Ausgabe Nummer 1 (2009)
Generalversammlung des Thurgauer Verbands für Landtechnik in Frauenfeld
Anschluss an den Verband Thurgauer Landwirtschaft rückt näher
Der Vorstand des Thurgauer Verbands für Landtechnik bereitet dem Auftrag entsprechend die Fusion zum neuen Verband Landwirtschaft Thurgau vor und wird dabei kritisiert.Bei der Begrüssung anlässlich der Generalversammlung des Thurgauer Verbands für Landtechnik (TVLT) sprach Präsident Hansjörg Uhlmann von einem guten Landwirtschaftsjahr 2008. Er wies darauf hin, dass die letzte Generalversammlung den Vorstand beauftragte, einen Beitritt zum neuen Verband Thurgauer Landwirtschaft (VTL) vorzubereiten. Dieser Auftrag sei erfüllt worden. Innerhalb des Ressorts Bildung/Weiterbildung werde die Kommission Landtechnik gebildet. Die Statuten und Reglemente des neuen VTL werden vorbreitet und von einem Juristen überarbeitet. Uhlmann betonte, dass die Kommission Landtechnik selbstständig sei und auch über das bisherige Verbandskapital von rund 100000 Franken verfügen könne. An einer ausserordentlichen Generalversammlung im kommenden Jahr, wenn die Statuten und Reglemente vorliegen, soll über den definitiven Beitritt des Thurgauer Verbands für Landtechnik zum VTL abgestimmt werden. Victor Monhart bedauert, dass die Landtechnik im VTL über kein eigenes Ressort verfüge und somit nicht direkt dem Vorstand angehöre. Er forderte die Verbandsverantwortlichen auch auf, sich bei der Verlagerung der Zuckerrübentransporte von der Strasse auf die Schiene verstärkt zugunsten der Rübenpflanzer einzusetzen. Monhart erinnerte daran, dass viele Landwirte in den letzten drei Jahren grosse Investitionen in Rübentransportfahrzeuge tätigten. Eine Verlagerung auf die Schiene würde diese Bauern in Bedrängnis bringen.
Nachrichten aus dem Strassenverkehrsamt
Josef Enk, Kundendienst Prüfungen des Strassenverkehrsamts in Frauenfeld, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem TVLT im Bereich Verkehrssicherheit und Verkehrsausbildung. Er informierte eingehend über die teils bereits eingeführten Vorschriften an landwirtschaftlichen Fahrzeugen wie Höchstgeschwindigkeitszeichen, Heckmarkierungstafeln und Seitenblickspiegel.
Grosses Interesse an Fotovoltaikanlagen
Auf grosses Interesse stiessen die Ausführungen von Christian Wolf, Verwaltungsratspräsident des Maschinen- und Betriebshelferrings (MBR) Thurgau AG, zu den Solarstromanlagen, die sich für landwirtschaftliche Betriebe besonderes eignen. Er informierte über Planung, Installation, Überwachung, Preise und nicht zuletzt über die Einspeiseentschädigung für Solarstrom. Die vielen gezielten Fragen der Landwirte beweisen das grosse Interesse der Bauern an Fotovoltaikanlagen.
Hausaufgaben für die Öffnung der Grenzen machen
Der Abschluss der Tagung bildete das Referat von Hermann Sieber, ehemaliger CEO des Landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbands Schaffhausen, zum Thema «Freihandel mit der EU:Wo steht die Landtechnik?» Sieber wies darauf hin, dass sich die Grenzen weiter öffnen werden. Deshalb sei es wichtig, dass sich die Schweizer Landwirtschaft mit ihren Partnern auf Grenzöffnung einstellen und sich weiter «fit» mache. Ein wichtiger Faktor sei dabei die Senkung der Kosten. So verzichtete der Landmaschinenhandel seit Langem zwischen einem Viertel und einem Drittel der Handelsmargen. Er empfahl den Bauern, allfällige Hausaufgaben zur Öffnung der Grenzen bereits jetzt zu machen.
Mario Tosato

