-Arena ist zwar seit Wochen ausverkauft. Wir erwarten aber täglich rund 30 000 bis 40 000 zusätzliche Besucher. Ihnen möchten wir Grossbildleinwände und bequeme, gedeckte Sitzplätze bieten», erklärt Dickenmann. In der Werbung hatte Luzern eine blaue und Aarau eine gelbe Grundfarbe. Frauenfeld wird sich im knallroten SWISSness-Look präsentieren. Zur Thurgau-Arena führt eine 150 Meter lange «Königsallee» mit einem roten Teppich und grossen Fotographien von allen noch lebenden Schwingerkönigen.

 

Mario Tosato