Ausgabe Nummer 11 (2007)

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Gespanntes Warten auf Bundesrätin Leuthards Antwort

Die Rindermäster der Swiss Beef Region Ost freuen sich über vorwiegend positive Signale. Sorgen bereitet hingegen die geplante Tierschutzverordnung.

«Ein unverbesserlicher Optimist stellt immer das Gute voran», erklärte Kurt R. Herzog, Präsident Swiss Beef Region Ost, in einem Gespräch nach der Generalversammlung vom Mittwoch vergangener Woche. So sei die Stimmung in der Schweizer Rindfleischproduktion erfreulich gut. «Die Konsumenten besitzen Geld und sind auch bereit, dieses für unsere guten Produkte auszugeben», sagt Herzog. Nach seinen Angaben spricht man im europäischen Raum kaum von Rindfleischvorräten, und weltweit sei gar eine steigende Nachfrage auszumachen. Hingegen sei festzustellen, dass «Herr und Frau Schweizer» im europäischen Vergleich immer noch sehr wenig Rindfleisch essen. Grosse Skandale gebe es in der Rindfleischbranche nicht, und Berichte in den Medien über verwerfliche Tiertransporte hätten zurzeit Sendepause. «Das alles tönt nach Aufschwung und vermehrter Wertschätzung unseres Schaffens. Unsere lebensnotwendigen Nahrungsmittel dürfen etwas kosten, erst recht dann, wenn sie naturschonend und ökologisch sinnvoll produziert und transportiert werden», freut sich Herzog. Er ordert auch Erfreuliches, wo Ökoflächen vermehrt als Energieflächen genutzt werden. So dienen Mais, Getreide, Raps und anderes mehr zur Energiegewinnung.

Tierschutzverordnung beruhigt Swiss Beef
Dies alles täusche aber nicht darüber hinweg, dass es in verschiedenen Bereichen noch sehr grosse Anstrengungen brauche. So haben sich die bäuerlichen Organisationen und Verbände mit grossem Engagement zur neuen Tierschutzverordnung vernehmen lassen. Herzog freut sich, dass diese Tierschutzverordnung, welche vermehrte grosse Kosten generieren würde, von den bäuerlichen Organisationen und Verbänden regelrecht abgeschmettert wurde. Mit Genugtuung habe die Fleischbranche zudem zur Kenntnis genommen, dass die meisten Kantone den überbordenden, verschärfenden und die Produktion enorm verteuernden Gesetzesentwurf ebenfalls ablehnen. Herzog zeigt sich enttäuscht, dass die Tierschutzkreise wenig Bereitschaft zu einem Kurswechsel zeigen. Gespannt ist er auf das Verhalten von Bundesrätin Doris Leuthard, die als «Euroturbo » diese Verschärfung und die kostentreibenden Massnahmen nicht zulassen dürfe.Auf der anderen Seite habe sie aber den Tierschützern doch einiges versprochen. Laut Herzog erlebten die Rindermäster angenehme Momente bei der Ankündigung, dass neu die Silomaisfläche als Raufutter gerechnet werde.

Effiziente und zielgerichtete Weiterbildung
Wie Herzog erklärt, ist eine effiziente und zielgerichtet Weiterbildung für die Swiss Beef Sektion Ost sehr wichtig. Mit drei bis vier «Beef-Höcks» werde diesem Ziel nachgelebt. Diese Veranstaltungen und Bildungsreisen würden aber auch rege zum Erfahrungsaustausch unter Berufskollegen genutzt. Er freut sich auch über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den ostschweizerischen landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentren.

Mario Tosato


Kurt R. Herzog, Präsident Swiss Beef
Region Ost, freut sich über die positiven
Signale in der Fleischbranche. (tos)
Kurt R. Herzog, Präsident Swiss Beef Region Ost, freut sich über die positiven Signale in der Fleischbranche. (tos)