Ausgabe Nummer 48 (2004)
Gemüse: Lagerbestand per 15. November 2004
| Gemüsebau |
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Gemüse: Lagerbestand per 15. November 2004
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| Die Gemüsebranche steht vor einer speziellen und schwierigen Saison 2004/05. Die Bestände aller Lagergemüse sind sehr gross. Mehrheitlich ist die Einlagerung abgeschlossen. Zurzeit ist der Markt noch übersättigt. Etliche Ware ist nicht haltbar und teilweise von schlechter Qualität. |
| Die Situation beim Bio-Lagergemüse ist identisch, vor allem bei Karotten und Zwiebeln sind die Bestände sehr gross. Karotten: Bei Handel und Produktion sind 41 929 Tonnen Karotten eingelagert. Davon sind 18,9 Prozent grossfallende Ware. 61 Prozent der Ware lagern beim Handel. Bei einer mittleren Lagerminderung von 5820 Tonnen (Durchschnitt der letzten 5 Jahre) dürfte der Bestand bis Mitte Juni reichen. Im Thurgau lagern 1600 Tonnen grossfallende und 1300 Tonnen normalfallende Karotten. Der Marktanteil beträgt 7 Prozent. Karotten Bio: Gemäss den Meldungen sind 6555 Tonnen eingelagert. Davon sind 16 Prozent grossfallende Ware. Gerechnet mit der letzten Lagerminderung dürfte der Vorrat sogar bis Mitte Juli reichen. Knollensellerie: Die Einlagerung ist abgeschlossen und es sind 6530 Tonnen am Lager. Bei einer mittleren Lagerminderung von 800 Tonnen dürfte dieser Vorrat bis Mitte Juli reichen. Die Frischmarktware (erste Grösse) dürfte aber wesentlich früher aufgebraucht sein. Mit 46 Prozent ist der Anteil an grossfallender Ware extrem gross. Zu 78 Prozent lagert der Sellerie gegenwärtig bei der Produktion. 13 Prozent der Sellerieernte lagert im Thurgau, davon 20 Prozent grossfallenden Ware. Knollensellerie Bio: 810 Tonnen sind eingelagert, davon nur 10 Prozent beim Handel. Der Anteil an grossfallender Ware beträgt 33 Prozent. Mit einer mittleren Lagerminderung gerechnet, wären die Lager erst Mitte August geräumt. Randen: Die Randen sind das einzige Lagergemüse mit keinem extrem grossen Lagerbestand. Gegenwärtig sind 6286 Tonnen eingelagert, davon 12 Prozent im Thurgau. Trotzdem reicht der vorhandene Bestand bis zur freien Phase. Randen Bio: 969 Tonnen sind gegenwärtig eingelagert. Gemäss Meldung sind 100 Tonnen noch nicht beim Handel am Lager. Die Lager dürften Ende Mai geräumt sein. Der Anteil an grossfallender Ware ist mit 32 Prozent sehr gross. Rotkabis: Zu 93 Prozent lagert die Ware bei der Produktion. Gemeldet sind ein Bestand von 2787 Tonnen, davon sind 28 Prozent grossfallende Ware. Rechnerisch dürfte der Bestand bis Anfang Juni reichen. 6 Prozent Rotkabis des Schweizer Marktes lagern zurzeit im Thurgau. Rotkabis Bio: Die 241 Tonnen Rotkabis in den Lagern sollten sich rechtzeitig vermarkten lassen. Der gesamte Lagerbestand ist bei der Produktion gelagert. Weisskabis: Die Lager sind mit 4891 Tonnen gefüllt. Rechnerisch dürfte somit eine Versorgung bis Ende Juni gewährleistet sein. Der Anteil an grossfallender Ware dürfte die Kampagne massiv beeinflussen, beträgt er doch extreme 33 Prozent. 8 Prozent des Marktanteils liegen im Thurgau. Weisskabis Bio: An den Lagern sind 342 Tonnen, diese sind fast ausschliesslich bei der Produktion. Die Vorräte dürften knapp bis Mitte Mai reichen. Der Anteil an grossfallender Ware beträgt 28 Prozent. Wirz: 891 Tonnen sind eingelagert, davon lagern 19 Prozent beim Handel. Bei einer mittleren Lagerminderung von 180 Tonnen, dürften die Lager Mitte Mai geräumt sein. Der TG-Anteil am Schweizer Lager liegt bei rund 10 Prozent. Wirz Bio: Der Lagerbestand beträgt 87 Tonnen. Die Lagerminderung war in der letzten Saison 14 Tonnen und im Durchschnitt über die letzten Jahre 26 Tonnen. Bis zur neuen Saison dürfte die eingelagerte Ware vermarktet sein. Zwiebeln: Die Lager sind gefüllt mit 18 536 Tonnen. 30 Prozent des Bestandes sind Metzgerzwiebeln. In den Lagern beim Handel sind 19 Prozent der Zwiebeln. Gerechnet mit einer mittleren Lagerminderung von 1850 Tonnen, dürften die Vorräte für 10 Monate reichen. Der Thurgauer Lageranteil beträgt 9 Prozent. Zwiebeln Bio: Erstmalig sind über 1000 Tonnen, nämlich 1211 Tonnen Bio-Ware am Lager. Bei einer mittleren Lagerminderung von 100 Tonnen dürften die Vorräte bis in den nächsten Herbst hinein reichen. Im Bestand eingeschlossen sind 17 Prozent Metzgerzwiebeln. Die Vorräte sind zu 69 Prozent bei der Produktion. Peter Konrad, Fachstelle Gemüse- und Beerenbau, LBBZ Arenenberg |
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