Ausgabe Nummer 17 (2004)

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Gehalten, aber auf tiefem Niveau

Landwirtschaftliche Einkommen dank Eigenanstrengungen stabil
 
Gehalten, aber auf tiefem Niveau
 
Gemäss der provisorischen Auswertung der FAT Tänikon ging 2003 das landwirtschaftliche Einkommen gegenüber 2000/ 2002 geringfügig auf 55 300 Franken zurück, während der Jahresarbeitsverdienst je Familienarbeitskraft auf tiefem Niveau auf 36 000 Franken zulegte. Die Verbesserung der letzteren, rein kalkulatorischen Grösse ist vor allem auf externe Gründe zurückzuführen (Zinssatz Bundesobligationen). Die stabile Einkommensentwicklung ist dank zahlreicher Eigenanstrengungen der Branche zustande gekommen. Die Ergebnisse könnten zur Annahme verleiten, die extreme Trockenheit hätte sich kaum in den Betriebsergebnissen niedergeschlagen. Dass dem nicht so ist, zeigt ein vertiefender Blick in die Auswertung, ging doch der Rohertrag aus dem Pflanzenbau deutlich zurück. Ein Teil der Folgekosten der Trockenheit (Futterzukäufe) wird sich ausserdem erst im Jahr 2004 auswirken.

Verbesserte Arbeitsproduktivität
Die Zunahme der kalkulatorischen Grösse Arbeitsverdienst je Familienarbeitskraft geht vor allem auf externe Gründe zurück, wie beispielsweise auf den tieferen Zinssatz für Bundesobligationen. Dadurch verringerte sich der vom landwirtschaftlichen Einkommen abgezogene Zinsanspruch für das investierte Eigenkapital von 13 800 Franken auf 10 400 Franken (–24,6%). Ausserdem reduzierte sich die durchschnittliche Zahl der Familienarbeitskräfte pro Betrieb von 1,29 auf 1,25 (–3,1%), was auch zum Anstieg des Arbeitsverdienstes je Familienarbeitskraft beitrug. Dieser Rückgang ist auch Beleg für eine verbesserte Arbeitsproduktivität auf den Betrieben.

Verzögerte Folgen der Trockenheit
Die Jahrhunderttrockenheit hatte deutlich tiefere Roherträge im Getreidebau und in der Raufutterproduktion zur Folge. Da sich der Raufuttermangel auf die gesamte Winterfütterungsperiode auswirkt, werden sich die Folgen des Trockensommers 2003 teilweise erst in der Rechnungsperiode 2004 manifestieren.
Nicht zuletzt dank der vom Schweizerischen Bauernverband (SBV) und seinen Mitgliedorganisationen lancierten Massnahmen (innerlandwirtschaftliche Solidaritätsaktionen, Futtermitteltransporte durch die Armee, Zollsenkungen auf importierten Futtermitteln usw.) kamen die landwirtschaftlichen Einkommen 2003 weniger stark unter Druck, als ursprünglich befürchtet werden musste. Auch der Schlachtviehmarkt entwickelte sich günstiger als erwartet, wozu Marktentlastungsmassnahmen und ein stabiles Marktgleichgewicht dank tieferer Tierzahlen beitrugen. Auch in der Kategorie Direktvermarktung konnte der Rohertrag deutlich gesteigert werden, was aufzeigt, dass die Betriebe den Spielraum zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation voll ausschöpfen. (SBV)
 
 
 
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