Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. April 2018


Gegenseitiges Verständnis fördern, den Dialog intensivieren

Ausgabe Nummer 43 (2016)

Eine Exkursion mit Vertretern der Spezialkulturen, des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft und des Amtes für Raumentwicklung zeigte auf, an welche Grenzen die produzierende Landwirtschaft in raumplanerischen Fragen stösst und wo Konflikte zwischen einzelnen Interessensvertretern, dem Gesetzgeber und den beteiligten Ämtern bestehen.

Die Landwirtschaft hat oft den Eindruck, dass das Amt für Raumentwicklung kein Verständnis für ihre Anliegen hat oder sich zu wenig mit den Gegebenheiten vor Ort befasst. Auf der anderen Seite stehen die Verteter/innen des Amtes im Sandwich zwischen Gesetzgeber bzw. Rechtsprechung, und diversen individuellen und öffentlichen Interessen, denen es allen gilt, gerecht zu werden.
Um das gegenseitige Verständnis zu fördern und den Dialog zu intensivieren, lud der Verband Thurgauer Landwirtschaft VTL im Frühjahr zu einem Gespräch mit den Präsidenten der Spezialkulturen Obst, Gemüse, Wein und Beeren sowie den leitenden Personen des Amtes für Raumentwicklung ARE ein. Als Folge davon wurden an einer ganztägigen Exkursion verschiedene Themenschwerpunkte aufgegriffen und vor Ort veranschaulicht. Die Delegation besichtigte vier Thurgauer Bauernbetriebe und diskutierte intensiv über Totaleinnetzungen (Hagelnetze), Angestellten-Wohnungen, Treibhäuser, Bewässerungsteiche, Landschaftsbezug und Gebäudetypologie. Die Exkursion wurde von allen Seiten als äusserst wertvoll und lehrreich wahrgenommen. Eine Fortsetzung ist im Frühsommer 2017 geplant.


Petra Kuhn
Verband Thurgauer Landwirtschaft













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