Ausgabe Nummer 41 (2003)

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Gegenseitige Rücksicht beim Rübentransport

Ostschweizerischer Verband der Zuckerrübenpflanzer lanciert Plakataktion
 

Gegenseitige Rücksicht beim Rübentransport

 
Nach den guten Erfahrungen der Sicherheitskampagne «Rübentransporte sicherer machen» des Transportrings Seeland mit verschiedenen Organisation im vergangenen Jahr wird die Aktion auf die gesamte Schweiz ausgedehnt. Der Startschuss erfolgte Anfang Woche in der Zuckerfabrik Frauenfeld.
 

Joachim Pfauntsch, Hansjörg Walter, Philipp Stähelin, Paul Rickenmann und Kaspar Baumann (von links) sind überzeugt, dass auch die diesjährige Sicherheitsaktion Erfolg haben wird.

 
Im vergangenen Jahr haben der Transportring Seeland, die Verkehrspolizei Lyss, die Zuckerfabrik Aarberg, der TCS und die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) eine Sicherheitskampagne lanciert, indem sie die Automobilisten zur Vorsicht mahnten und um Verständnis baten. Da die Aktion äusserst erfolgreich verlief, hat sich der Verband Schweizer Zuckerrübenpflanzer (SVZ) entschlossen, die Aktion «Rübentransporte sicher machen» in diesem Jahr in der ganzen Schweiz durchzuführen, erklärte Paul Rickenmann, Präsident des Ostschweizerischen Verbands der Zuckerrübenpflanzer (OVZ) und Vizepräsident SVZ. Während der Rübenkampagne wird den Automobilisten mit Plakaten an den Zufahrtsstrassen zu den Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld sowie zu den Verladestationen für ihre Geduld gedankt. Hinten an den Anhängerzügen ist das gleiche Sujet befestigt. Der SVZ und die Zuckerfabriken beteiligen sich massgeblich an den Kosten für das nötige Material.

Gut sichtbare Fahrzeuge sind wichtig
Im Sinne einer bessern passiven Sicherheit werden nach Angaben von Rickenmann den Rübentransporteuren zwei Massnahmen empfohlen:
  • Die dreieckige Heckmarkierungstafel macht Anhängerzüge sowohl bei Tag als auch bei Nacht unübersehbar.
  • Mit Konturmarkierung ausgestattete Fahrzeuge sind besonders von der Seite bei Dämmerung und Dunkelheit viel früher erkennbar.

Laut Joachim Pfauntsch, Werkleiter Zuckerfabrik Frauenfeld, und Ständerat Philipp Stähelin als Verwaltungsratspräsident der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld AG sind die Reklamationen in den vergangen Jahren stark zurückgegangen. Bei der Rübenannahme werden die Zuckerrübenlieferanten speditiv bedient, um Staus auf den Zufahrtstrassen zu verhindern. Nationalrat Hansjörg Walter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands, empfiehlt den Landwirten keine Rübentransportkolonnen zu bilden. Um den Automobilisten das Überholen zu erleichtern, sollten die Sicherheitsabstände von 50 Meter eingehalten werden.

Grundregeln müssen eingehalten werden
Polizei-Feldweibel René Beck von der Kantonspolizei Thurgau erinnerte anlässlich der Lancierung der Plakataktion an die grundsätzlichen Regeln im Strassenverkehr. Zwingend seien gültiger Führerausweis und Fahrzeugpapiere, funktionierendes Licht und Bremsen und das Einhalten von Gewichts- und Tempolimiten. Die Angaben zu Gesamtgewicht, Achsen-, Anhänger oder Deichsellast und Adhäsionsgewicht finde man meistens im Fahrausweis. Zudem müsse der Sicht nach hinten (100 Meter) gewährleistet sein, dafür brauche es Rückspiegel. Laut Beck müssen Zuckerrüben zudem so geladen werden, dass sie nicht herunterfallen können.

Mario Tosato

 

Tag der offenen Tür
Am Freitag, 24. Oktober, sind die Rübenpflanzer zu einer Besichtigung der Zuckerfabrik Frauenfeld eingeladen, gab Joachim Pfauntsch bekannt. Am Samstag, 25., und Sonntag, 26. Oktober, ist die Bevölkerung von Frauenfeld und Umgebung zum Tag der offenen Tür in der Zuckerfabrik Frauenfeld eingeladen. (tos)

 
 
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