Ausgabe Nummer 13 (2005)
Gäste bewirten mit Fingerfood
| Ernährung und Rezepte | |||
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Gäste bewirten mit Fingerfood
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| Crostini, Tapas, Sushi oder Enchiladas sind in der ganzen Welt bekannt als Fingerfood-Varianten. Kleine Häppchen aus aller Welt mit einheimischen Produkten sind bei jeder Party ein Gaumenschmaus. Ob mit Fisch, Käse, Fleisch oder vegetarisch, süss oder pikant von diesen Häppchen kann keiner die Finger lassen. Kleine Speisen, über den Tag verteilt, oft im Stehen oder Gehen zwischen Tür und Angel gegessen, sind im Trend. | |||
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| Als Fingerfood bezeichnet man kleine Snacks, die man ohne Teller und Besteck möglichst mit einem Bissen essen kann. Man sollte darauf achten, dass die verwendeten Zutaten nicht zu stark tropfen, kleben oder beim Abbeissen spritzen. Fingerfood eignet sich wunderbar für Stehempfänge, zur Begrüssung von Gästen mit einem Gläschen Apfelschaumwein oder wenn man eine Party auf kleinem Raum feiern möchte, bei dem nicht genügend Sitzplätze vorhanden sind. Man kann Fingerfood auch wie ein Buffet aufbauen und einfach einen Stapel Servietten daneben legen. Fingerfood ist nicht zu verwechseln mit Fastfood, obwohl die Prinzipien ähnlich sind. Das Ziel ist, das Essen zwischendurch, wenn der Hunger plagt, einzunehmen. Ein paar nützliche Tipps können Ihnen dabei helfen, dass aus dem Anlass auch bestimmt ein unvergessliches Erlebnis wird. Ein grosser Vorteil für den Gastgeber ist, dass er Zeit hat für die Gäste und nicht den ganzen Abend in der Küche stehen muss. Alle bedienen sich beim Fingerfood von den gemeinsamen Platten, ein Treffpunkt, wo gutes Essen die Stimmung hebt. Selbst die «Vorsichtigsten» unter Ihren Gästen probieren neue Köstlichkeiten, da es sich hier nur um kleine Bissen handelt. Auf die richtige Menge kommt es an! Die Menge zu berechnen ist schwierig, sie hängt von der Tagesform, Tageszeit und dem Appetit der Gäste ab. Durchschnittlich werden in der ersten Stunde ca. sechs bis sieben Häppchen pro Person gerechnet, dann nimmt der Appetit ab und es werden vielleicht noch weitere vier gegessen. Bei einer Veranstaltung, die sich über den ganzen Abend erstreckt, plant man zehn bis zwölf Häppchen pro Person. Wer die Snacks als Appetitanreger vor dem Nachtessen anbietet, rechnet mit drei bis fünf Miniformaten für jeden Gast. Für eine kurze Begrüssungsparty (zwei bis drei Stunden) kalkuliert der Gastgeber vier bis sechs kleine Snacks pro Gast. Entscheidend ist auch die Vielfalt der Speisen. Für 10 bis 20 Gäste empfiehlt es sich, sechs verschiedene Gerichte bereit zu stellen, bei grösseren Gruppen acht. Anlass und Art der Gäste spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Häppchen! Haben Sie ein gemischtes Publikum eingeladen, kommt der Turnverein, oder wollen Sie Geschäftsfreunde mit erlesenen Köstlichkeiten beeindrucken? Weiter ist die Jahreszeit entscheidend. Nutzen Sie Saisonangebote. Berücksichtigen Sie bei der Wahl der Kleinigkeiten auch Vegetarier und weitere Essgewohnheiten. Es ist ratsam, neben bekannteren Gerichten auch ein bis zwei Besonderheiten aufzutischen. Die Snacks sollten sowohl in den Geschmacksrichtungen als auch in den Farben und Formen variieren. Passt es zur eingeladenen Gesellschaft, können Sie das Buffet auch nach einem Motto ausrichten, beispielsweise «Mostindien Thurgau», «Fingerfood für Klein und Gross» oder «ein Hauch aus dem Süden». Es empfiehlt sich, die Gäste zu informieren, was sie in punkto Essen erwarten wird. Wenn Sie als einzige Speise kleine Fingerfood-Spezialitäten servieren, so sollten Sie dies schon bei Ihrer Einladung mitteilen. Der Vermerk Stehimbiss, gross-zügiger Apéro oder ähnliche Bezeichnung deutet auf ein Fingerfood hin. Es wäre schade, wenn die Gäste mit falschen Voraussetzungen zum Essen kommen! Minicrêpe mit Spinat und Rohschinken ergibt zirka 12 Stück Zutaten: Crêpes 80 g Mehl 2,5 dl Milch 2 Eier 1 Prise Salz Bratbutter Füllung 300 g Blattspinat 1 Zwiebel 2 EL Butter 100 g Rohschinken 1 Knoblauchzehe, gepresst Salz, Pfeffer Zubereitung: Crêpes 1. Mehl in eine Schüssel geben. 2. Milch mit den Eiern mischen und mit dem Mehl von der Mitte aus zu einem glattem Teig rühren. 3. Mit Salz würzen. 4. Bratbutter erhitzen und dünne Crêpes backen. Füllung 1. Spinat gründlich waschen, kurz blanchieren und gut abtropfen lassen. 2. Zwiebel schälen und fein würfeln. 3. Butter in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Spinat darin dünsten. 4. Spinat mit Knobli, Pfeffer und Salz würzen. Crêpes ausbreiten, zunächst mit Blattspinat, dann mit Rohschinken belegen und aufrollen. Die Crêpes in 3 bis 4 cm dicke Scheiben schneiden und mit Spiessli feststecken. Thurgadospflaumen ergibt 20 Stück Zutaten: 2 dl Thurgados 40 St. Pflaumen, entsteint, gedörrt 20 Tr. Kochspeck 10 Tr. Sbrinz 1 KL Thymian, gehackt Zubereitung: 1. Pflaumen im Thurgados mind. eine Stunde einlegen. 2. Speck halbieren und nebeneinander auf die Arbeitsfläche legen, den Käse vierteln und auf die Specktranchen legen. 3. Den Käse mit Thymian bestreuen und die Pflaume einwickeln. Die Pflaumen mit der Öffnung nach unten auf ein mit Papier ausgelegtes Backblech geben. Backen: 6 Minuten im 250° C vorgeheizten Backofen. Nach dem Backen einen Zahnstocher durch die Pflaumen stecken. LBBZ Arenenberg, Hauswirtschaftliche Bildung, Sandra Kuster |
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