Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
20. April 2018


Gewappnet für Herausforderungen des Berufsalltags

Ausgabe Nummer 28 (2016)

Abschlussfeier Landwirt/-in und Agrarpraktiker/-in am BBZ Arenenberg

Anfang Juli feierten junge Frauen und Männer den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung Landwirt/-in EFZ und der Attestausbildung Agrarpraktiker/-in EBA.

An der diesjährigen Feier für die Ausbildung Landwirt/-in und Agrarpraktiker/-in überwiegten traditionsbewusste Elemente. Bereits vor der eigentlichen Feier fuhren einige der angehenden Junglandwirte im Konvoi mit festlich geschmückten Traktoren an den Arenenberg und präsentierten Zuchttiere. Einige Lehrabsolventen erschienen in der Tracht und verliehen der Feier damit eine besondere Note. Für die stimmige musikalische Umrahmung sorgte das Jodelduett Christine Tschanz und Ruth Wick, begleitet von Kurt Schweizer am Schwyzerörgeli. Lukas Maurer, Präsident der Berufsbildungskommission des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft (VTL), begrüsste die Absolventen der Ausbildung Landwirt/- in EFZ und Agrarpraktiker sowie die zahlreich erschienenen Lehrmeister, Behördenvertreter, Lehrkräfte, Prüfungsexperten und Familienangehörige. In seiner Ansprache hob er hervor, dass ihn das Traditionsbewusstsein der Absolventen sehr freue. Es zeige den Berufsstolz, der eigentliche «Treibstoff und Motor», der die Landwirtschaft voran bringe, und die Traktorenparade sei ein Ausdruck des Zusammenstehens. «Sie dürfen zu Recht stolz auf das Erreichte sein. Nun sind Sie bereit, die Herausforderungen des Berufsalltags anzupacken. Ich freue mich, Sie als Berufskollegen zu bezeichnen und den Weg gemeinsam zu gehen.»

Lernerfolge ernten
In seinem Dank an alle Personen, die dazu beitrugen, damit die jungen Leute ihre Ausbildung erfolgreich abschliessen konnten, bezog er Kurt Gilg, Bruno Meili und Pia Lenz mit ein. Ruedi Huber hielt im Namen der Geschäftsleitung des BBZ Arenenberg eine kurze Ansprache und hob dabei auch die musikalische Darbietung des Jodelduetts hervor. Er betonte, dass solche Momente, in denen man die «Seele baumeln lassen kann» wichtig und wertvoll sind. Dies insbesondere in Anbetracht der herausfordernden Situation in der Landwirtschaft, welche von Einschränkungen und Auflagen geprägt ist. Ruedi Huber brachte seine Betroffenheit über die Fälle von Botulismus auf zwei Thurgauer Landwirtschaftsbetrieben zum Ausdruck. Es sei beeindruckend, die Zeichen von Solidarität eines ganzen Dorfes mitzuerleben; für einen der beiden Betriebe wurde in der ersten Juliwoche gar eine Benefiz-Veranstaltung durchgeführt. Der Helferwille wirke ansteckend, und mit dem Geld könne zumindest materieller Schaden gemindert werden. «Aber es stimmt nachdenklich und wirft die Frage auf: Muss denn immer erst etwas Schlimmes passieren, bevor wir uns als Gesellschaft zurückbesinnen?» Die Präsidentin des Regierungsrates, Monika Knill, überbrachte ihre Grussbotschaft. Sie verglich die Ausbildung und Vorbereitungen auf die Prüfungen mit den einzelnen Arbeitsschritten, die in Feld und Acker nötig sind, um die Ernte möglichst ertragreich einzubringen.

Prüfungserfolge – ein Gemeinschaftswerk
Somit sei diese Abschlussfeier ebenfalls eine Art «Erntedank-Fest». Monika Knill unterstrich in ihrer Rede die Vorbildfunktion der jungen Berufsleute in ihrem unmittelbaren Umfeld und hob die Bedeutung einer produzierenden Landwirtschaft hervor. Chef-Experte Christof Baumgartner gratulierte den Absolventen, und Jürg Fatzer, VTL, und Lukas Maurer überreichten die Eidgenössischen Fähigkeits- sowie die Attest-Ausweise für die Agrarpraktiker. Christof Baumgartner richtete einen besonderen Dank an die Lehrmeisterfamilien und Prüfungsexperten, die sich, mitten in der Erntezeit, für den korrekten Prüfungsverlauf einsetzten. Sieben Kandidaten traten zu den Prüfungen als Agarpraktiker EBA an und haben diese bestanden. Hannes Vogel erzielte das beste Ergebnis. Eine eindrücklich grosse Gruppe von 60 jungen Männern und Frauen formierte sich anschliessend für die Entgegennahme des EFZ als Landwirt/-in. Der Notendurchschnitt beim EFZ Landwirt/-in lag, wie in den Vorjahren, bei 4,8. Bei den angehenden Landwirten haben 60 Kandidaten das QV bestanden. Sechs davon mit einem Notendurchschnitt zwischen 5,3 bis 5,7. (Sie erhielten eine von Monika Knill unterzeichnete Anerkennungsurkunde.) Mit der Höchstnote schloss Marcel Ackermann ab. Alle Absolventen mit Anerkennungsurkunde erhielten Landi-Einkaufsgutscheine, gestiftet von der fenaco und dem VTL.


Isabelle Schwander










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