Ausgabe Nummer 45 (2010)
Gemeinsame Rundholzrichtpreisempfehlung für Nadelholz, schwieriger Markt für Laubholz
Die Marktpartner der Ostschweiz haben am 20. Oktober 2010 die Situation im Laubholzmarkt diskutiert. Eschen und Eiche sind in kleineren Mengen nachgefragt. Nachdem die Marktpartner Anfang September gemeinsame Richtpreisempfehlungen für Nadelholz herausgegeben haben, verzichten sie auf solche beim Laubholz.
Nadelrundholz
Die gemeinsame Rundholzrichtpreisempfehlung von Anfang September hat Waldeigentümer motiviert, ihre Nadelholzernte zu planen und bereits früh Rundholz auf den Markt zu bringen. Dadurch hat sich die Situation bei den verarbeitenden Betrieben in der Ostschweiz etwas entspannt. Nadelrundholz ist weiterhin stark nachgefragt.
Laubrundholz
Grundsätzlich wird von allen Marktpartnern erkannt, dass der in der Schweiz praktizierte, naturnahe Waldbau vermehrt Buche, Esche und Eiche auf den Markt bringen wird. Mittelfristig müssen gemeinsam Anstrengungen unternommen werden, um innovative Laubholzprodukte mit Mengenpotenzial marktreif zu machen.
Beim Laubholz fragen regionale Abnehmer kleinere Mengen Eschen- und Eichenrundholz nach. Buche, Kirschbaum und Ahorn sind auch dieses Jahr schwach nachgefragt. Stärker als beim Nadelholz wirkt sich der ungünstige Wechselkurs von Euro und Franken auf die Laubholzpreise aus. Die Waldwirtschaftsverbände der Nordostschweiz und Holzindustrie Schweiz, Regionalverband Ost werden je eigene Rundholzrichtpreisempfehlungen für Laubrundholz bekanntgeben. Waldeigentümern wird empfohlen, den Absatzkanal sowie die richtige Sortierung vor einem Holzschlag genau abzuklären. Grundsätzlich sind C, D und Energieholzsortimente gut absetzbar. Es lohnt sich, bestehende Absatzkanäle und Nischen zu nutzen. Revierförster und Holzvermarkter können die Waldbesitzer bei der Holzvermarktung unterstützen.
Holzindustrie Schweiz, Regionalverband Ost, Toni Horat, Schönenberg
