Ausgabe Nummer 14 (2008)

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Generalversammlung der PO Ostschweiz: Melken, melken, melken ...

Rund 500 Bauern besuchten die Generalversammlung der PO Ostschweiz in Mettlen

Positive Signale bekamen die rund 500 Teilnehmer von Damian Henzi, CEO der Hochdorf- Gruppe, zu hören. In die Milchpulverfabrik Sulgen sollen in den kommenden zwei Jahren 40 Millionen Franken investiert werden.

Unter der Vision «Best Partner» wolle die Hochdorf-Gruppe durch das Veredeln und Haltbarmachen von Nahrungsmittelrohstoffen einen Beitrag zur Ernährung der Menschen leisten. «Dabei setzen wir auf Werte wie Vertrauen, Aufrichtigkeit, Respekt,Verantwortung und Freude», erklärte CEO Damian Henzi, an der Generalversammlung der Produzentenorganisation (PO) Ostschweiz (Hauptabnehmer: Arnold Produkte AG) vor rund 500 Mitgliedern. Die Hochdorf-Gruppe will im laufenden Jahr einen Umsatz von 389 Millionen Franken und im Jahr 2011 von 490 Mio.Franken erzielen. Sie ist eines der führenden Nahrungsmittel-Unternehmen der Schweiz. Aus natürlichen Rohstoffen wie Milch und Weizenkeimen gewonnen, leisten die Hochdorf-Produkte seit 1895 einen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden von Babys bis hin zu Senioren. Zu den Kunden zählen die Lebensmittelindustrie, der Detailhandel, Bäckereien und die Gastronomie. Die Produkte werden in über 40 Ländern verkauft. Henzi erinnerte daran, dass Milch als Rohstoff auf der ganzen Welt sehr gesucht sei. «Deshalb ist es wichtig, dass die Milchproduzenten melken, melken, melken ...», so Henzi. In den kommenden zwei Jahren möchte die Hochdorf-Gruppe 60 Mio. Franken in neue Anlagen investieren. Davon entfallen 40 Millionen Franken für einen Sprühturm und die Modernisierung der Milchpulverfabrik Sulgen.

Jeder Bauer kann so viel liefern, wie er will
Zuversichtlich gaben sich auch Reto Rauch, Geschäftsführer PO Ostschweiz, und Walter Arnold, Inhaber Arnold Produkte AG, Schönenberg TG. Mit der PO Ostschweiz seien bis jetzt 914 Mitglieder aus der Milchkontingentierung ausgestiegen, und ab 1. Mai folgen weitere 219 Produzenten. Das Produktionspotenzial liege bei 113 Mio. Kilogramm Milch. Für Rauch ist ein von vielen Seiten gewünschter Milchpool nicht nötig. Die PO Ostschweiz möchte ihre Unabhängigkeit bewahren. Arnold freut sich, dass im vergangenen Jahr durch die bewilligten Mehrmengen- Projekte jeder Bauer der PO Ostschweiz so viel Milch abliefern konnte, wie er wollte. Punkto Milchpreis gab er sich allerdings zurückhaltend. Er glaubt nicht, dass der Milchpreis in diesem Jahr um 10 Rappen steigen wird.

Vorstand für drei Jahre bestätigt
In seinem Jahresrückblick gab Präsident Bernhard Gysel,Wilchingen SH, der Freude über die Trendwende im Milchmarkt Ausdruck. Die Preiserhöhung gegenüber Mai 2007 liege bei 7,5 Rappen je Kilo Milch plus einer Anpassung der Lademenge nach oben. Der bisherige Vorstand mit Bernhard Gysel an der Spitze wurde einstimmig bestätigt. Neu nimmt Bruno Schuler aus Hünenberg ZG Einsitz im Vorstand.

Mario Tosato


Glauben an die Zukunft der Schweizer Milch (v. l. n. r.):Walter Arnold, Reto Rauch,
Bernhard Gysel und Damian Henzi. (tos)
Glauben an die Zukunft der Schweizer Milch (v. l. n. r.):Walter Arnold, Reto Rauch, Bernhard Gysel und Damian Henzi. (tos)